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Smartphone-Akkus: die fünf größten Mythen und Irrtümer

24.04.2014 - 13:00

Er muss schon einiges aushalten, der Akku eines aktuellen Smartphones: Durch immer größere Displays und leistungsstärkere Hardware übersteht die Batterie bei intensiver Nutzung kaum mehr einen ganzen Arbeitstag. Umso öfter muss das Smartphone deshalb ans Netz – und der Akku erhält wesentlich mehr Aufmerksamkeit als bisher.

Doch nach wie vor halten sich einige hartnäckige und populäre Irrtümer über den Energiespender fürs Smartphone. In einigen steckt ein Fünkchen Wahrheit, während andere direkt aus dem Reich der Legenden stammen. CHECK24 stellt die fünf größten Akku-Mythen vor.

Den Akku immer vollständig auf- und entladen?

Dieser beliebte Ratschlag von vermeintlichen Handy-Experten stammt aus früheren Zeiten: Vor einigen Jahren wurden Handys noch von sogenannten Nickel-Cadmium-Akkus angetrieben. Diese litten unter dem sogenannten Memory-Effekt, der einen Akku im Laufe der Zeit unbrauchbar macht. Wird der Akku nur zum Teil entladen, „merkt“ sich das gute Stück den jeweiligen Energiebedarf und stellt nach und nach lediglich diese Menge an Strom zur Verfügung. Dadurch reduziert sich die Kapazität mit der Zeit – bis sie unter den Mindestwert fällt und der Akku den Geist aufgibt.

Die aktuelle Smartphone-Generation hat mit diesem Problem nicht mehr zu kämpfen: Neuere Modelle arbeiten mit Lithium-Ionen-Akkus, die entgegen landläufiger Meinung nicht vom Memory-Effekt betroffen sind. Er tritt nicht etwa – wie manche glauben – eingeschränkt oder in abgeschwächter Form auf, sondern ist bei dieser Technologie überhaupt kein Thema mehr. Der Nutzer muss sein Smartphone also nicht erst komplett entladen, ganz im Gegenteil: Eine dauerhafte Akkuladung zwischen 30 und 70 Prozent verlängert die Lebensdauer sogar geringfügig.

Der erste Ladevorgang sollte mindestens 10 Stunden dauern?

Ein weiterer Mythos aus der Nickel-Cadmium-Zeit: Bei den älteren Modellen musste der Nutzer seinen neuen Akku zunächst dazu „konditionieren“, sich bei jedem Ladevorgang vollständig zu betanken, quasi als Vorbeugung des Memory-Effekts. Wurde der Akku bereits beim ersten Mal nur halbherzig geladen, wirkte sich das direkt auf die Lebensdauer aus.

Dieses Problem besteht bei aktuellen Lithium-Ionen-Akkus ebenfalls nicht mehr. Viele Batterien werden mit dem Smartphone bereits teilgeladen ausgeliefert – gerade bei Modellen mit fest verbautem Akku. Da der optimale Ladezustand eines Lithium-Ionen-Akkus zwischen 30 und 70 Prozent liegt, muss der Nutzer vor dem ersten Start nicht abwarten, bis sein neues Smartphone randvoll geladen ist.

Das Laden über den USB-Anschluss schadet dem Akku?

Die Ladegeräte der aktuellen Smartphone-Generation bestehen in vielen Fällen aus einem USB-Kabel, das mit einem Netzadapter verbunden wird. Gleichzeitig dient das Kabel zur Datenübertragung auf den PC – und lässt sich dabei auch über den USB-Anschluss des Rechners laden. Immer wieder kommen jedoch Bedenken auf, dass der Ladevorgang per USB der Lebenszeit des Akkus schadet, weil kein Überladungsschutz gegeben sei.

Auch das ist ein Irrtum: Das Smartphone lässt sich problemlos über das Notebook oder den Desktop-Rechner laden, ohne dass der Akku Schaden nimmt. Der Überladungsschutz ist vielmehr im Smartphone selbst eingebaut und bricht den Vorgang ab, sobald der Akku vollständig geladen ist.

Nicht benötigte Akkus im Kühlschrank lagern?

Was tun mit einem Akku, der über längere Zeit nicht mehr benötigt wird? Viele Akku-Hersteller empfehlen, das Modul für diesen Fall in einer kühlen Umgebung zu lagern. Aber sollte es gleich der Kühlschrank sein?

Tatsächlich ist die Lagerung im Kühlschrank ein probates Mittel, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern. Die Kälte verhindert den sonst eintretenden Selbstentladungsprozess, bei dem sich die Batterie über längere Zeit hinweg automatisch leert. Da eine vollständige Entladung dem Akku nicht gerade guttut, sollte er vorher zu etwa 50 Prozent geladen sein, bevor ihn der Nutzer in den Kühlschrank legt. Zudem muss der Akku in einem luftdichten Behälter verpackt sein, um ihn vor schädlicher Feuchtigkeit zu schützen.

Abgesoffene Akkus direkt entsorgen?

Überhaupt ist Feuchtigkeit ein heikles Thema für Smartphone-Akkus: Landet die Batterie samt Smartphone in der Toilettenschüssel, dem Swimming-Pool oder dem Bierkrug, ist es um das Telefon meist geschehen. Viele Nutzer würden den Akku nach einem solchen Malheur aus Angst vor Schäden direkt entsorgen – doch das ist in vielen Fällen verfrüht.

Denn die Außenhülle des Akkus ist meist wasserdicht und schirmt das empfindliche Innenleben ab. Selbst die Metallkontakte überstehen das unfreiwillige Bad, solange der Akku nicht über längere Zeit versenkt bleibt. Allerdings sollte die Batterie anschließend so gründlich wie möglich getrocknet werden, um Kurzschlüsse und andere unschöne Auswirkungen zu vermeiden. Dennoch bleibt ein Haken: Ist der Akku nicht zu hundert Prozent exakt gefertigt, sondern weist kleinere Spaltmaße auf, ist der Schutz nicht mehr gegeben. Daher sollte der Nutzer vorsichtig testen, ob der Betrieb noch einwandfrei möglich ist.

(tki)

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