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Laserdrucker-Tipps - Farben, Feinpartikel und Einwegdrucker

17.04.2014 - 14:00

Lange Zeit waren Laserdrucker für den Hausgebrauch kaum geeignet. Schwindelerregend hohe Anschaffungspreise besonders bei Farbdruckern schreckten potenzielle Käufer bereits im Vorfeld ab, zumal sich die günstigeren Druckpreise bei wenigen Seiten pro Woche selbst nach Jahren nicht rechneten. Mittlerweile sind aktuelle Modelle in erträgliche Preisregionen gefallen – und werden dadurch schlagartig wieder interessant.

Allerdings sollte sich der Nutzer vor dem Kauf ausführlich über die verschiedenen Geräte informieren: Viele aktuelle Farblaserdrucker haben mit Problemen zu kämpfen, die weit über die Kostenfrage oder schwache Druckqualität hinausgehen – und die sich nach dem Kauf nicht mehr lösen lassen. CHECK24 zeigt, worauf es ankommt.

Angriff der Ultra-Feinpartikel

Jeder Laserdrucker stößt während des Druckvorgangs sogenannte Ultra-Feinpartikel aus. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Schadstoffe handeln – allerdings können darin höhere Mengen von Benzol, Weichmachern und anderen potenziell gesundheitsschädlichen Verbindungen enthalten sein. Durch ihre winzigen Ausmaße gelangen diese Stoffe besonders leicht bis in die Lunge und können im schlimmsten Fall schwerwiegende Krankheiten oder allergische Reaktionen auslösen.

Dennoch sind bisher keine verbindlichen Obergrenzen festgelegt, wie viele Ultra-Feinpartikel der Drucker von sich geben darf. Die einzige Orientierungshilfe für Verbraucher ist das Umweltlabel „Der Blaue Engel“: Dafür können Hersteller ihre Geräte auf freiwilliger Basis zertifizieren lassen, wobei das Prüfverfahren auch den Ausstoß von Feinpartikeln berücksichtigt. Um sich für das Label zu qualifizieren, muss der Laserdrucker bei einem zehnminütigen Druckvorgang unter der Grenze von 350 Milliarden Partikeln bleiben.

Dass längst nicht alle aktuellen Drucker diese Grenzwerte einhalten, zeigt etwa ein Test von Computer Bild: Dort überschritt die Hälfte der Testkandidaten die vorgegebene Menge, teilweise um knapp das Dreifache. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, dass der Partikel-Ausstoß des neuen Druckers in erträglichem Rahmen bleibt, sollte beim Kauf nach dem blauen Umweltzeichen Ausschau halten – viele aktuelle Laserdrucker aus dem Jahr 2014 sind bereits damit gekennzeichnet.

Einwegdrucker zum Wegwerfen

Der Laserdrucker ist eine einmalige Anschaffung – oder sollte es zumindest sein. Steht das Gerät einmal zu Hause oder im Büro, muss der Nutzer in der Regel nur noch das Verbrauchsmaterial in Form von Tonern und Papier nachkaufen. Doch in den letzten Monaten zeichnet sich eine bedenkliche Entwicklung ab, die den normalen Lebenszyklus eines Druckers ad absurdum führt.

Ein Beispiel dafür ist der Ricoh Aficio SP C240DN: Das Gerät selbst kostet derzeit knapp unter 80 Euro und wird mit einem Starter-Toner ausgeliefert, genug für rund 3.000 Seiten. Danach will Ricoh für eine Original-Kartusche stattliche 245 Euro haben. Damit bedruckt der C240DN zwar mehr als doppelt so viele Seiten – aber dass die Rechnung nicht aufgeht, ist offensichtlich.

Für den Preis eines Ersatztoners könnte der Nutzer im Zweifelsfall mehr als drei ganze Drucker kaufen – und würde sogar noch mit höheren Seitenzahlen belohnt. Ein bedenkliches Signal an die Umwelt, dass die ökonomisch lohnenswerteste Entscheidung gleichzeitig die ökologisch schlechteste ist. Deshalb sollte sich der Nutzer beim Kauf eher für ein etwas teureres Modell mit anschließend günstigeren Tonern entscheiden, um diesem Trend entgegenzuwirken.

(tki)

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