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Tablet-Dreigestirn: die Minis von Apple, Google und Amazon

07.11.2012 - 22:00

Mit dem Nexus 7 hat Google das Preisgefüge im Tablet-Markt durcheinandergewirbelt. Der Formfaktor sieben Zoll ist attraktiv – und der Preis von 199 Euro sowieso. Dass Google in dieser Preisklasse nicht lange alleine bleiben würde, war zu erwarten. Büchergigant Amazon mischt mit dem Kindle Fire HD nun auch in Europa mit und zwingt Google, sein Nexus 7 mit einer Speicheraufwertung noch attraktiver zu machen. Und auch Platzhirsch Apple musste einsehen, dass es kaum erfolgversprechend ist, die kleinen Tablets mit Nichtbeachtung zu strafen.

Entstanden ist ein Dreigestirn, das mit unterschiedlichen Philosophien das gleiche Ziel verfolgt: die Vorherrschaft unter den Mini-Tablets. Und alle drei haben ihre Stärken, aber auch Einschränkungen.

Nexus 7 – Referenz-Tablet vom Suchmaschinenriesen

Aus den Fertigungsanlagen von Asus stammt das Tablet, das die Preislawine ausgelöst hat. Das Google Nexus 7 bietet mit seinem starken Prozessor und dem hochauflösenden Display eine Leistungsfähigkeit, die bisher nur in deutlich teureren Tablets der 10-Zoll-Klasse zu finden war.

Die Vorteile eines Tablets, das direkt von Google stammt, liegen auf der Hand: Alle Geräte der Nexus-Reihe erhalten die Updates auf neue Betriebssystem-Versionen stets zuerst. Aktuell läuft das Nexus 7 mit Android 4.1 („Jelly Bean“). Nur 199 Euro verlangt Google für sein kleines Tablet und hängt damit weite Teile der Konkurrenz um Längen ab. Zwei Herausforderer können jedoch mithalten.

Kindle Fire HD – das Bücherwurm-Tablet

In Bezug auf Display und Akkulaufzeit liegt Amazons Kindle Fire HD annähernd gleichauf mit dem Nexus 7. Bereits die günstigste Version für 199 Euro bietet 16 Gigabyte internen Speicher – vermutlich ein Grund für die Speicheraufwertung, die Google dem Nexus 7 kürzlich verpasst hat. Grundsätzlich basiert auch der Kindle Fire HD auf Android, allerdings hat Amazon das Betriebssystem komplett umgekrempelt. Von der ursprünglichen Benutzeroberfläche ist nicht mehr viel übrig, was besonders für künftige Updates zum Hindernis werden könnte.

Amazon optimiert den Kindle Fire HD gnadenlos auf das eigene Sortiment. Das angepasste Android lässt den Nutzer nur über dubiose Umwege auf Google Play zugreifen – schließlich soll das Geld in den App-Shop von Amazon fließen. Dabei hat der Universalversender den Sperrbildschirm für sich entdeckt: Solange das Tablet gesperrt ist, wird der Nutzer mit Werbeeinblendungen beglückt. Wer diese „Spezialangebote“ entfernen möchte, zahlt einen Aufpreis von 15 Euro, entweder beim Kauf oder nachträglich.

iPad mini – Extrawurst für Apple

Die Tablets aus Cupertino waren schon immer anders als die der Konkurrenz. Da ist es kaum verwunderlich, dass Apple mit seinem iPad mini zwar auf die veränderten Gegebenheiten im Tablet-Markt reagiert, sich aber trotzdem nicht vollständig anpasst. Schon beim Preis setzt Apple seine eigenen Standards. Die günstigste Variante mit Wi-Fi und 16 Gigabyte Speicher liegt bei 329 Euro – und damit ganze 130 Euro über den Startpreisen von Google und Amazon. Gegen andere aktuelle Tablet-PCs wird der Preis jedoch wieder zum entscheidenden Argument.

Auch beim Formfaktor möchte Apple nicht im Strom mitschwimmen, sondern grenzt sich deutlich ab. 7,9 Zoll Bildschirmdiagonale statt sieben, 4:3-Format statt 16:9 – was nach marginalen Unterschieden klingt, macht sich im Alltag vor allem beim Surfen im Internet positiv bemerkbar. Auch wenn das iPad mini wohl zunächst nicht die Verkaufszahlen des iPad3 erreichen wird, zeigen die ersten Tests, das Apple wohl ins Schwarze getroffen hat.

(tki)

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