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Highlights der CES 2016 - Aufrollbare Fernseher und virtuelle Realität

15.01.2016 - 08:24

Vergangene Woche stieß die Consumer Electronics Show (CES) das neue Tech-Jahr 2016 an. Neben etablierten Herstellern stellten auch Start-Ups ihre neuen Produkte und spannenden Konzepte vor. Lag der Fokus dieses Jahr zwar auffällig stark auf Automotive-Themen, zogen Innovationen in der Virtual Reality sowie neueste Technik für die eigenen vier Wände und für Unterwegs weiterhin die Massen in die Messehallen von Las Vegas. Wir präsentieren Ihnen ausgewählte Highlights.
 

Aufrollbare OLED-Bildschirme

Fernseher LG OLED Slim Design
LG zeigte seine neue, extrem dünne Display-Bauweise. (Bild: LG)
Bei Fernsehern lautet die Devise auch dieses Jahr schärfer, brillanter, kurviger. Selbstleuchtende OLED-Bildschirme erlauben noch flachere Bauweisen. So zeigt LG mit dem OLED77G6P ein TV-Gerät mit gigantischen 77 Zoll Bildschirmdiagonale, das nur sensationelle 2,57 Millimeter dünn ist. Samsung präsentierte Fernseher mit verbesserter High-Dynamic-Range-Technologie. Die verleiht dem Fernsehbild knackigere Farben und feinere Kontrastwerte.

Abseits marktreifer Produkte waren spannende Prototypen und Konzepte zu sehen. So war es erneut LG, das an seinem Stand gebogene und sogar aufrollbare Bildschirme ausstellten. Diese pOLED-Technologie (Organische Leuchtpanele mit Plastikdeckschicht) kennen wir bereits vom Smartphone LG G Flex 2, dessen gebogenes Display besonders kontrastreich und blickwinkelstabil ist. Auf der CES zeigten die Südkoreaner jetzt wandgroße pOLED-Bildschirme, konvex als auch konkav gebogen, mit extrem scharfer 4K- und sogar 8K-Auflösung. Der aufrollbare Display-Prototyp LG 30R war dabei der absolute Hingucker. Das 18 Zoll große pOLED-Panel ist gerade einmal 0,15 Millimeter dünn und lässt sich im Betrieb wie eine Zeitung zusammenrollen. Die Zukunft kann kommen!
 

Neues von Nikon: ISO-Rekordwerte und 360-Grad-Action-Cam

Im Kameramarkt gibt es Neues von Nikon: Die Profi-Spiegelreflexkameras D5 (mit Vollformat-Sensor) und D500 (mit Sensor im DX-Format) lösen beide mit mehr als 20 Megapixel auf. Dank ihres extra schnellen Autofokus sind die Kameras für den Einsatz in der Sportfotografie prädestiniert. Mit rekordverdächtigen Lichtempfindlichkeitswerten bis ISO 3,28 Millionen (bei der D5) und bis ISO 1,64 Millionen (bei der D500) sind selbst in der Nacht noch Aufnahmen ohne Blitz möglich. Videos zeichnen die Kameras in ultrascharfer 4K-Auflösung auf.

Auch im lukrativen Markt der Action-Cams möchten die Japaner mitmischen und präsentierten mit der KeyMission 360 einen kleinen und robusten Camcorder, der in der Lage sein soll, mit seinen zwei Objektiven einen Bildwinkel von vollen 360 Grad zu erfassen – all das in 4K-Auflösung.
 
Virtual Reality-Brille Oculus Rift
Versetzte die Besucher ins Staunen: die Oculus Rift. (Bild: Oculus Rift)

Virtual Reality: Weiterentwicklungen mit und ohne Preisschild

Aufgezeichnete 360-Grad-Videos betrachtet man dann am besten dreidimensional und bewegungssensitiv mit einer Virtual-Reality-Brille. Auf der CES ist nun endlich der Preis der Oculus Rift genannt worden: Der Preis des ursprünglichen Crowdfunding-Projekts wird sich auf rund 700 US-Dollar belaufen – Fans hatten sich einen geringeren Betrag erhofft.

