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Tablets: Stiftung Warentest entthront das iPad

27.11.2012 - 14:37

Ab November stehen die Tests bei Stiftung Warentest ganz im Zeichen von Weihnachten. Unterhaltungselektronik und Geschenkideen aller Art landen dann im Testlabor – und bei gutem Abschneiden anschließend unter vielen Weihnachtsbäumen. Tablets waren der Renner im letztjährigen Weihnachtsgeschäft und dürften auch in diesem Jahr wieder ganz oben auf den Wunschzetteln stehen. Grund genug für die Warentester, die flachen Multitalente auf Herz und Nieren zu prüfen.

Das Testfeld von 14 Tablets unterteilen die Redakteure in zwei Gruppen. Neun Modelle fallen in die Größenklasse zwischen 8,9 und 10,1 Zoll und eignen sich dadurch gleichsam für Unterwegs und zum Surfen auf der heimischen Couch. Die kleinen 7- bis 8-Zoller sind aufgrund ihrer geringeren Bildschirmdiagonale mobiler und handlicher, wenn auch nicht ganz so vielseitig wie die größeren Geschwister.

Die Großen – Samsung schlägt Apple

Seit dem Erscheinen im März dieses Jahres hat das Apple iPad 3 erste Plätze am laufenden Band abgeräumt – bei Stiftung Warentest bleibt ihm der Sieg jedoch verwehrt. Der koreanische Erzrivale Samsung schneidet mit dem Galaxy Note 10.1 minimal besser ab und punktet mit besserer Funktionalität und größerer Vielseitigkeit.

Das iPad 3 liegt bei Displayqualität und Akkuleistung vorne, kann den Rückstand in den anderen Testkriterien jedoch nicht kompensieren. Vielmehr muss Apple auch nach hinten schielen: Das Asus Transformer Pad Infinity TF700T liegt auf dem dritten Platz nur knapp hinter Apples Flaggschiff. Insgesamt erhalten die Testkandidaten durchweg gute Noten, lediglich das letztplatzierte Archos-Tablet kann nicht in gleichem Maße überzeugen.

Die Kleinen – Google mit geteiltem Testsieg

Eine Nummer kleiner, aber nicht minder hochwertig: Die Spitzenreiter der 7-Zoll-Klasse stehen ihren größeren Kontrahenten nur wenig nach. Der geteilte erste Platz geht an das Google Nexus 7 und das Toshiba AT270-101. Beim Funktionsumfang und der Akkuleistung zieht Googles Vorzeige-Tablet davon, Toshiba holt die fehlenden Punkte mit komfortabler Handhabung und besserem Display wieder auf. Beide beweisen aber, dass preiswerte Tablets dennoch leistungsstark sein können.

Bei der Auswahl eines 7-Zollers ist jedoch Vorsicht geboten: Nur drei der fünf getesteten Tablets sind gut. Während die Etablierten der Branche bei den Testern punkten, können die Budget-Modelle von Intenso und Odys nicht überzeugen. Display, Akku und Vielseitigkeit sind nur „ausreichend“ – da retten auch die günstigen Preise nicht viel.

Lücken im Test – die Suche nach dem iPad mini

Wer sich regelmäßig mit Tablets beschäftigt, wird bei den Testergebnissen der Warentester schnell stutzig. Irgendetwas fehlt bei Betrachtung der Ergebnistabelle. Weder Apples Neuzugänge in Form des iPad 4 und des iPad mini, noch das neue Windows-Tablet Surface sind im Test vertreten. Genauso ergeht es dem Bücherwurm-Tablet Kindle Fire HD von Amazon.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Im Zeitraum von August bis Oktober kauften die Tester ihre Prüfmuster ein. Zu diesem Zeitpunkt ließen die Neuheiten noch auf sich warten – ein unglücklich gewählter Testzeitpunkt. Mit den Lücken im Test scheint allerdings auch Stiftung Warentest selbst nicht ganz zufrieden gewesen zu sein: In einer wahren Flut von Infoboxen werden die Neuheiten zumindest redaktionell abgehandelt.

Auf die Testergebnisse hat diese Betrachtung aufgrund fehlender Laborergebnisse keinen Einfluss. Die Redakteure mussten eine Entscheidung zwischen vorweihnachtlicher Berichterstattung und Aktualität treffen – optimal sind beide Varianten nicht.

(tki)

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