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Smart Entertainment - Wie Fernseher und Konsole miteinander sprechen lernen

24.07.2015 - 11:59

Vor zwanzig Jahren war die Entertainment-Welt noch geordnet: Ein CD-Spieler hat CDs abgespielt, auf dem Fernseher lief das TV-Programm und Spielekonsolen waren ausschließlich zum Daddeln da. So einfach ist es heute längst nicht mehr: Vom Fernseher über den Receiver bis hin zur Stereoanlage lässt sich so gut wie alles mit dem Internet verbinden. Mit dem sogenannten Smart Entertainment werden Medieninhalte im ganzen Haus verfügbar – und sogar darüber hinaus.

Wer sich sein eigenes Home-Entertainment-System aufbauen möchte, muss sich zwischen verschiedenen Varianten entscheiden und vorab folgende Fragen beantworten: Welche Geräte sollen an das System angeschlossen sein? Wo sollen die Inhalte gespeichert werden? Welcher Standard eignet sich für die Datenübertragung? Klingt kompliziert, doch die gute Nachricht ist, dass die meisten großen Hersteller auf Flexibilität setzen: Viele Set-Top-Boxen, HiFi-Anlagen und Blu-ray-Player beherrschen mehrere Streaming-Standards und lassen sich entsprechend kombinieren. Um sich gegenseitig zu erkennen und zu verstehen, müssen sie jedoch die „gleiche Sprache“ sprechen.

Philips HTB3520G
Viele Vernetzungsmöglichkeiten dank zahlreicher Anschlüsse: die HiFi-Anlage Philips HTB3520G (Bild: Philips)

Die HiFi-Anlage – eine solide Basis

Als Zentrale für ein Entertainment-System eignet sich eine HiFi-Anlage, die Medieninhalte in die anderen Räume eines Hauses weiterleitet. Die Philips HTB3520G zum Beispiel bietet mehrere Ein- und Ausgänge, an die sich zusätzliche Geräte anschließen lassen. Einen Blu-ray-Player bringt das 5.1-Home-Entertainment-System auch schon mit. Über den rückseitigen HDMI-Ausgang lässt sich außerdem ein HD-Fernseher anschließen.

Wer eine Spielekonsole wie Playstation 4 oder eine kompatible Set-Top-Box anschließt, kann das System weiter ergänzen. So verbindet etwa die Panasonic DMR-HST130 den Fernseher mit dem Internet und gewährt Zugriff auf Apps und Video-on-Demand-Dienste. Außerdem lassen sich damit Programme aufs Tablet streamen und anschließend überall im Haus ansehen.

NAS – der Media Server für Könner

Western Digital MyCloud
Wer seine Daten auf dem Western Digital My Cloud speichert, kann auch von unterwegs darauf zugreifen. (Bild: Western Digital)
Film- und Serienfans sollten die Einrichtung eines Medienservers in Betracht ziehen. Diese Aufgabe können neben einem PC auch Konsolen wie Playstation und Xbox, aber auch sogenannte NAS (Network Attached Storages) erfüllen. Ein NAS ist ein Festplattensystem, das an das heimische Netzwerk angebunden ist. So lassen sich alle Bilder, Videos und Filme, die etwa auf dem Western Digital My Cloud abliegen, über andere mit dem gleichen Netzwerk verbundene Geräte abrufen.

Die Bedienung erfolgt entweder über eine spezielle Software, einen Internet-Browser oder Apps, die die Hersteller zur Verfügung stellen. In einigen Fällen gibt es die Möglichkeit, über das Internet auf den Server zuzugreifen. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Inhalte außerhalb des Netzwerks wiedergeben lassen. Im Urlaub kann man so zum Beispiel seine Lieblingsmusik hören, die auf dem heimischen Server gespeichert ist.

DLNA und Airplay – zwei Streaming-Standards im Profil

Neben einer einheitlichen Datenverbindung kommt es auf die richtige Verständigung zwischen den Geräten an. Nur so können sie sich im Netzwerk gegenseitig erkennen und gemeinsame Formate unterstützen. Dafür stehen verschiedene Standards zur Verfügung: Im Wohnzimmer hat sich dabei vor allem DLNA (Digital Network Alliance) als Vernetzungsstandard etabliert. Der Zusammenschluss zählt mehr als 250 Mitglieder, darunter Firmen wie Hewlett-Packard, Microsoft, Philips, Samsung und Toshiba. Der Vorteil für den Nutzer liegt auf der Hand: Beim Kauf ist er nicht auf einen Hersteller beschränkt, sondern kann nach Belieben Produkte zu seinem Entertainment-System hinzufügen – vom Fernseher bis hin zum Blu-ray-Player ist die Auswahl breit gefächert. Ein Gerät ist DLNA-fähig, wenn sich das Logo entweder am Gerät selbst oder in der Bedienungsanleitung befindet.

Apple gehört übrigens nicht zu den Unterstützern von DLNA, doch überraschen dürfte das kaum jemanden. Apple-Fans kommen dafür mit Airplay auf ihre Kosten. Diese Streaming-Methode steht auf allen iOS-Geräten ab Version 10.2 zur Verfügung. Zwar unterstützen Produkte von Bose, Denon oder JBL den Standard, wer jedoch Bilder oder Videos streamen will, kommt bei der Wahl des Empfangsgeräts um den Apfel nicht herum.

Sowohl DLNA als auch Airplay nutzen WLAN für die Datenübertragung. Doch es geht auch ohne Netzwerkverbindung: Bluetooth kam einst vor allem ins Spiel, um Smartphones und Headsets miteinander zu verbinden. Inzwischen erfreut sich die Möglichkeit zur kabellosen Datenübertragung besonders bei Lautsprecher-Anbietern einer großen Beliebtheit – und hält somit Einzug in das moderne Wohnzimmer.

(aha)

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