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Smartwatch-Preise 2015 - was darf eine Smartwatch kosten?

19.03.2015 - 11:59

Intelligente Uhren sind grundsätzliche keine schlechte Idee. Benachrichtigungen direkt am Handgelenk, Nachrichten beantworten ohne Smartphone, Fitness-Funktionen – all das könnte den Alltag durchaus erleichtern. Doch bisher hat die Smartwatch den endgültigen Durchbruch längst nicht geschafft. Bereits im vergangenen Jahr als Megatrend im mobilen Sektor gehandelt, blieben die Uhren bisher deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Aktuell können die meisten Modelle einfach zu wenig, um den Anschaffungspreis von durchschnittlich 250 Euro zu rechtfertigen. Für andere ist es die fehlende Eleganz, die viele Smartwatches zum seltsamen Spielzeug für Nerds verkommen lässt. Im Jahr 2015 soll das anders werden. Ein Indiz dafür: Viele Hersteller haben bereits an der Preisgestaltung für ihre Smartwatches gefeilt – während andere Kontrahenten erst jetzt in den Kampf um die Gunst der Nutzer einsteigen. CHECK24 zeigt, mit welchen Preisklassen in diesem Jahr zu rechnen ist.

Der Trend: mehr Uhr, weniger Geek-Optik

Eines der Hauptprobleme der Smartwatches scheinen die Hersteller mittlerweile erkannt zu haben: Kaum jemand hat Spaß daran, sich einen klobigen, kantigen und langweilig-schwarzen Kasten an den Arm zu schnallen. Ein Blick auf die erste LG G Watch aus dem vergangenen Jahr lässt Ästheten erschaudern, und das zu Recht. Die runde Motorola Moto 360 machte den ersten Schritt in die richtige Richtung – und näherte sich damit dem Aussehen klassischer Uhren an.

Dieser Trend setzt sich auch 2015 fort: Angekündigte Modelle wie die Huawei Watch oder die LG G Watch Urbane setzen ebenfalls auf runde Displays, gehen aber in Sachen Design noch ein Stück weiter. Hochwertige Metallgehäuse in Farben wie Silber oder Gold lassen die neuen Smartwatches noch edler erscheinen. Zum ersten Mal sehen Smartwatches verdächtig wie echte Uhren aus – und könnten dadurch auch für eine breitere Zielgruppe interessant werden.

Android Wear: unmerklicher Preisanstieg

Diese Entwicklung hat jedoch ihren Preis: Hochwertige Materialien sind teuer. Dementsprechend dürften auch die Verkaufspreise für die neuen Smartwatches mit Android Wear über dem derzeit noch üblichen Rahmen von 250 bis 300 Euro liegen. Zwar haben weder Huawei noch LG die genauen Preise für ihre kommenden Modelle bekanntgegeben – sie dürften Gerüchten zufolge jedoch irgendwo zwischen 350 und 400 Euro liegen.

Damit liegt die neue Smartwatch-Generation in einer Preisklasse, die auch für eine hochwertige Armbanduhr fällig wird – was die Entscheidung zwischen den beiden nicht leichter macht. Dennoch scheint dieser Weg der richtige zu sein: Erstmals können sich Smartwatches sehen lassen, ohne verwunderte und belustigte Blicke auf sich zu ziehen.

Apple Watch: Preis-Wahnsinn erster Güte

Das Ende der Preis-Fahnenstange ist damit jedoch noch längst nicht erreicht – die neue Apple Watch erreicht nochmals ganz andere Sphären. Auch wenn Apples erste Uhr nicht rund ist, kann sich das Design sehen lassen. Auch hier kommen hochwertige Materialien zum Einsatz, die sich die Mannen aus Cupertino teuer bezahlen lassen: Für den Startpreis von 349 Euro erhält der Nutzer ein Aluminium-Gehäuse und ein einfarbiges Sportarmband. Oder anders ausgedrückt: Schon mit der günstigsten Variante spielt Apple in der gleichen Liga wie die derzeit teuersten Modelle mit Android Wear.

Für Preise zwischen 649 und 1.249 Euro verkauft Apple eine Edelstahl-Version mit Leder- oder Metallarmbändern. Wer jedoch zu viel Geld übrig hat, der kann für die Apple Watch noch deutlich mehr ausgeben: Die Varianten aus 18-karätigem Rosé- oder Gelbgold kosten mindestens 11.000 Euro – das ist weder ein Zahlendreher noch hat sich eine Null zu viel eingeschlichen. Soll es dazu noch ein hochwertiges Lederarmband sein, werden nochmals einige tausend Euro mehr fällig, bis zu einem Spitzenpreis von 18.000 Euro.

Und ja, das meint Apple ernst. Die Apple Watch Edition, wie die Reihe benannt ist, soll Exklusivität ausstrahlen und das Luxus-Segment abdecken. Ein grundlegendes Problem scheint Apple dabei jedoch zu ignorieren: Eine klassische Armbanduhr dieser Preisklasse ist für die Ewigkeit gebaut und arbeitet wahrscheinlich auch nach 20 Jahren noch so zuverlässig wie am ersten Tag. Dagegen dürfte die Apple Watch aller Voraussicht nach schon in den kommenden Jahren durch einen Nachfolger abgelöst werden und dadurch schlagartig an Aktualität verlieren. Dann bleibt der Nutzer auf einem zwar schicken, aber sündhaft teuren und veralteten Gadget sitzen.

Schnäppchen: eigene Betriebssysteme für wenig Geld

Wem die ursprünglich aufgerufenen 250 Euro immer noch zu teuer sind, der hat aktuell nicht viele Alternativen. Die erste Smartwatch-Generation ist zwar mittlerweile für deutlich unter 200 Euro erhältlich – allerdings muss der Nutzer dann mit unausgereifter Hardware und dem optischen Charme eines Tamagotchis vorliebnehmen.

Unter den neu angekündigten Modellen könnte hingegen die Alcatel One Touch Watch interessant sein: Die runde und optisch ansprechende Smartwatch soll zum Verkaufsstart nur 170 Euro kosten und dürfte sich mit der Zeit sogar der 150-Euro-Marke nähern. Dabei setzt Alcatel auf ein proprietäres Betriebssystem – und unterstützt dadurch als eine der wenigen Smartwatches auf dem Markt sowohl Android- als auch iOS-Geräte.

(tki)

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