HTC zeigte eine weiterentwickelte Version seines VR-Headsets Vive. Die Kamera und Infrarotsensoren an der Außenseite erlauben es, mit der Vive Pre virtuelle Einblendungen nun noch exakter in die tatsächliche Umwelt zu integrieren. HTC arbeitet bei der Vive Pre eng mit dem Spielentwickler Valve (Half-Life, Portal) zusammen, wir können uns also wahrscheinlich auf künftige Spieletitel mit Vive-Unterstützung freuen. Die Vive Pre soll ab Ende Februar vorbestellbar sein, den Preis lässt HTC noch offen.
 

Wearables läuten die nächste Runde ein

Smartwatch Casio WSD-F10
Die neue Casio-Smartwatch erinnert an die G-Shock-Modelle. (Bild: Casio)
Die interessanteste Vorstellung sind die Fitbit Blaze und die Casio WSD-F10. Mit der Blaze will Fitbit seine Stärken als führender Fitness-Tracker-Hersteller mit Smartwatch-Funktionen verbinden. So gibt die 230 Euro teure Uhr zuverlässig Auskunft über den aktuellen Kalorienverbrauch, die Schrittanzahl und den Puls. Zusätzlich bietet das große Display Platz für Meldungen vom Smartphone und ermöglicht die Steuerung des Musik-Players.

Stoßfest, staubgeschützt und bis zu 50 Meter wasserdicht soll die Casio WSD-F10 sein. Die Smartwatch erinnert mit rund sechs Zentimetern Durchmesser und 1,6 Zentimetern Höhe an die robusten G-Shock-Modelle, läuft aber mit dem Betriebssystem Android Wear. Die WSD-F10 hat Apps für den Outdoor-Einsatz vorinstalliert, darunter ein digitaler Kompass, ein luftdruckbasierter Höhenmesser und ein Tachometer. Als Besonderheit weist die Casio-Smartwatch ein zweischichtiges Display auf: Die LCD-Schicht stellt 320 mal 320 Pixel in Farbe dar. Die monochrome Ebene hingegen zeigt Grundlegendes wie Uhrzeit und Datum an – in diesem Modus soll die Uhr bis zu einem Monat abseits einer Steckdose durchstehen. 500 Dollar soll die Uhr in den USA kosten, ein Preis für Europa steht noch nicht fest.
 

Smartphones: Die Ruhe vor dem Sturm?

Huawei zeigte mit dem Mate 8 in Las Vegas als einer der wenigen Hersteller ein Top-Phablet. Das 7,9 Millimeter flache Smartphone aus Aluminium trumpft mit einem 6 Zoll großen Full-HD-Bildschirm, einer stabilisierten 16-Megapixel-Kamera und einem riesigen 4.000 mAh-Akku auf. Schon ab Ende Januar soll das Huawei Mate 8 für 600 Euro erhältlich sein.

Ein neues, gleichwohl umstrittenes Konzept setzt das Kickstarter-Projekt Nexbit mit seinem Smartphone Robin um. Auf der Android-Plattform basierend, folgt Nexbit dem Ansatz „Cloud First“ – weniger genutzte Apps und Medien sind dabei nicht länger auf dem Gerät gespeichert, sondern in der Nexbit-Cloud. Mindestens 100 Gigabyte stellt Nexbit Robin-Nutzern zur Verfügung. Welche Apps oder Daten synchronisiert werden sollen, kann der Nutzer übrigens festlegen. Der interne, nicht per Speicherkarte erweiterbare Speicher ist immerhin 32 Gigabyte groß.

Andere Hersteller begnügten sich mit der Vorstellung von Mittelklasse-Smartphones – sie scheinen die Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) Ende Februar abzuwarten.


(ksc)

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