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Kabelloses Laden für Smartphones - so funktioniert die neue Technologie

08.02.2013 - 21:00

Schöne neue Welt: Ganz unscheinbar liegt das Smartphone auf einem farbigen Kissen und lädt sich wie von Zauberhand auf – ganz ohne Kabel. Bisher mussten Smartphone und Ladegerät speziell füreinander entwickelt werden, damit der Stecker auch in den Anschluss des Telefons passt. Mit dem sogenannten Wireless Charging sind diese Probleme Geschichte – das neue Zauberwort heißt Induktion.

Bisher sind es hauptsächlich neue Smartphones von Nokia, die mit der kabellosen Ladetechnik ausgestattet sind. Während manche Kritiker behaupten, die Finnen würden damit lediglich nach dem letzten Strohhalm greifen, um den Abwärtstrend zu stoppen, sehen andere darin das Ende aller kabelgebundenen Ladegeräte. Doch Wireless Charging hat ein großes Problem: Smartphone und Ladestation müssen kompatibel sein, um miteinander kommunizieren zu können – Standards müssen her.

Die Macht des Qi

Der vielversprechendste Standard hört auf den beinahe mystischen Namen Qi. Abgeleitet vom chinesischen Qi (auch Chi) ab, das im Taoismus für Energie steht. Das Grundprinzip hinter dem kabellosen Ladevorgang ist vergleichsweise simpel: Ein Sender im Ladegerät wartet, bis sich ein Empfänger – in diesem Fall das Smartphone – in Reichweite befindet.

Sobald das Smartphone signalisiert, dass es empfangsbereit ist, baut das Ladegerät ein elektromagnetisches Feld mit einer speziell abgestimmten Frequenz auf. Die Empfangsspule im Smartphone wandelt die elektromagnetische Energie um und speichert sie im Akku. Ist die Batterie vollständig geladen, meldet der Empfänger, dass er genug hat – und das Ladegerät löst das Feld auf.

Mit Qi sollen künftig alle Sender und Empfänger miteinander kommunizieren können, was bisher durch unterschiedliche Standards nicht möglich war. Dass sich Qi durchsetzen wird, gilt als wahrscheinlich: Hinter dem Projekt steht das Wireless Power Consortium, das mit Philips, Nokia, Samsung, Sony und LG einflussreiche Mitglieder hat.

Elektromagnetische Accessoires

Mit dem Trend zu kabellosen Ladevorgängen müssen die Ladegeräte nicht mehr zwangsläufig klein, schwarz und unscheinbar sein: Nokia etwa listet auf seiner Website etliche Accessoires, von denen einige elegant, andere eher seltsam anmuten. Eine Art Kopfkissen für das Smartphone ist das Kabellose Ladekissen von Nokia – das Smartphone genießt seine wohlverdiente Nachtruhe auf dem grell eingefärbten Kissen und lädt sich dabei wie von selbst auf.

Die verschiedenen Ladeplatten sind nicht minder bunt und funktionieren auf ähnliche Weise – sind nur nicht ganz so weich. Wer dennoch eine feste Verbindung zwischen Smartphone und Ladegerät bevorzugt, greift zu einer kabellosen Ladestation: Das Smartphone wird auf die Plattform gesteckt, aber dennoch ohne Kabelverbindung aufgeladen.

Besonders ausgefallen präsentiert sich der Lautsprecher JBL PowerUp: Das Smartphone nimmt oben auf dem Gehäuse Platz, während die Bluetooth-Box die Musikbibliothek des Telefons abspielt. Ganz nebenbei lädt sich der Akku des Smartphones auf – magisch.

(tki)

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