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Gadget-Olympiade, Teil 1: Wearables für den Triathlon

11.08.2016 - 13:50

Nach der spektakulären Eröffnungsfeier im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro sind die 31. Olympischen Spiele bereits in vollem Gange. Am Samstag den 20. August fällt auch für die deutschen Triathletinnen Anne Haug und Laura Lindemann der Startschuss für den Kampf um eine der heiß begehrten Medaillen. Dabei schlüpfen die Spitzensportlerinnen nicht nur in die Laufschuhe und schwingen sich auf ihre Drahtesel, sondern stürzen sich auch in die Fluten des Atlantiks.
 

Triathlon – drei Disziplinen, drei Herausforderungen

Der Triathlon besteht aus drei Teildisziplinen – Schwimmen, Laufen und Radfahren – bei denen jede Millisekunde zählt. Um Trainingserfolge und Entwicklungen noch effektiver zu dokumentieren und zu analysieren, tragen Sportler, ganz gleich ob Profi oder Anfänger, immer häufiger Wearables wie Pulsuhren, Smartwatches oder Fitness-Tracker.
 

Fitness-Tracker, Pulsuhren & Co. – Alleskönner oder Spezialisten?

Wir haben einige Wearables für die Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen einmal genauer unter die Lupe genommen. Während manche Geräte speziell für eine bestimmte Sportart ausgelegt sind, verfügen andere über einen so genannten Multisportmodus, welcher Sporteinheiten in unterschiedlichen Disziplinen erfasst.
 

Disziplin 1: Schwimmen

iHealth Wave
Eher fürs Hallenbad geeignet: Der Fitness-Tracker Wave von iHealth. (Bild: iHealth)
Als Erstes erfolgt der Sprung ins kalte Nass. Die Schwimmstrecke führt die olympischen Triathleten 1,5 Kilometer durch den Südatlantik an der Copacabana.

Obgleich viele Fitness-Tracker laut Herstellerangaben Wasser abweisen, sind nur wenige der aktuellen Modelle wirklich wasserfest und damit auch für die Nutzung unter Wasser geeignet. Darüber hinaus unterscheiden sie sich stark in ihrem Funktionsumfang.
 
Ein Fitness-Tracker, der speziell für das Training im Pool entwickelt wurde, ist der Wave von iHealth. Die intelligente Uhr erkennt selbständig den jeweiligen Schwimmstil wie Freistil, Brust- oder Rückenschwimmen und liefert zuverlässig Informationen zur Anzahl der Schwimmzüge, den Zügen pro Minute sowie verbrannten Kalorien. Die Steuerung erfolgt durch einfache Bewegungen, mithilfe derer Sie rasch durch die erhobenen Daten blättern können.
 
 

Darüber hinaus ist auch eine haptische Bedienung über den Touchscreen möglich. Trainingsdaten lassen sich im Anschluss via Bluetooth in die iHealth My Vitals Smartphone-App übertragen. Sie zeigt eine umfangreiche Zusammenfassung der absolvierten Trainingseinheiten an. Aufgrund fehlender GPS-Ausstattung verfügt der iHealth zwar über eine wesentlich längere Batterielaufzeit als GPS-fähige Modelle (im Schwimmmodus bis zu fünf Tage).
Garmin Forerunner 920XT
Der Garmin Forerunner 920XT ist bis zu 50 Meter wasserdicht. (Bild: Garmin)
 
Ohne Satellitenortung ist er jedoch eher für die Nutzung in der Schwimmhalle ausgelegt.

Anders der Garmin Forerunner 920XT. Wasserdicht bis zu 50 Metern, ist der Fitness-Tracker mit einem Multisportmodus (Radsport, Schwimmen, Laufen) sowie einer GPS-Funktion ausgestattet und eignet sich daher auch für das Schwimmen in offenen Gewässern. Dabei ermittelt der Tracker zuverlässig Distanz, Geschwindigkeit, Anzahl der Züge, Kalorienverbrauch und den sogenannten Swolf-Wert. Dieser wird aus der Summe von benötigter Zeit pro Bahn und der dafür verwendeten Züge ermittelt. Ferner helfen individuelle Zeit-Alarme dabei, die maximale Geschwindigkeit beizubehalten und Trainingseinheiten durchzuziehen.
 

Disziplin 2: Fahrradfahren

Moov Now
Am Fußgelenk getragen misst der Moov Now auch die Trittfrequenz. (Bild: Moov)
Für die zweite Disziplin schwingen sich die Triathleten für eine 40 Kilometer lange Strecke auf das Fahrrad, bewältigen steile Anstiege und überwinden rasante Abfahrten.  
 
Während im Radsport häufig sogenannte Fahrradcomputer zur Ermittlung von Trainingsdaten genutzt werden, verfügen auch viele der aktuelle Fitness-Tracker über praktische Messfunktionen. So auch der Moov Now. Ausgestattet mit GPS können im Fahrradmodus Routen sowie Veränderung der Geschwindigkeit in einzelnen Abschnitten genau verfolgt werden. Getragen am Fußgelenk, dokumentiert der Moov Now darüber hinaus Daten zu zurückgelegten Strecken, zur Trittfrequenz, den schnellsten Sprints oder dem höchsten erklommenen Berg.
 
