0800 - 24 24 123 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Mit Spiele-Hits gegen den Winterblues

10.11.2016 - 15:16

Herbst in Deutschland: dunkel, nass und kalt. Wer gegen den allgemeinen Winterblues antreten möchte, der wehrt sich. Eine gutes Heilmittel sind Spiele. Genauer gesagt Brettspiele, denn die kommen nach wie vor nicht aus der Mode. Das hat die gerade zu Ende gegangene „Spielwiesn“ in München eindrucksvoll belegt. 55.000 Besucher haben sich auf der Messe für Brett- und Gesellschaftsspiele über die neuesten Entwicklungen und Ideen informiert. Für alle Taktiker, Zocker und andere Spielgesellen haben wir vier Spiele genauer unter die Lupe genommen. Darunter auch der ein oder andere Klassiker.
 

Codenames

Codenames Karton Setup
Das Kartenspiel Codenames ist schnell aufgebaut. (© Heidelberger Spieleverlag)

Für Um-die-Ecke-Denker

Geheimsprache, Codewörter und ein versteckter Attentäter – Codenames ist ein Spiel für Agenten mit Köpfchen. Nur wer clever kombiniert und die Hinweise des Geheimdienstchefs richtig deutet, wird das Rätsel lösen.

So wird gespielt

Das Spiel besteht aus 200 doppelseitig bedruckten Begriffskarten („Agenten“). Davon werden 25 zufällig gezogen und in einer 5x5-Anordnung ausgelegt. Ziel des Spiels ist es, die „Agenten“ der eigenen Organisation ausfindig zu machen. Dazu treten zwei Teams gegeneinander an.

Jedes Team bestimmt einen „Geheimdienstchef“, der weiß, hinter welchen Begriffen sich seine Agenten verbergen. Der Chef muss seinen Ermittlern nun mitteilen, welche Agenten zu seiner Organisation gehören. Doch Vorsicht – der Gegner hört mit!

Die Lösung: Codewörter und die Zahl der Agenten, die damit identifiziert werden können. Ein Beispiel: Hinweis des Chefs: „Strand 3“. Damit sollen die Mitspieler die Begriffe: „Meer“, „Sand“ und „Burg“ als eigene Agenten erkennen. Ein falscher Tipp und das andere Team ist am Zug.

Bewertung

Codenames macht seinem Namen alle Ehre. Wer gerne knobelt und beispielsweise Kreuzworträtsel löst, wird an der Agentensuche sicherlich seine Freude haben. Das als Spiel des Jahres 2016 ausgezeichnete Brettspiel eignet sich auch als Partyspiel. Es ist schnell aufgebaut und die Regeln sind einfach.

Altersempfehlung: ab 10 Jahre, Spieler: 2 bis 8, Spieldauer: ca. 15 Minuten
 


Die Legenden von Andor

Für Fantasy-Strategen

Schlüpfe in die Rolle eines Zwergs, Zauberers, Bogenschützen oder eines Kriegers und verteidige das Reich von König Brandur. Nur wer kooperiert, clever entscheidet und alle Herausforderungen meistert, wird den Kampf für sich entscheiden.

So wird gespielt

Ein Spiel wie ein Fantasy-Roman. Die Legenden von Andor stellen die Spieler immer wieder vor neue Abenteuer. Bis zu vier Spieler versuchen gemeinsam, die bösen Mächte zu besiegen und das Königreich zu retten. Die Fähigkeiten der „Helden“ (Zwerg, Zauberer, Bogenschütze und Krieger) müssen dafür sinnvoll und effektiv eingesetzt werden.
 
Die Legenden von Andor Setup
Die Spieler tauchen in den Legenden von Andor in eine liebevoll gestaltete Welt ein. (© Kosmos)

Eine Spielrunde symbolisiert einen Tag. An diesem wird die „Legende“ weiter erzählt und neue Aufgaben erwarten die Spieler. Ziel des Spiels ist es, alle Abenteuer der Legende innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu bestehen.

Bewertung

Die Legenden von Andor transportieren Fantasy-Action auf den Spieltisch. Und das ist durchaus gelungen. Beim Spiele-Hit des Jahres 2013, besteht die ganze Familie gemeinsame Abenteuer. Es fördert die Kommunikation und die Ziele werden erst während des Spielens verraten.

