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Technik-Trend Phablet - Riesen-Telefone mit Tablet-Eigenschaften

17.09.2013 - 15:24

Smartphones, Tablets, Notebooks: In der Elektronikbranche sind die einzelnen Produktsparten meist klar definiert. Passt ein Gerät ausnahmsweise nicht in die vorgefertigte Einteilung, dann ist das kein größeres Problem. So erging es dem Samsung Galaxy Note im Herbst 2011 – mit einer Bildschirmdiagonale von großzügigen 5,3 Zoll war es eigentlich kein Smartphone mehr. Hersteller und Medien drückten dennoch ein Auge zu, schließlich konnte man ja damit telefonieren.

Schwierig wird es erst, wenn andere Hersteller dem Vorbild des südkoreanischen Technik-Konzerns folgen und plötzlich eine Vielzahl von Riesen-Smartphones am Markt aufschlägt, die problemlos als Tablet durchgehen würden. Dann muss ein neuer Name für die Zwischengröße her – so seltsam er letztlich auch ist.

Zwischen zwei Stühlen

Ein bisschen komisch liest es sich schon, das „Phablet“. Halb Smartphone, halb Tablet – da liegt der zusammengesetzte Begriff nahe. In der Technik-Welt ist die neue Geräteklasse derzeit in aller Munde, exakt definiert ist sie jedoch bisher nicht. Meist ist das einzige Kriterium eine Bildschirmdiagonale von mehr als fünf Zoll oder umgerechnet 12,7 Zentimeter.

Bisher kamen die Hersteller noch nicht in die Verlegenheit, eine Obergrenze definieren zu müssen: Die größten Phablets verfügen derzeit über eine Bildschirmdiagonale von 6,4 Zoll. Viel Spielraum bleibt dann jedoch ohnehin nicht mehr: Ab einer Diagonale von sieben Zoll ist die Größe eines Tablets erreicht.

Asiatische Dominanz

Die aktuelle Phablet-Generation wird fast ausschließlich in Asien produziert. Mit dem Samsung Galaxy Mega (ca. 360 Euro) und dem LG Optimus G Pro (ca. 470 Euro) kommen zwei der interessantesten Modelle aus Korea, Sony kontert mit dem Xperia Z Ultra (ca. 600 Euro). Einige weitere Nischenmodelle wie das ZTE Grand Memo (ca. 390 Euro) folgen derzeit aus China.

Auch für die nächsten Monate haben die Hersteller vorgesorgt: Mit dem Samsung Galaxy Note 3 steht bereits die dritte Generation des Ur-Phablets in den Startlöchern. Die technischen Eckdaten sind vielversprechend und dürften die Messlatte der Leistungsfähigkeit für die Konkurrenz nochmals ein Stück höher legen.

Die Frage der Sinnhaftigkeit

Ein Begriff für die neue Geräteklasse ist nun gefunden – dennoch bleibt die Frage: Wer braucht ein solches Ungetüm? Zumindest mehren sich die Stimmen, die Phablets als unpraktisch, schwer und wenig alltagstauglich bezeichnen. Ganz unrecht haben sie damit nicht, schließlich passen die Riesen-Smartphones kaum noch in die Hosentasche und sehen beim Telefonieren recht überdimensioniert aus.

Allerdings haben Phablets gleichzeitig einige echte Vorteile: Durch das größere Gehäuse bieten sie mehr Platz für einen leistungsstarken Akku, mit dem sie im Alltag meist deutlich länger durchhalten als aktuelle Oberklasse-Smartphones. Auch fürs Surfen, Videos und andere Multimedia-Funktionen erhöht das größere Display den Komfort deutlich. Daher ist die Entscheidung zwischen Smartphone und Phablet stark von den eigenen Nutzungsgewohnheiten abhängig. Die Investition lohnt sich vor allem für Nutzer, die unterwegs nicht auf Tablet-Funktionalität verzichten, aber dennoch nicht zwei separate Geräte transportieren wollen.

(tki)

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