Zusätzlich informieren regelmäßige Sprachansagen über die aktuelle Geschwindigkeit oder bereits zurückgelegte Strecken.
Garmin Vivoactive HR
Unabhängig vom Smartphone: Garmin Vivoactive HR. (Bild: Garmin)
Explizite Coachings helfen außerdem dabei, neue Techniken zu lernen oder im richtigen Zeitpunkt zu schalten. Um von diesen nützlichen Informationen und Tipps zu profitieren, dürfen jedoch Smartphone mitsamt zugehöriger Moov App und Kopfhörer nicht zu Hause vergessen werden.
 
Beim Vivoactive HR von Garmin können Sie das Smartphone hingegen getrost zu Hause liegen lassen. Informationen zu Distanz und Kalorienverbrauch werden bereits während der Fahrt auf dem großen Display angezeigt. Auch die Herzfrequenz wird dank intelligenter Messung über einen Sensor am Handgelenk auf dem Bildschirm des Vivoactive HR eingeblendet. So trainieren Sie stets im richtigen Pulsbereich. Zur Ermittlung von Trittfrequenz und Geschwindigkeit ist allerdings die Kopplung mit zusätzlichen, kompatiblen Sensoren notwendig. Diese können an den Tretkurbeln oder an einer der Radnaben angebracht werden um noch detailliertere Messwerte zu erhalten.
 

Disziplin 3: Laufen

Zu guter Letzt folgt ein 10.000-Meter-Lauf, der die Athleten für vier Runden auf eine 2,5 Kilometer lange Wendepunkt-Strecke entlang der Strandpromenade Avenida Atlantica führt.
TomTom Spark Cardio
Der Spark Cardio von TomTom kann Musik per Bluetooth abspielen. (Bild: Tom Tom)
 
 
Als ein idealer Begleiter für den perfekten Endspurt tritt der TomTom Spark Cardio ins Visier. Zwar macht dieser auch in den Teildisziplinen Schwimmen und Radfahren eine exzellente Figur, jedoch glänzt der Tracker besonders im Laufbereich durch eine Reihe spannender Funktionen. Neben GPS-Tracking und essentiellen Messwerten zu zurückgelegten Strecken, Tempo und Dauer, werden auch Herzfrequenzdaten über einen optischen Sensor am Handgelenk aufgezeichnet.
 
Darüber hinaus bietet der TomTom Spark Cardio die Möglichkeit, sich durch individuelle Zielsetzungen selbst herauszufordern und über seine eigenen Grenzen hinauszuwachsen. Einen weiteren Vorteil stellt zudem die Unabhängigkeit von Smartphone oder Brustgurt dar. Zudem ist der TomTom Spark Cardio mit einer Reihe verschiedenster Lauf-Apps kompatibel und ermöglicht so maximale Flexibilität. Sogar die Lieblingsmusik ist in Kombination mit kabellosen Bluetooth-Kopfhörern immer mit am Start.
 
Garmin Fenix 3
Allrounder mit kreisrundem Display: Die Garmin Fenix 3. (Bild: Garmin)
 

Abschließend werfen wir einen Blick auf die Garmin-Smartwatch Fenix 3. Als der ultimative Allrounder (Radfahren, Schwimmen, Skifahren, Golfen, Segeln und weitere Sportarten) macht die intelligente Uhr auch im Laufbereich ordentlich etwas her. Neben traditionellen Navigationshilfen wie Kompass, Barometer und Höhenmesser ist das Gerät auch mit hochmoderner Technologie für die GPS-Navigation ausgestattet. In Kombination mit einem Brustgurt analysiert die Fenix 3 den jeweiligen Laufstil und hilft durch Informationen zu Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeit die Laufeffizienz wirksam zu steigern.
 
Zusätzlich werden in Echtzeit Daten zur Schrittlänge ausgegeben und ineffiziente Bewegungen des Rumpfes (vertikale Bewegung und vertikales Verhältnis) erkannt. In Verbindung mit einem Herzfrequenzsensor können zudem physiologische Werte zur Belastung im Ruhezustand und während des Laufs oder dem Leistungszustand gemessen werden. Außerdem informieren unterschiedliche Alarme über das Absinken des Tempos, erreichte Rekordzeiten oder zurückgelegte Distanzen.
 
Auf dem großen Farbdisplay werden alle Informationen übersichtlich dargestellt und können bereits während des Trainings eingesehen werden. Die Batterielaufzeit beträgt mit aktiviertem GPS-Signal bis zu 20 Stunden. Ein Energiesparmodus für Wanderstrecken ermöglicht ein Durchhaltevermögen bis zu 50 Stunden. Bleibt das GPS deaktiviert, muss die Fenix 3 erst nach fünf Wochen erneut aufgeladen werden.

Im zweiten Teil unserer Gadget-Olympiade erfahren Sie nächste Woche, welche Smartphones sich in ihren Paradedisziplinen mit olympischem Edelmetall schmücken dürfen.

(vjw)

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