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Navi-Tipps: Staus, Blitzer und Live-Dienste

04.01.2013 - 15:10

Aktuelle Navigationsgeräte beschränken sich längst nicht mehr auf die reine Routenplanung von A nach B. Sie sind Tour-Guide, Stauexperte und Gesprächspartner zugleich, ohne dabei ihre Kernkompetenz und die Qualität der Navigation zu vernachlässigen. Einige warnen sogar vor Geschwindigkeitsmessungen – und begeben sich dabei rechtlich auf heikles Terrain.

Staumelder und Blitzerwarner sind die praktischsten Sonderfunktionen der aktuellen Navi-Generation. Während der Autofahrer mit Verkehrsinformationen auf der sicheren Seite ist, gestaltet sich die Rechtslage bei automatischen Blitzerwarnern weniger eindeutig. CHECK24 stellt die hilfreichen Zusatzfunktionen vor und zeigt, welche davon erlaubt sind – und wann Vorsicht geboten ist.

Live-Dienste: die Stauexperten

Hat die Blechlawine erst einmal zugeschlagen, gibt es in vielen Fällen kein Weiterkommen. Hochwertige Navigationsgeräte verfügen über unterschiedliche Technologien, um Meldungen über Verkehrsbehinderungen zu empfangen und rechtzeitig mit Routenanpassungen darauf zu reagieren.

Diese funktionieren in vielen Fällen jedoch nur unzureichend. Der Traffic Message Channel (TMC) etwa verlässt sich auf Verkehrsinformationen von Automobilclubs, Polizei und Radiostationen. Die Folge: Oft ist das Stauende bereits in der Ferne zu sehen, wenn die Meldung anschlägt – ein Ausweichen ist dann kaum mehr möglich.

Mit dem erweiterten TMCPro kommen zusätzliche Sensoren an Autobahnbrücken und in der Fahrbahn zum Einsatz, die den Verkehrsfluss messen sollen. Die Trefferquote liegt dadurch deutlich höher als beim klassischen TMC, die Aktualisierungsintervalle lassen die Genauigkeit jedoch wieder schwinden.

In Echtzeit melden nur Modelle mit Live-Diensten: Der bekannteste Service, HD-Traffic, etwa empfängt Verkehrsflussdaten von jedem TomTom-Navigationsgerät und jeder TomTom-App, die sich zu diesem Zeitpunkt im Einsatz befinden. Der Nutzer erhält also nicht nur aktuelle Informationen, sondern trägt mit den Daten seines Navigationsgeräts zu einem präzisen Gesamtbild bei. Einziger Nachteil: Nach Ablauf der kostenlosen Nutzungsperiode schlägt das Jahres-Abo für HD-Traffic mit knapp 30 Euro zu Buche.

Blitzerwarner: verboten oder erlaubt?

In vielen Navigationsgeräten sind die Standorte von Radarfallen auf deutschen Autobahnen hinterlegt und werden regelmäßig aktualisiert. Wer jedoch darauf zugreift, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wird der Fahrer dabei erwischt, sind 75 Euro Bußgeld fällig – und vier Punkte in der Verkehrssünderkartei. So verlockend diese Infos auch sein mögen: Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Autofahrer diese Funktion nach dem Kauf des Navigationsgeräts direkt abschalten.

Einige Schlupflöcher gibt es dennoch: Wer sich die Informationen über Radarfallen zu Hause aus dem Internet zieht und sie ausgedruckt mitführt, kann dafür nicht belangt werden. Auch die Blitzer-Meldungen im Radio dürfen empfangen werden, verboten ist lediglich die situationsbedingte Warnung kurz vor einer Geschwindigkeitsmessung.

Blitzer-Apps für das Smartphone sind zwar ebenfalls verboten – allerdings nur, wenn es sich um das griffbereite Smartphone des Fahrers handelt. Hat dagegen der Beifahrer die App auf seinem eigenen Mobiltelefon installiert, ist der Fahrer wiederum aus dem Schneider.

(tki)

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