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Schwachstelle Smartphone-Akku - so lässt sich die Laufzeit verlängern

30.01.2014 - 18:00

Die aktuelle Smartphone-Generation beschränkt sich längst nicht mehr auf Anrufe und SMS - und ist damit den klassischen Handys um Längen überlegen. Eines hatten die pragmatischen Mobiltelefone in Hundeknochen-Optik ihren moderneren Touchscreen-Kollegen jedoch voraus: Mit einer Akkuladung überstanden sie ohne Probleme eine bis mehrere Wochen.

Das müssen unzählige Smartphone-Besitzer jeden Tag leidvoll erfahren, wenn sie der Ladeanzeige beim Abnehmen zusehen. Doch wenn der Akku sogar im Laufe eines normalen Arbeitstags die Grätsche macht, dann stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. Allerdings liegt das Problem nur in den wenigsten Fällen in einem defekten Akku: Mit den folgenden Tipps können Smartphone-Besitzer die Laufzeit des Geräts deutlich verlängern.

Datenverbindungen – es funkt und funkt…

Smartphones der Ober- und Mittelklasse bieten eine große Vielfalt an unterschiedlichen Möglichkeiten zur Datenübertragung. Bluetooth, mobiles Internet, WLAN oder NFC haben jedoch eines gemeinsam: Sie verbrauchen Energie, und zwar nicht zu knapp. Jede dieser Verbindungen baut das Smartphone über ein separates Modul auf – und jedes davon belastet den Akku, solange es aktiviert bleibt.

Das Problem: Auch wenn gerade keine Daten übertragen werden, sind die Verbindungsmodule in Aktion. Das WiFi-Modul etwa sucht nach Hotspots in der Umgebung, Bluetooth nach anderen sichtbaren Smartphones. Sind alle Datenverbindungen gleichzeitig aktiv, ist die Akkuladung bereits in wenigen Stunden Geschichte. Daher sollte der Nutzer jedes Modul nur dann aktivieren, wenn er auch wirklich Daten übertragen möchte.

Gerade bei Bluetooth und NFC spart das nicht nur Energie, sondern erhöht auch die Sicherheit. Beinahe noch wichtiger: WLAN-Modul und mobiles Internet werden niemals gleichzeitig benötigt. Daher sollte auch nur eine der beiden Funktionen aktiviert werden. Bereits mit dieser kleinen Anpassung hält eine Akkuladung meist deutlich länger.

Riesen-Bildschirm = Riesen-Hunger

Eines der auffälligsten Merkmale eines Smartphones ist das große Display, das nahezu die komplette Vorderseite des Geräts einnimmt. Gleichzeitig verursacht der Bildschirm jedoch auch die meisten Schwierigkeiten für die Akkulaufzeit: Je größer das Display, desto mehr Energie fließt in die Beleuchtung. An der Größe des Bildschirms kann der Nutzer selbst nur wenig ändern – wohl aber an den Helligkeitseinstellungen.

Im Auslieferungszustand ist die Beleuchtung oft deutlich zu hell. Wer in den Bildschirmeinstellungen die Helligkeit manuell reduziert, der verlängert die Akkulaufzeit dadurch spürbar. Dabei gilt es, die optimalen Werte zu finden, damit das Display noch gut ablesbar bleibt und bei der Farbdarstellung nicht zu stark an Strahlkraft verliert.

Viele Nutzer lassen diese Aufgabe jedoch von der automatischen Helligkeitsregelung übernehmen – und verschenken dabei ungewollt viele Sparpotenziale. Denn die Komfortfunktion ist trügerisch: Um die Helligkeit an die Umgebung anzupassen, ist ein Sensor nötig, der ununterbrochen die Lichtverhältnisse scannt. Das Problem: Auch der Sensor muss mit Energie versorgt werden, wodurch ein gewichtiger Teil der Ersparnisse direkt wieder verlorengeht. Daher sollte der Nutzer im Zweifelsfall selbst eine Helligkeitseinstellung wählen und die Automatik deaktivieren.

GPS-Empfänger – gefräßiger Lotse

Beinahe noch wichtiger ist jedoch die richtige Nutzung des GPS-Empfängers. Das Modul wird hauptsächlich für Navigationsprogramme und Standortdienste in Apps benötigt. Einmal aktiv, verarbeitet das GPS-Modul ununterbrochen die Ortsdaten des Smartphones – und mutiert dabei zum größten Stromfresser überhaupt.

Wer sein Smartphone also nicht unbedingt als Navigationsgerät einsetzen möchte und auf standortabhängige Apps – wie manche Google-Dienste – verzichten kann, der sollte GPS nach Möglichkeit deaktiviert lassen. Aber Achtung: Bei vielen Herstellern ist das GPS-Modul in den Werkseinstellungen standardmäßig aktiviert und muss manuell abgeschaltet werden.

Hintergrunddienste – die Graue App-Eminenz

Die Bildschirmhelligkeit ist reduziert, alle nicht benötigten Verbindungen sind abgestellt, aber der Akku verabschiedet sich trotzdem auf halber Strecke durch den Arbeitstag? Dann liegt das Problem meist in bestimmten Apps, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Multitasking ist einer der großen Vorteile eines Smartphones, kann aber gleichzeitig die Laufzeit massiv verringern.

Werden Apps nicht manuell beendet, läuft ein Großteil im Hintergrund weiter, ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekommt. Diese Dienste bremsen nicht nur die Arbeitsgeschwindigkeit des Smartphones massiv aus, sondern verbrauchen auch weiter Energie – was die Akkulaufzeit in der Summe deutlich verringert. Der Nutzer sollte daher in der App-Verwaltung alle nicht benötigten Apps manuell schließen.

Energiesparmodi – Akku-Rettungsmission

Offenbar ist auch den großen Smartphone-Herstellern nicht entgangen, dass ihre hochmodernen Geräte bei der Energieverwaltung alles andere als perfekt sind. Und so bieten die meisten Modelle der Mittel- und Oberklasse verschiedene Energiesparoptionen, mit denen sich die Akkulaufzeit angeblich signifikant verlängern lassen soll.

Eine Variante zielt vor allem darauf ab, den Stromverbrauch bei ausgeschaltetem Display im Stand-by-Modus zu reduzieren. Funktionen wie etwa der Stamina-Modus in Sony-Smartphones kappen im Ruhezustand sämtliche nicht benötigten Verbindungen und beenden alle Hintergrund-Apps. Schaltet der Nutzer den Bildschirm ein, werden alle Programme und Module wieder aktiviert.

Andere Funktionen, die etwa bei LG zum Einsatz kommen, greifen erst dann ein, wenn der Akkustand unter 30 Prozent fällt. Dann reduziert das Smartphone automatisch die Bildschirmhelligkeit, stellt Klingeltöne leiser ein und nimmt weitere Veränderungen vor, um den Akku zu schonen. Beide Varianten können eine deutliche Verbesserung der Akkulaufzeit zur Folge haben – allerdings sollte der Nutzer vorher sicherstellen, dass keine Funktionen abgeschaltet werden, die er im Alltag dringend benötigt. Meist lassen sich bestimmte Apps und Dienste in den Einstellungen ausklammern.

(tki)

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