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PlayStation 4 - das kann Sonys neue Wunderkonsole

04.04.2013 - 09:58

Ein bisschen irritiert kamen sich viele PlayStation-Fans nach der offiziellen Vorstellung der vierten Generation schon vor. Einen riesigen Aufwand hatte Sony betrieben, um am 20. Februar die neue PlayStation 4 der Öffentlichkeit vorzustellen – doch ein wichtiger Gast fehlte. Mit großem Trara war die Veranstaltung angekündigt worden, aber die Konsole selbst zeigte Sony nicht.

Zubehör und Peripherie hatte Sony zur Genüge im Gepäck: Den neuen Controller konnten Fans und Journalisten ebenso begutachten wie die aufgebohrte Variante der PlayStation-Eye-Kamera. Die Konsole selbst blieb bis zum Ende verschollen – mutmaßlich will Sony das Geheimnis um das neue Schmuckstück erst im Juni zur E3 lüften.

Die technischen Daten

Die nackten Zahlen der PlayStation 4 lassen nur wenig Raum für Überraschungen, zumal die meisten Spezifikationen bereits vorher bekannt waren. Erwartungsgemäß werkeln in der Konsole ein Achtkern-Prozessor von AMD und ein Radeon-Grafikchip. Waren Experten ursprünglich nur von vier Gigabyte Arbeitsspeicher ausgegangen, spendiert Sony nun doch die doppelte Menge.

Eine integrierte Festplatte wird es ebenfalls geben – wie groß diese jedoch ausfällt, bleibt ein Geheimnis. Daten nimmt die PlayStation 4 über ein Blu-ray-Laufwerk oder über WLAN auf. Spannend wird es auch beim Controller: Neben den klassischen Analogsticks bietet der Dualshock-4 ein Touchpad auf der Vorderseite. Damit soll der Nutzer zunächst vor allem durch die Menüs navigieren. Auch beim Spielen ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten.

Als spannendes Feature erweist sich der neue Share-Button: Auf Knopfdruck kann der Spieler damit die letzten 15 Minuten des Spielfortschritts festhalten und ins Netz hochladen, auch ein direktes Live-Streaming an Freunde soll möglich sein. Die sollen dann mit Kommentaren helfen können oder bei Bedarf den kompletten Controller übernehmen. Interessant ja – aber was die Funktion in der Praxis wirklich bringt, bleibt abzuwarten.

Der Fall 4K

Die endlosen Diskussionen sind vorbei: Entgegen anders lautender Gerüchte wird die PlayStation 4 keine Spiele in 4K-Auflösung unterstützen. Die enorme Rechenleistung, die für grafisch aufwändige Spiele in 4K benötigt würde, sei für die PlayStation 4 nicht zu stemmen, heißt es aus dem Lager von Sony. Daher laufen sämtliche Spiele auf der neuen Konsole in Full-HD.

Davon unberührt bleibt die Unterstützung von 4K-Filmen. Wie einige aktuelle Blu-ray-Player spielt das Laufwerk der PlayStation 4 Videomaterial in 4K-Auflösung ab. Allerdings müssten sich die großen Filmvertriebe nun endlich dazu durchringen, eine größere Anzahl von Filmen in 4K zu veröffentlichen. Bis dahin ist die Funktion nice to have, aber nicht mehr.

Erfolg nicht mehr vorprogrammiert?

Erneut hat Sony ein interessantes Paket für Gamer geschnürt – die Selbstverständlichkeit der früheren Versionen ist jedoch dahin. Zum Flop wird die PlayStation 4 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht werden, doch Sony spürt zunehmend die Konkurrenz durchs Mobile Gaming im Nacken.

Zwar soll sich ein Großteil der PS4-Spiele auf die portable Konsole PlayStation Vita streamen lassen, um damit auch unterwegs weiterspielen zu können – mehr als ein Gimmick ist das jedoch kaum. Viele Experten rechnen damit, dass die PlayStation 4 Sonys letzte klassische Spielekonsole sein könnte. Vieles wird von der Qualität des Spiele-Lineups abhängen – und der Bereitschaft der Gamer, den noch nicht bekanntgegebenen Preis für die PlayStation 4 zu zahlen.

(tki)

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