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Das kleine Kuriositätenkabinett der Tablets

17.01.2013 - 19:00

So langsam scheint sich der Tablet-Markt einzupendeln: Die Überraschungen halten sich bei den Neuheiten der letzten Monate in Grenzen, der Spielraum für Innovationen nimmt stetig ab. Doch hin und wieder kommt ein Hersteller mit einem Tablet um die Ecke, das die Welt nur bedingt braucht.

Diese Kuriositäten wurden entweder abseits aller realen Anwenderszenarien entwickelt, oder so massiv auf günstig getrimmt, dass die fertige Version mit einem Tablet nicht mehr viel zu tun hat. Gezwungen innovativ oder schlichtweg billig – beides führt in der Regel zu seltsamen Ergebnissen.

Lenovo IdeaCentre Horizon – das Tablet der Titanen

Mit seinen herkömmlichen Tablets konnte Lenovo in Deutschland nicht so recht Fuß fassen. Auf der Technikmesse CES in Las Vegas stellt der chinesische Hersteller nun ein Tablet vor, das eindrucksvoll demonstriert, warum man nicht krampfhaft nach neuen Ideen suchen sollte.

Das Lenovo IdeaCentre Horizon ist das erste Tablet mit 27 Zoll (sic!) Bildschirmdiagonale. Damit hat das acht Kilogramm schwere Gerät die perfekte Größe für die Pranken eines ausgewachsenen Silberrückens – menschliche Nutzer dürften es wohl hauptsächlich stationär einsetzen. Um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, bezeichnet Lenovo sein Monstrum vorsichtshalber als „Table PC“ – am zweifelhaften Nutzen des riesenhaften Geräts ändert das jedoch wenig.

Seine Daseinsberechtigung hat das Lenovo IdeaCentre Horizon als Multimedia-PC fürs Wohnzimmer. Per Standfuß lässt sich der Touchscreen für Videotelefonie aufrichten, während er flach auf dem Tisch liegend zu einem virtuellen Spielbrett wird. Ob das nun 1.300 Euro wert ist, liegt im Auge des Betrachters.

Pearl Touchlet 7“ X7Gs – das teure Serviertablett

Mit dem Nexus 7 hat Google das Preisniveau für hochwertige Tablets massiv gesenkt – und wildert damit in den Gefilden von Discount-Anbietern wie dem Versandhändler Pearl. Der ist mit dem Touchlet 7“ X7Gs ein 7-Zoll-Gerät für 149,99 Euro am Start – und ist damit ein gutes Stück günstiger als Googles Vorzeige-Tablet.

Wer jedoch bei diesem günstigen Preis schwach wird und sich das Touchlet nach Hause holt, den erwartet der blanke Horror: Billige Verarbeitung, gruselige Performance und ein Display aus der Steinzeit ersticken jede Freude am neuen Tablet im Keim. Immerhin ist es relativ stabil, sodass sich das Brettchen hervorragend zum Servieren von Getränken eignet - mehr jedoch leider auch nicht.

Beim Blick auf die Konkurrenz wird die grobkörnige Ruckel-Parade sogar noch unattraktiver: Das Google Nexus 7 kostet in der günstigsten Variante nur rund 50 Euro mehr. Sogar das erste Kindle Fire von Amazon für 159 Euro arbeitet um Längen schneller – und eliminiert damit den letzten Rest einer Zielgruppe für das Pearl Touchlet 7“ X7Gs.

(tki)

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