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Energieeffizienzklassen für Staubsauger - sparsamer Hausputz

07.11.2014 - 20:00

Sie prangen schon seit vielen Jahren auf allen großen Haushaltsgeräten in Europa - die Energielabel mit der charakteristischen, bunten Ampelkennzeichnung. Der Aufkleber an den weißen Kolossen zeigt an, wie effizient das Gerät arbeitet und gibt zusätzlich Werte wie die Lautstärke oder den jährlichen Stromverbrauch an. Seit September dieses Jahres sind das Label und die daraus resultierende Energieeffizienzklasse auch für Staubsauger Pflicht.

Doch wie so oft ist der Blick auf die Klasse nur bedingt hilfreich. Grün ist gut, rot ist schlecht: Wer der Ampel-Skala traut, der macht in der Regel nichts falsch. Doch richtig interessant wird es erst abseits der Holzhammer-Symbolik – bei den nackten Zahlen in der unteren Hälfte des Labels. CHECK24 erklärt, was die neue Kennzeichnung aussagt, und welche Entwicklungen in den kommenden Jahren zu erwarten sind.

Die Einzelwerte – Steckbrief eines Elektrogeräts

Der größte Zahlenwert auf dem Energielabel ist die Angabe des jährlichen Energieverbrauchs in der Mitte rechts. Die Angabe in Kilowattstunden gibt den Verbrauch für 50 Reinigungsvorgänge in Räumlichkeiten mit einer Fläche von 87 Quadratmetern wieder. Wer also in etwa einmal pro Woche saugt und in einer Wohnung dieser Größenordnung zu Hause ist, dem serviert das Label den jährlichen Energieverbrauch auf dem Silbertablett. Alle anderen können sich anhand dieser Werte ihren eigenen Verbrauch ausrechnen.

Darunter strahlt dem Betrachter ein leuchtend-blaues Piktogramm eines Staubsaugers entgegen. Das Bild soll jedoch nicht nur schön aussehen, sondern zeigt mit den rundherum angeordneten Kennzahlen die Eckdaten des Staubsaugers an. Links oben bezeichnet ein Buchstabe zwischen A und G die sogenannte Staubemissionsklasse. Je früher der Buchstabe im Alphabet steht, desto besser behält der Staubsauger die eingesaugten Partikel bei sich. Ein Gerät der Klasse A etwa darf bei maximalem Luftstrom nur weniger als 0,02 Prozent des aufgenommenen Staubs wieder mit der Abluft ausstoßen – in Klasse G ist es über ein Prozent.

Rechts oben steht eine Dezibel-Angabe für die Betriebslautstärke des Staubsaugers. Je höher der Wert, desto mehr verdient sich das Gerät die Bezeichnung als Höllenmaschine. Doch die Gesetzgeber haben hier bereits vorgesorgt: Ab dem Jahr 2017 dürfen neu erscheinende Staubsauger nicht mehr lauter als 80 Dezibel sein.

Die beiden untersten Werte geben letztlich die Reinigungsleistung des Modells an – links für Teppichböden, rechts für Hartböden. Auch hier kommt die Buchstabenskala von A bis G zum Einsatz: Für eine Bewertung in Reinigungsklasse A muss der Staubsauger mehr als 91 Prozent des Staubs auf dem jeweiligen Boden aufnehmen. Für je vier Prozentpunkte weniger büßt das Gerät eine Klasse ein.

Die Energieeffizienzklasse – Ampel für die Zukunft

Im Hinblick auf die verschiedenen Einzelwerte, die auf dem Energielabel aufgedruckt sind, ist die eigentliche Energieeffizienzklasse nur als Gesamtwert zu sehen. Aktuell endet die Skala bei Klasse A. Allerdings gilt der momentane Stand nur bis zum Jahr 2017: Ab diesem Zeitpunkt wird die Skala bis zur Klasse A+++ erweitert, wie bereits bei Waschmaschinen, Kühlschränken und anderen Gerätetypen geschehen. Für die aktuelle Staubsauger-Generation kein gutes Zeichen – viele Modelle sind bereits jetzt ein gutes Stück von Klasse A entfernt.

Auch die Anforderungen an die kommenden Generationen steigen: Ab 2017 dürfen neue Geräte nur noch maximal ein Prozent des aufgenommenen Staubs wieder abgeben. Zudem müssen auf Teppichböden mindestens 75 Prozent der Partikel eingesammelt werden – auf Hartböden sind es sogar 98 Prozent. Bereits jetzt gedeckelt ist der Stromverbrauch, mehr als 62 Kilowattstunden pro Jahr im oben beschriebenen Musterfall darf ein neuer Staubsauger nicht mehr verschlingen.

(tki)

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