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Staubsauger bei Stiftung Warentest - Frühjahrsputz mit Hindernissen

24.01.2013 - 21:00

Noch konnte sich Deutschland aus den kalten Fängen des Winters nicht befreien – Stiftung Warentest hält das jedoch nicht davon ab, bereits jetzt mit dem Frühjahrsputz zu beginnen. Zehn aktuelle Staubsauger haben die Warentester durchs Labor gejagt, mit großer Präzision und einem hohen Maß an Rücksichtslosigkeit.

Das Ergebnis spaltet das Teilnehmerfeld fein säuberlich in zwei Lager: Während die eine Hälfte der Testkandidaten mit guten Leistungen und komfortabler Handhabung punkten kann, ist die andere Hälfte in den Testszenarien hoffnungslos überfordert.

Die Leiden des kleinen Putzteufels

Liebevoll und zärtlich geht anders: Was die Haltbarkeitsprüfung den Staubsaugern zumutet, ist pure Gerätefolter. Zunächst darf der Motor stolze 600 Stunden im Dauerbetrieb laufen – einem Kandidaten ist das bereits zuviel. Auch mit der Ungeschicklichkeit mancher Menschen haben die Tester gerechnet: 500-mal fährt ein Testroboter den Staubsauger schwungvoll gegen Pfosten und Schwellen.

Diese „Maschine des Todes“ ist auch dafür verantwortlich, 6.000-mal am Stromkabel zu ziehen und den Schlauch 40.000-mal in alle Richtungen zu schwenken. Im diesjährigen Test zeigen sich die geprüften Staubsauger ungewohnt standhaft: Lediglich beim Dyson DC37 Allergy Musclehead reißt der Schlauch, alle anderen Modelle verlassen die Folterkammer weitgehend unbeschadet.

Dienstverweigerer mit Ecken und Kanten

Doch selbst ein Staubsauger für die Ewigkeit nützt wenig, wenn die Saugleistung nicht stimmt. Denn je nach Untergrund lassen manche Testgeräte die Staubpartikel mehrheitlich unberührt: Besonders in schwer erreichbaren Ecken und an Fußleisten reinigt nur ein einziger Staubsauger gut.

Der letztplatzierte Philips FC8146 Easy Life dagegen saugt ausschließlich auf Polstern ordentlich – im restlichen Haus verweigert er überwiegend den Dienst. Mehr als ein „ausreichend“ haben die Tester dafür nicht übrig, vier weitere Staubsauger kommen über ein „befriedigend“ nicht hinaus.

Die Besten mit Box und Beutel

Das Fazit von Stiftung Warentest: Hochwertige Staubsauger verfügen über einen Staubbeutel. Die drei beutellosen Modelle im Test lassen mit ihrer Saugkraft zu wünschen übrig, und auch das Leeren der Staubbox gestaltet sich unhygienisch. Zudem verwandelt sich der Dyson DC37 besonders auf Parkettboden in eine rappelnde Höllenmaschine.

Nicht so der Testsieger. Der Vorwerk Tiger VT265 überzeugt die Warentester mit den besten Ergebnissen auf allen Bodenarten. Einziger Nachteil: Mit rund 800 Euro ist das Gerät beinahe unverschämt teuer und kostet das Vierfache der übrigen Testkandidaten. Im Vergleich bietet der zweitplatzierte Bosch Ergomaxx Professional 1000 BSG81000 ähnlich gute Leistungen für überschaubare 180 Euro.

(tki)

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