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Oral-B Genius - Diese Zahnbürste sieht alles!

14.03.2016 - 12:28

Die Elektrische Zahnbürste ist heute viel mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand. Aktuelle Modelle sind Hightech-Geräte, die allerlei technische Raffinessen besitzen – oder wie andere sagen würden: „Schnickschnack“. Sie verfügen über verschiedene Putzprogramme, lassen sich mit dem Smartphone verbinden und liefern dabei zahlreiche Daten zum Putzverhalten und sogar Wetterinformationen. Auf dem Mobile World Congress hat Oral-B sein neues Genius-Modell vorgestellt. Und diese Zahnbürste geht noch einen Schritt weiter und fühlt Ihnen so richtig auf den Zahn.

Der geniale Zahnarzt im Badezimmer – die Smartphone-Kamera macht´s möglich


Die Genius 8000 (in Weiß) bzw. Genius 9000 (in Schwarz) teilt dem Nutzer mit, wo er schon geputzt hat und wo noch nicht. Möglich macht das eine App, die kostenlos im Store erscheinen und zeitgleich mit der Zahnbürste im Juli dieses Jahres auf den Markt kommen soll. Neben der integrierten Positionsbestimmung der Zahnbürste kommt dabei auch die Frontkamera vom Smartphone zum Einsatz.

Und so funktioniert`s: Mit Hilfe der mitgelieferten Halterung befestigt man sein Smartphone an der Wand oder am Badezimmerspiegel. Auf dem Bildschirm des Smartphones kann der Nutzer in Echtzeit ablesen, welche Bereiche
Per Bluetooth und zugehöriger App kommuniziert die Oral-B Genius mit dem Smartphone. (Bild: Oral-B)
(Quadranten) er bereits lange genug geputzt hat und auf welche er noch mehr Zeit aufwenden muss. In der Darstellung ist das Gebiss in sechs Quadranten aufgeteilt, die zusammen einen Kreis formen: Schneidezähne sowie Backenzähne links und rechts und das jeweils oben und unten. Zu Beginn des Putzvorgangs leuchten alle sechs Bereiche des Kreises blau und hellen mit voranschreitendem Putzvorgang auf. Weiße Stellen bedeuten, dass der Quadrant lange genug geputzt wurde. Der Nutzer kann also beim nächsten weitermachen. Zum Schluss wird der Putzvorgang bewertet.

Wenn man bedenkt, dass Rechtshänder „gern“ den Bereich rechts unten und Linkshänder die entsprechenden Zähne auf der linken Seite vernachlässigen, kann so eine Zahnbürste mit Positionskontrolle durchaus hilfreich sein. Ob man aber Lust hat, im Halbschlaf sein Smartphone in eine Halterung am Badezimmer zu klemmen und sich beim Zähneputzen filmen zu lassen, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Auf den Zahn genau – Datenfans kommen auf ihre Kosten

Weiße Quadranten sind schon sauber, blaue müssen noch geputzt werden. (Bild: Oral-B)
 
Die Genius schreibt alle gesammelten Putzinfos in eine Datenbank. Wer ein Nutzerkonto bei Procter & Gamble besitzt, kann diese auf der Seite des Herstellers speichern. Die App bündelt die Daten in einer langfristigen Putzstatistik. Anhand dieser können Nutzer die Entwicklung des eigenen Putzverhaltens nachvollziehen und kontrollieren.

Mit dem „SmartRing“ hat die Genius eine weitere Spielerei im Gepäck. Wer hinter dieser Bezeichnung eine große technische Errungenschaft vermutet, wird allerdings enttäuscht. Es handelt sich lediglich um einen bunt beleuchteten Plastikring, der peinliche Verwechslungen am Waschbecken vorbeugen soll. Kunden können zwischen zwölf Farben wählen. Zudem hat der Hersteller am Akku geschraubt, der jetzt bis zu 14 Tage halten soll.

Timer und Druckkontrolle


Auf Altbewährtes müssen Kunden bei der Genius natürlich nicht verzichten. Die meisten elektrischen Zahnbürsten besitzen mindestens drei verschiedene Putzprogramme, die mit der Geschwindigkeit der Drehbewegungen bzw. der Anzahl der Schwingungen einhergehen. Auch das neue Oral-B-Modell hat verschiedene Putzmodi zur Auswahl, zwischen denen es bei Bedarf automatisch wechselt. Bei zu starkem Druck schaltet sie automatisch in den Sensitiv-Modus und warnt zusätzlich mit einem Lichtsignal. Zudem wird der Druck der Bürste auf den Zahn kontrolliert und gegebenenfalls reguliert. Meist ist ein Timer dabei („Smart Guide“), sodass die Zahnbürste nach Ablauf des eingestellten Programms automatisch stoppt.

Der Ratgeber: Welche ist die richtige Zahnbürste für mich – Rotierend oder Schall?


Wer auf all die technischen Extras verzichten kann, muss sich beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste lediglich für eine der beiden Putztechniken entscheiden.

Rotierend-oszillierende Bewegungen


Bei dieser Putztechnik wird der Borstenkopf in schneller, abwechselnd drehender Rechts-Links-Bewegung von einem Elektro-Motor angetrieben. Diese Methode hat sich über die Jahre bewährt und die Modelle sind erheblich günstiger als die „beschallten“.

Die Reinigung erfolgt hier vor allem durch Druck der Bürste auf den Zahn, wodurch es zur sogenannten Abrasion von Zahnschmelz kommen kann. Außerdem ist der Bürstenverschleiß schlichtweg höher. Die Form des Bürstenkopfs ist hingegen reine Geschmackssache und wirkt sich nicht auf die Putzleistung aus. Außerdem bieten jetzt viele Hersteller auch Sets mit verschiedenen Aufsteckköpfen an.

Reinigung mit (Ultra-)Schall


Bei Schallzahnbürsten hingegen muss kaum bis gar kein Druck ausgeübt werden. Hier werden die Vibrationen durch Schallwellen (über 30.000 Schwingungen pro Minute) erzeugt. Das bedeutet, es wird nicht wörtlich mit Schall geputzt, sondern immer noch durch Vibrationen. Bei der Ultraschallzahnbürste ist die Anzahl der Schwingungen einfach um ein Vielfaches höher. Ein weiterer Unterschied zur rotierend-oszillierenden Zahnbürste ist der Bürstenkopf: Dieser besitzt die klassische Form wie bei einer Handzahnbürste.

Die Schallmethode hat den Vorteil, dass die Putzwirkung etwas höher ist und die Zwischenräume leichter gereinigt werden können. Daher empfehlen sich diese Bürsten vor allem für Menschen mit sensiblem Zahnfleisch und schwer zugänglichen Zahnzwischenräumen. Großer Nachteil der Schallvariante: Sie ist um einiges kostspieliger.

(aha/awi)

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