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Rasierer im Preisvergleich - ist teuer gleich besser?

29.07.2014 - 17:07

Viele Männer denken nicht weiter über ihren Rasierer nach. Hauptsache, er schneidet Barthaare – nur darauf kommt es an, oder? Mitnichten: Wer beim Kauf eines neuen Rasierers allzu sehr auf den Preis achtet, holt sich im schlimmsten Fall eine Höllenmaschine ins Bad, die täglich für unangenehme oder sogar schmerzhafte Erfahrungen sorgt. Ist teurer also automatisch besser?

Eine Frage, die alles andere als leicht zu beantworten ist. Denn wie bei allen Technikprodukten bieten die teuersten Spitzenmodelle unter den Rasierern meist ein buntes Sammelsurium an Funktionen, die Mann nur bedingt braucht. CHECK24 erklärt, wie die unterschiedlichen Rasierer-Typen funktionieren – und welche Sonderausstattung sich wirklich lohnt.

Blöcke und Kreise – die Wahl des Rasierer-Typs

Beim Kauf eines Rasierers steht der Nutzer zunächst vor der Entscheidung für eine der beiden gängigen Scherkopf-Technologien. Die klassischen Elektrorasierer verfügen über einen Klingenblock, der an den Gesichtskonturen entlanggeführt wir und die Barthaare durch Vibrationen des gesamten Blocks stutzt. Der Scherkopf sollte deshalb immer gegen der Bartwuchs rasieren, um ein glattes Ergebnis zu erzielen.

Rasierer mit rotierenden Scherköpfen verfügen hingegen über runde, im Dreieck angeordnete Klingen, die sich in jede Richtung an der Haut entlangführen lassen. Insgesamt arbeiten Rasierer mit rotierenden Klingen technologiebedingt meist leiser als ihre vibrierenden Kollegen. Die Entscheidung für einen der beiden Typen ist dennoch reine Geschmackssache: Beide Varianten liefern gute Ergebnisse, fühlen sich jedoch unterschiedlich an.

Teuer gegen günstig – eine Frage des Komforts

Die Preisspanne für aktuelle Elektrorasierer könnte größer kaum sein: Die preiswertesten Geräte sind bereits für unter 20 Euro erhältlich, während die Spitzenmodelle mit bis zu 300 Euro zu Buche schlagen können. Doch wofür zahlt der Nutzer bei den teureren Rasierern einen derart hohen Aufpreis? In erster Linie unterscheiden sich die Scherköpfe in ihrer Beweglichkeit: Bei günstigeren Modellen unter 50 Euro ist der Scherkopf fest und unbeweglich im Gehäuse montiert. Das führt dazu, dass Mann in der Regel mehrfach über die gleichen Stellen rasieren muss, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen – Hautreizungen sind vorprogrammiert. Häufig arbeitet auch der Motor nicht stark genug, um die Barthaare sauber abzutrennen. Dann reißt der Rasierer die Haare förmlich ab, anstatt sie zu schneiden.

Bei höherpreisigen Rasierern – egal ob rotierend oder vibrierend – sitzt der Scherkopf auf einem beweglichen Gelenk, das sich den Gesichtskonturen anpasst. Dadurch muss der Nutzer die gleichen Stellen nicht mehrfach rasieren und schont damit die Haut. Stärkere Motoren sorgen dafür, dass die Barthaare glatt abgetrennt werden und die Rasur nicht zu einer Gesichtsepilation verkommt. Daher lohnt sich der Aufpreis für die teureren Geräte besonders für Menschen mit empfindlicher Haut.

Extras und Sonderausstattung – zwischen Sinnhaftigkeit und Spielerei

Rasierer mit Kühltechnologie: Extras treiben den Preis in die Höhe. (Bild: Braun)
Letztlich wirkt sich auch die Ausstattung des Rasierers auf den Preis aus. Viele Extras sind lediglich der Bequemlichkeit des Nutzers geschuldet, andere wiederum erleichtern die Rasur um ein Vielfaches. Besonders lohnend sind dabei Modelle mit Nassbetrieb: Diese Rasierer sind wasserdicht und lassen sich auch unter der Dusche nutzen. Dadurch kombinieren sie den Komfort eines Elektrorasiers mit der Hautverträglichkeit eines Nassrasierers, ohne dabei einen großen Aufwand mit Rasierschaum betreiben zu müssen. Auch die Reinigung fällt dann leichter aus – den Rasierer einfach unter den laufenden Wasserhahn halten und fertig.

Wer trotzdem noch mit Hautreizungen nach der Rasur zu kämpfen hat, findet bei einigen Modellen die passende Sonderausstattung. Der neue Braun CoolTec CT2cc (ca. 100 Euro) etwa entspannt die Haut mit seiner aktiven Kühltechnologie: Während der Rasur kühlt er die Haut um den Scherkopf herunter und beugt damit Rötungen vor. Andere Geräte geben schon während der Rasur eine Lotion an die Haut ab, die Hautirritationen reduziert.

Automatische Reinigungsstationen hingegen sind eine deutlich zwiespältigere Angelegenheit: Einerseits erspart das Modul die umständliche Reinigung per Hand und sorgt für hygienisch saubere Scherköpfe. Andererseits benötigt die Station nach etwa 30 Reinigungsvorgängen eine neue Kartusche, die je nach Modell rund fünf Euro kostet – und entsprechend viele Abfallprodukte hinterlässt. Hier sollte jeder Nutzer selbst abwägen, ob ihm der Komfortgewinn die Mehrkosten bei der Anschaffung und die dauerhaften Folgekosten für den Nachkauf der Reinigungskartuschen wert sind.

(tki)

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