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Smartwatch-Trends - die Neuheiten und Gerüchte für 2015

05.02.2015 - 12:00

Schon 2014 sollte das Jahr der Wearables werden - die am Körper getragenen Technikprodukte schossen allerorts wie Pilze aus dem Boden und wurden von den Herstellern mit geschicktem Marketing in den Himmel gehyped. Zünden wollte der Trend allerdings nicht. Die einzigen Wearables, die in nennenswerten Auflagen über den Ladentisch wanderten, waren die sogenannten Fitness-Tracker.

Diese zählen Schritte, zeichnen den Schlaf auf und behalten im Alltag den Überblick über die Aktivitätswerte ihres Nutzers – und mehr verlangt auch niemand von ihnen. Bei einer Smartwatch ist das anders: Von den schier unendlichen Möglichkeiten, die in den Köpfen von Technik-Freaks und Durchschnittsnutzern gleichermaßen herumgeistern, blieb letztlich oft nur blanke Enttäuschung übrig.

Bauruine Betriebssystem – Gründe für den ausbleibenden Erfolg

Dabei könnten die intelligenten Uhren eigentlich so viel leisten, wenn sie doch nur autonom vom Smartphone funktionieren würden. Bis auf reichlich teure Exoten wie die Samsung Gear S ist die aktuelle Smartwatch-Generation nahezu immer von einem gekoppelten Smartphone abhängig. Das auf den Uhren installierte Betriebssystem – in den meisten Fällen handelt es sich dabei um Googles Android Wear – ist kaum mehr als ein Fundament, dem an allen Ecken und Enden der Funktionsumfang fehlt. Die nützlichen Apps halten sich weiterhin in Grenzen, und auch sonst ist der Nutzer stets auf der Suche nach dem echten Mehrwert.

Dennoch scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sich das ändert. Bereits mit den letzten Updates hat Google einige hilfreiche Neuerungen integriert, die den Funktionsumfang deutlich aufwerten. Es wird zwar noch einige Optimierungsrunden benötigen, bis Android Wear auf einem Stand ist, den die Nutzerschaft nicht irrtümlich für eine Beta-Version hält – doch schon im Laufe des Jahres könnten die ersten Smartwatches auch für die breite Masse interessant werden.

Rund ist das neue Eckig?

Im Herbst 2014 überraschte Motorola die Technik-Welt mit einem Design-Kniff, den nur die wenigsten erwartet hatten. Die Moto 360 ist die Quadratur des Kreises – nur umgekehrt. Waren bis zu diesem Zeitpunkt alle Smartwatches rechteckig, zeigte sich Motorolas Schmuckstück erstmals mit einem runden Display. Erstmals sah eine Smartwatch wirklich wie eine normale Armbanduhr aus, nicht mehr wie ein ums Handgelenk geschnallter Mini-Bildschirm.

Ganz rund ist die Moto 360 dann allerdings doch nicht: Ein schmaler schwarzer Balken am unteren Bildrand beherbergt einige Sensoren, um das Gehäuse der Uhr nicht zu vergrößern. Dieses Element empfanden viele Interessenten als derart abschreckend, dass sie sich nicht zum Kauf der ansonsten edlen Smartwatch durchringen konnten.

Nur wenige Wochen nach der Moto 360 kündigte LG die G Watch R an, ebenfalls mit einem runden Gehäuse. Den schwarzen Streifen am unteren Rand hat das südkoreanische Modell nicht – dafür aber ein klobigeres Gehäuse mit breitem Rahmen. Beide runden Smartwatches sind aktuell bereits erhältlich und kosten jeweils knapp 250 Euro.

Asus Zenwatch – der Geheimfavorit

Asus ZenWatch - schlank und edel. (Bild: Asus)

Trotz aller Begeisterung für das runde Design von Motorola und LG war es doch ein anderer Hersteller, der völlig unerwartet die am sehnlichsten erwartete Smartwatch der letzten Monate ankündigte. Die Asus Zenwatch lässt sich von der Konkurrenz nicht beirren und bleibt rechteckig – wenn auch mit leicht geschwungenen Formen und abgerundeten Ecken.

Das Metallgehäuse wirkt fast noch eleganter als das der Moto 360, gerade in Kombination mit dem hellen Echtleder-Armband. Auch hier steht die ganze Bildschirmfläche zur Verfügung, was jedoch bei rechteckigen Smartwatches schon immer der Fall war. Durch das Betriebssystem Android Wear ist die Asus Zenwatch mit allen Android-Smartphones ab Version 4.3 kompatibel. Im Dezember war die heiß begehrte Uhr bereits für wenige Stunden verfügbar – doch bisher konnte Asus keine weiteren Geräte zum Verkauf in Deutschland bereitstellen. Wann die knapp 230 Euro teure Zenwatch tatsächlich erhältlich sein wird, ist nach wie vor unklar.

Alcatel One Touch Watch – Preisbrecher für Sparsame

Der französische Smartphone-Hersteller Alcatel setzt bereits seit längerem auf ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hat mit dieser Strategie bereits einige brauchbare Einsteiger-Smartphones auf den Markt gebracht. Nun geht die erste hauseigene Smartwatch mit einem ähnlichen Ansatz an den Start: Die Alcatel One Touch Watch soll im März erscheinen und wird zwischen 130 und 150 Euro kosten.

Der günstige Preis verlangt allerdings einige Einsparungen: Das Display bietet eine etwas schwächere Auflösung als die übrigen derzeit erhältlichen Smartwatches, und auch der Akku fällt kleiner aus. Einzigartig ist hingegen die Kompatibilität: Alcatel setzt beim Betriebssystem nicht auf Android Wear, sondern hat ein eigenes System entwickelt. Die Funktionen deshalb zwar begrenzt – allerdings ist die Uhr dadurch neben Android-Smartphones auch mit dem iPhone kompatibel. Bleibt abzuwarten, was die Uhr letztlich im Vergleich zur Konkurrenz mit Android Wear schlägt.

Apple Watch – das geheimnisvolle Phantom

Und dann wäre da noch der Platzhirsch Apple. Lange haben sich die Mannen aus Cupertino zurückgehalten – entgegen aller Gerüchte, die bereits seit Jahren durchs Netz geistern. Im September war es dann soweit: Die Apple Watch soll Anfang 2015 erscheinen. Daraus ist bisher jedoch nichts geworden, aktuell peilt das Unternehmen eine Veröffentlichung ab April an.

Am Design der rechteckigen Uhr scheiden sich die Geister. Die einen finden die vielfältig personalisierbare Uhr elegant und edel, andere wiederum nur klobig. Interessant ist allerdings in jedem Fall das Drehrad als zusätzliches Bedienelement: Die sogenannte Krone an der Uhr soll helfen, durch die Apps zu navigieren. Über die Hardware und das Betriebssystem ist hingegen nach wie vor nicht viel bekannt – außer dass die Uhr nur mit dem iPhone 5 oder aktuelleren Modellen kompatibel ist. Zumindest sollte in einigen Monaten klar sein, ob die Apple Watch tatsächlich mehr kann als die Androiden-Fraktion.

(tki)

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