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Studie zu Morgenritualen: Duschen oder Smartphone?

15.07.2016 - 17:35

Morgens Zähne putzen, duschen und frische Wäsche anziehen – nicht für alle Deutschen eine Selbstverständlichkeit. Welche morgendlichen Gewohnheiten wir wirklich haben und wie viele von uns gleich nach dem Aufstehen schon zum Smartphone greifen müssen, veranschaulicht die Agentur Mymarktforschung in einer aktuellen Studie zu Morgenritualen in Deutschland.

Wie wichtig sind Medien am Morgen?

Aufstehen und ein fast automatischer Griff zum Smartphone. Erstmal Mails und News checken, es könnte ja etwas Wichtiges in der Nacht passiert sein. Für viele Menschen ist dies Normalität geworden, was auch eine Studie der Agentur Mymarktforschung unlängst bestätigt hat. Für ein gutes Drittel (36,5 Prozent) der Deutschen gehört Klicken und Wischen zum morgendlichen Ritual, obwohl nur knapp 6 Prozent der Befragten sofort direkt nach dem Aufstehen zum Smartphone greifen. Ein Fünftel ist bereits am Morgen in sozialen Netzwerken aktiv. Zum Buch oder der Zeitung greifen hingegen nur noch 17,2 Prozent. Immer noch beliebt ist das Radio, ein Drittel der Deutschen lässt sich am Morgen gerne von den Moderatoren oder Musik berieseln. Immerhin 15 Prozent setzen sich bereits vor die Glotze.

Muff am Morgen oder am Abend?

Abends vor dem Zubettgehen oder morgens nach dem Aufstehen – zwei Möglichkeiten, zwei unterschiedliche Duschphilosophien. Für mich als ausgeprägten Morgenmuffel ist das erfrischende Nass in der Früh ein Muss – ansonsten kann man mich für den Rest des Tages in die Tonne werfen. Das ist das Feelgood-Argument, hygienisch einwandfrei ist das jedoch nicht. Sagt auf jeden Fall ein Kollege. Er ist der Meinung, dass man nach einem Tag in der dreckigen Welt sich erst einmal rein waschen muss, bevor man in das saubere Bett steigt. Auch ein Argument!

In der Studie zeichnet sich in der Tat ab, dass die zwei Duschphilosophien recht ausgeglichen verfolgt werden: 55 Prozent der Deutschen duschen oder baden demnach nach dem Aufstehen. Ob die restlichen 45 Prozent im Umkehrschluss abends duschen oder einfach gar nicht, ist leider nicht bekannt. Übrigens gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Stadt und Land: Während in einer Millionenstadt knapp zwei Drittel am Morgen duschen, sind es in einer Landstadt (weniger als 5.000 Einwohner) nur knapp die Hälfte. Frische Unterwäsche und Socken hingegen sollten morgens ein Muss sein, so sollte man denken. Jedoch gaben nur knapp zwei Drittel der Befragten ab, dies auch wirklich zu tun.
 
Infografik Mymarktforschung: Morgenroutinen der Deutschen
So läuft es in Deutschland wirklich am Morgen ab. (Bild: Mymarktforschung)


Zähneputzen – ja oder nein?

Nur knapp drei Viertel der Befragten – egal ob berufstätig oder nicht – putzen sich am Morgen die Zähne. Dabei sind sich die Deutschen jedoch über den richtigen Zeitpunkt uneinig: 45 Prozent putzen nach dem Frühstück, 42 Prozent davor. Vielleicht verbessert sich ja das Putzverhalten, wenn immer mehr Leute auf Technik vertrauen. Erst vor kurzem hat Oral-B sein neues Modell Genius vorgestellt, das mit Smartphone-Kamera-Verbindung und integriertem Bewegungssensor zum Putzen animieren soll. Spielerisch an das ungeliebte Zähneputzen herangehen, das ist die Devise.

Glatt rasiert oder stoppelig – eine Zeit- oder Stylefrage

Das äußere Erscheinungsbild ist den Deutschen durchaus etwas wert. Immerhin 40 Prozent der befragten Männer rasieren sich, 43 Prozent der Frauen schminken sich an einem Werktag nach dem Aufstehen. Ob sich der Rest aus Zeit- oder Stylegründen nicht rasiert beziehungsweise schminkt ist nicht bekannt. Mit neueren Rasiergeräten (zum Beispiel dem Philips RQ1175/16) ließe sich Zeit sparen, da sie wasserabweisend konstruiert für die Anwendung unter der Dusche ausgelegt sind.

Kaffee, der Wachmacher der Götter

Laut der Studie trinken 60 Prozent der Deutschen an einem Werktag Kaffee, nur 12 Prozent Tee. Übrigens: Sachsen-Anhalt ist mit einem Wert von 76 Prozent das Bundesland, in dem am meisten Kaffee fließt. Bayern liegt mit 43 Prozent auf dem letzten Platz. Auch wird eher in kleineren Städten Kaffee getrunken als in größeren. Dass der klassische Filterkaffee in Deutschland am häufigsten auf den Frühstückstisch kommt, ist hinreichend bekannt. Pad und Kapsel holen aber auf, genauso wie der große Kaffeevollautomat.

Frühstück oder nicht?

Insgesamt frühstücken knapp 60 Prozent der Befragten an einem Werktag. Der Wert hat über die Jahrzehnte immer weiter abgenommen. Immer weniger Menschen können oder wollen sich Zeit dafür nehmen. Mehrere Studien haben zuletzt auch belegt, dass das Frühstück doch nicht so wichtig für die Gesundheit ist. Jeder Mensch solle demnach auf sich selbst hören, was für ihn am besten ist.
 

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