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Neues vom Mobile World Congress - Smartphones für jeden Geldbeutel

26.02.2014 - 20:00

Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ist der wichtigste Treffpunkt der Mobilfunk-Branche. Jedes Jahr im Februar präsentieren die großen Smartphone-Hersteller ihr neues Line-up für die erste Jahreshälfte. Radikale Änderungen und zaghafte Modellpflege halten sich dabei die Waage - ebenso wie Mittel- und Oberklasse.

Während sich die Platzhirsche der Branche gegenseitig mit Spezifikationen überbieten, versuchen sich alte Bekannte wieder zu etablieren und vorausgegangene Flops vergessen zu machen. CHECK24 stellt einige der interessantesten Neuheiten des MWC im Überblick vor.

Samsung – der Kampf gegen das Plastik-Image

Am Montagabend waren alle Augen auf die Präsentation von Samsung gerichtet – und auf das Galaxy S5. Das neue Flaggschiff der Koreaner wurde sehnlichst erwartet, hinterließ jedoch bei vielen Branchenkennern einen enttäuschenden Eindruck. Zwar packt Samsung mit einem Quad-Core-Prozessor bei 2,5 Gigahertz Taktfrequenz ordentlich Power unter die Haube, bleibt aber ansonsten blass.

Das 5,1-Zoll-Display löst weiterhin mit der bekannten Full-HD-Auflösung von 1.920x1.080 Pixeln auf, und die kleinen Neuerungen wie der Fingerabdruck-Scanner sind auch nicht wirklich bahnbrechend. Das größte Problem: Auch das S5 präsentiert sich wieder im üblichen Plastik-Mantel. Damit bleibt der größte Kritikpunkt erhalten. Gerade für ein Smartphone, das zum Start vermutlich über 500 Euro kosten wird, ist das nicht mehr zeitgemäß – auch wenn Samsung bisher noch keine konkreten Preise genannt hat.

Sony – Modellpflege light

In den vergangenen Monaten erwies sich Sony als Meister der kaum spürbaren Modellpflege. Das frühere Flaggschiff Sony Xperia Z erhielt schon im September 2013 mit dem Xperia Z1 ein Facelifting, das jedoch kaum Neues brachte. Nun kündigt Sony bereits wenige Monate später das Xperia Z2 an – und wiederum hat sich zumindest äußerlich nicht viel getan.

Das wasserdichte Smartphone mit Glas-Rückseite sitzt weiterhin in einem Aluminium-Rahmen, wenn auch mit einem etwas größeren Display. Lediglich beim Prozessor und dem Arbeitsspeicher hat Sony draufgepackt, aber braucht es dafür wirklich ein weiteres Modell? Spannender ist da eher das neu vorgestellte Xperia M2, quasi eine abgespeckte Version des Z2: Mit 4,8-Zoll-Display und insgesamt etwas schwächeren Spezifikationen soll das Mittelklasse-Smartphone im zweiten Quartal für 279 Euro erscheinen.

HTC & Blackberry – zurück in die Erfolgsspur?

An der Qualität der Produkte lag es wohl bisher nicht, dass HTC nicht den gewünschten Erfolg einfahren konnte und in finanzielle Schieflage geriet. Mit dem Spitzenmodell HTC One hat das Unternehmen aus Taiwan eines der besten Geräte 2013 im Programm – und doch wollte es nicht rund laufen. Das Desire 610 und das Desire 816 sollen das ändern: Ersteres bewegt sich mit einem Verkaufspreis von knapp 300 Euro in der Mittelklasse, während das Desire 816 mit 5,5-Zoll-Bildschirm in der Oberklasse angesiedelt ist. Ob beide den gewünschten Aufwärtstrend einleiten können, bleibt abzuwarten.

Auch Blackberry ging es im vergangenen Jahr nicht besonders gut – und so muss wiederum ein Neustart her. Das Blackberry Q20 mit der typischen mechanischen Tastatur und das günstige Z3 sollen neue Märkte erschließen. Während das Q20 in erster Linie alteingesessene Blackberry-Fans zufriedenstellen dürfte, ist das Z3 mit einem Einstiegspreis von unter 200 US-Dollar gezielt für Einsteiger ausgelegt. In Bezug auf die technischen Daten hält sich Blackberry ebenso bedeckt wie zu den Veröffentlichungsterminen. Einzige Info: Das Blackberry Z3 soll zunächst nur in Indonesien angeboten werden.

Die Konkurrenz – Experimente, Monster und gespaltene Persönlichkeiten

Auch die übrigen Hersteller zeigen beim MWC eine bunte Mischung aus neuen Produkten – die einen mehr, die anderen weniger interessant. LG bleibt seiner bisherigen Linie treu und zeigt mit dem G Pro 2 und dem G2 mini zwei neue Modelle aus der hauseigenen Oberklasse-Reihe. Auch die L-Serie für Einsteiger und preisbewusste Smartphone-Nutzer wird mit gleich drei weiteren Modellen ausgebaut. Dadurch bleibt LG aktuell, ohne jedoch wirklich zu überraschen.

Alcatel versucht indes, am Smartphone-Markt endgültig Fuß zu fassen und probiert sich mit dem Alcatel Fire E und dem Fire S am neuen mobilen Firefox-Betriebssystem. Um das Risiko zu minimieren, haben die Franzosen auch ein neues Android-Smartphone im Portfolio, das jedoch mit einer Bildschirmdiagonale von sechs Zoll ebenfalls wenig massentauglich erscheint. Die ersten Tests werden zeigen, ob die Taktik aufgeht.

Die chinesischen Senkrechtstarter von Huawei bauen weiterhin hochwertige Smartphones zu günstigen Preisen, zeigen jedoch auf dem MWC eher nischenlastige Modelle: Das MediaPad X1 7.0 ist ein 7-Zoll-Tablet, das sich durch seine kompakten Ausmaße wunderbar zum Telefonieren eignen soll. Dumm nur, dass es dennoch reichlich sperrig bleibt. Auch das neuen Dual-Sim-Smartphone Ascend G750 dürfte nur eine eng gefasste Zielgruppe ansprechen – schließlich braucht nicht jeder Mensch zwei Sim-Karten in seinem Smartphone.

(tki)

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