Allerdings sollte man sich gerne mit der Welt von Drachen, Hexen und Zauberern beschäftigen. Ein kleiner Nachteil ist die Begrenzung auf maximal vier Spieler. Ein besonderer Pluspunkt dagegen: die Losspiel-Anleitung – schneller Spielstart und Details werden erst dann erklärt, wenn sie benötigt werden.

Altersempfehlung: ab 10 Jahre, Spieler: 2 bis 4, Spieldauer: ca. 90 Minuten



Stone Age Junior

Für Sammler mit Köpfchen

Stone Age Spiel
Stone Age Junior: Das Sammelspiel erfordert Geduld und Aufmerksamkeit. (© Hans im Glück)
Steinzeitliche Nachwuchs-Baumeister sind bei Stone Age Junior gefragt. Nur wer sammelt, plant und auch noch ein gutes Gedächtnis hat, wird im Dorf als Erster drei Hütten errichten.

So wird gespielt

Die Spieler ziehen durch die Steinzeitwelt und sammeln Rohstoffe, um ihre Hütten zu erbauen. Um diese errichten zu können, sind Mammutzähne, Beeren, Amphoren, Pfeilspitzen und Fische notwendig. Allerdings müssen zum Aufstellen einer Hütte die Materialien in der passenden Kombination vorhanden sein. Wer diese nicht hat, kann tauschen oder die „Hundekarte“ als Joker einsetzen.

Das Kinderspiel des Jahres 2016 kommt ohne Würfel aus. Verdeckt liegende Plättchen am Spielfeldrand bestimmen, auf welches Feld man ziehen darf. Clevere Baumeister merken sich nach einer Runde, was sich hinter welchem Plättchen verbirgt und bauen damit gezielt an Ihrem Dorf.

Bewertung

Stone Age Junior präsentiert sich in einem kindgerechten Design. Die Spielfiguren aus Holz sind hochwertig und die Regeln einfach. Wer ein Spiel mit Spannung und Action für seinen Nachwuchs sucht, sollte allerdings die Finger vom Steinzeitabenteuer lassen. Stone Age Junior ist ein eher ruhiges Sammelspiel, welches etwas Geduld erfordert. Eltern sollten sich vor einem Kauf genau überlegen, ob diese Art von Spiel für ihr Kind geeignet ist.

Altersempfehlung: ab 5 Jahre, Spieler: 2 bis 4, Spieldauer: ca. 15 Minuten
 


Nobody is perfect

Für kreative Spinner

Kuriose Fragen verlangen bei Nobody is perfect oftmals kuriose Antworten. Nur wer sich schnell und kreativ die besten Antworten ausdenkt, hat bei diesem Partyspiel Chancen auf den Sieg. Denn es gilt das Spielmotto: „Wer besser spinnt, gewinnt!“
 
Nobody Is Perfect Spiel
Der Kreativ-Klassiker: Nobody Is Perfect. (© Ravensburger)

So wird gespielt

Ein Spielfeld, Spielfiguren und Fragekarten bilden das Set-Up zu Nobody is perfect. Pro Runde gibt es einen anderen Spielleiter, der seinen Mitspielern die Fragen vorliest. Die sind teilweise sehr ungewöhnlich. Zum Beispiel: „Was ist ein Quantum“. Wer die Antwort darauf nicht zufällig weiß, bei dem ist Kreativität gefragt. Jeder Spieler notiert seine Lösung auf einen Zettel und übergibt diesen an den Spielleiter.

Anschließend liest er alle Antwortmöglichkeiten, einschließlich der richtigen vor. Je überzeugender der eigene Vorschlag klingt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die anderen Spieler diesen für die tatsächliche Lösung halten. Wer die kreativsten und vor allen Dingen glaubwürdigsten Antworten gibt, der beendet den Rundkurs als Erster und gewinnt Nobody is perfect.

Bewertung

Nobody is perfect bleibt trotz kleinerer Mängel, ein lustiges Partyspiel mit Unterhaltungsgarantie. Witzige Anworten auf oftmals schwere Fragen sorgen für Lacher. Das Ausdenken von kreativen Erklärungen ist allerdings nicht jedermanns Sache. Auch die Felder auf dem Spielplan sind etwas ungleichmäßig verteilt, sodass manche Fragen öfter gestellt werden, als andere.

Altersempfehlung: ab 14 Jahre, Spieler: 3 bis 10, Spieldauer: ca. 60 Minuten

 
(mas)
 

Weitere Artikel: