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Rasenmäher-Roboter - Spielerei oder sinnvoller Helfer?

12.05.2014 - 14:00

Noch vor einigen Jahren hätte ein Roboter, der selbstständig durch Wohnung oder Garten rollt, für verwunderte Blicke gesorgt. Mittlerweile sind Staubsauger-Roboter so ausgereift, dass sie keine Rundum-Betreuung mehr benötigen und nicht mehr sehenden Auges die Kellertreppe herabstürzen. Zunehmend werden auch Rasenroboter immer beliebter: Die Geräte mähen die Wiese vollautomatisch und laden sich sogar selbst auf.

Doch was taugt die aktuelle Generation in der Praxis? Sind die Heinzelmännchen schon auf einem ähnlich hohen Niveau wie Staubsauger-Roboter, oder kann man sie nicht ohne Betreuung auf den kostbaren Rasen loslassen? CHECK24 erklärt, was Rasenroboter können – und was nicht.

Chaos-Prinzip: So funktionieren Rasenroboter

Bevor das Gerät seine Arbeit aufnehmen kann, muss der Gartenbesitzer zunächst selbst Hand anlegen: Jeder Roboter verfügt über eine Ladestation, die gut erreichbar am Rande des Rasens aufgestellt wird. Funktioniert alles reibungslos, dann merkt der Roboter selbstständig, sobald ihm der Saft ausgeht – und fährt automatisch zum Auftanken an die Ladestation. Nach dem Aufladen mäht er weiter, ohne dass eine erneute Aktivierung nötig ist.

Mindestens genauso wichtig ist die Verlegung des Grenzkabels. Dieses Hilfsmittel soll dem Roboter im wahrsten Sinne des Wortes seine Grenzen aufzeigen. Am Rande des Rasens verlegt, erzeugt das Kabel ein elektrisches Feld, das im Idealfall verhindert, dass der Rasenroboter sein Arbeitsgebiet verlässt. Wer nun die Befürchtung hat, das Kabel würde das Gesamtbild des Rasens verschandeln, kann aufatmen – die Grashalme überwachsen das meist ohnehin grüne Kabel im Laufe der Zeit vollständig.

Sind die Vorarbeiten erledigt, kann der Mähvorgang starten. Einmal angeschaltet, fährt der Roboter den Rasen nach dem Zufallsprinzip ab und mäht dabei hochstehende Grashalme ab. Das tut er so leise, dass er Tag und Nacht selbstständig arbeiten kann. Durch die zufällige Wahl der Fahrtrichtung entstehen keine störenden Streifen – ein gleichmäßiges Mähergebnis ist die Folge.

Blumenbeet ade: ein Roboter auf Abwegen

Das klingt alles ziemlich gut – doch die Praxis sieht in vielen Fällen anders aus, wie ein aktueller Test von Stiftung Warentest zeigt. Zwei der Testkandidaten fielen durch – hauptsächlich weil ihnen die virtuelle Begrenzung der Arbeitsfläche völlig egal war. Einer der geprüften Roboter mähte gnadenlos ein ganzes Blumenbeet nieder und wäre am Ende des Dauertests beinahe in einen angrenzenden Bach gefahren.

Auch die Rückkehr zur Ladestation funktioniert nicht immer reibungslos: Ein Modell fand den Weg zum Auftanken nicht, sondern parkte mitten auf dem Rasen. Einige andere Rasenroboter hatten im Betrieb ebenfalls mit Störungen zu kämpfen und verloren hin und wieder die Orientierung. Die Nutzung in unebenen Gärten kann ebenfalls problematisch sein: Bei größeren Steigungen und tieferem Gefälle können einige Modelle kippen und mähen dadurch an diesen Stellen nicht richtig.

Die besten Modelle: ein teures Vergnügen

Angesichts dieser Schwierigkeiten im Test ist es umso wichtiger, sich für das richtige Modell zu entscheiden. Empfehlenswert ist etwa der Rasenroboter Indego von Bosch, bei Stiftung Warentest mit der Note „gut“ noch eines der besten Modelle. Nach dem etwas umständlichen Aufbau mäht der Indego zuverlässig und weitgehend störungsfrei. Allerdings hat der Spaß seinen Preis: Mit rund 1.250 Euro gehört der Bosch Indego zwar zu den günstigsten Modellen am Markt, ist aber dennoch beileibe kein Schnäppchen.

Auch der Gardena R70Li ist mit knapp 1.300 Euro entsprechend teuer, mäht jedoch in unebenem Gelände deutlich besser als der Bosch Indego. Beim Laden hat das Gerät jedoch so seine Schwierigkeiten: Die Grasnarbe vor der Ladestation beschädigte der R70Li im Test deutlich. Daher sollte die Station an einem Platz aufgestellt werden, der nicht direkt einsehbar ist. Dennoch gehört der Gardena R70Li noch zu den besseren Geräten – viele weitere sind zudem durch Sicherheitsmängel nur wenig empfehlenswert.

(tki)

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