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Highlights der E3 2016: Fortsetzung folgt … in Open Worlds und Virtual Realitys

22.06.2016 - 09:43

Vom 14. bis 16. Juni präsentierte die Videospiel-Industrie der Fachpresse im Rahmen der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles ihre neuesten Spiele. Traditionsgemäß ging es bereits ein paar Tage früher mit den Pressekonferenzen los, auf denen bereits ein Großteil der Spiele angekündigt worden sind. Die neuen Trends erfahren Sie im Folgenden.
 

Fortsetzungen – wie immer

Wenn ein Spiel ein erstes Mal funktioniert hat, wird es das auch ein zweites Mal. Diese ungeschriebene Regel der Games-Industrie hat sich auf der E3 2016 erneut bewahrheitet: Neben vielen frischen Spielideen und -konzepten sind Fortsetzungen weiterhin beliebt.
FIFA 17 Story Mode
Als Alex Hunter tritt der Spieler in der englischen Premier League an. (Bild: Electronic Arts)


Electronic Arts präsentierte wie jedes Jahr seine neue Fußballsimulation FIFA 17. Am eigentlichen Spiel bleibt bis auf überarbeitete Standards und verbessertem Körpereinsatz vieles beim Alten. Das Spiel kommt jedoch mit einer interessanten Neuerung daher: Im Story-Modus The Journey schlüpft der Spieler in die Haut des fiktiven Kickers Alex Hunter, dessen Karriere vom Neuling bis zum Star nachgespielt wird; komplett mit Erfolgen, Niederlagen und allem, was zu einer packenden Geschichte dazugehört.

Titanfall 2 bietet nicht nur rasante Schlachten gegen andere Spieler zu Fuß und an Bord von riesigen Mechs (genannt Titans), sondern erstmals auch eine Offline-Story-Kampagne.

Ebenfalls geballert wird in Battlefield 1, welches das Schlachtfeld in einen mit künstlerischen Freiheiten gestalteten Ersten Weltkrieg verlagert und durch komplett zerstörbare Level immer neue Taktiken und Herangehensweisen erfordert.

In Call of Duty: Infinite Warfare geht es hinaus in den Weltraum, der Spieler bewegt sich an der Außenseite von Raumstationen entlang und setzt sich ans Steuer eines Raumjägers. Strategie-Experten bekommen mit Halo Wars 2 neues Futter. In Pokémon Sonne und Pokémon Mond warten erneut zahlreiche Pokémon darauf gefangen zu werden.
 

Fortsetzungen – mal anders

Eine Fortsetzung kann aber auch ganz neue Wege gehen. Sony beispielsweise nimmt mit dem nächsten God of War Abstand von schnellen Kämpfen gegen Horden von Gegnern. Man setzt stattdessen auf intensive Auseinandersetzungen mit gut abgestimmten Angriffen und Ausweichmanövern gegen einzelne Feinde.

Auch Resident Evil 7 präsentierte sich auf der E3 2016 in völlig neuem Gewand. Im gezeigten Spielabschnitt wird ein verlassenes Haus in der Ich-Ansicht erkundet und nach Hinweisen durchsucht – Schreckmomente eingeschlossen. Der vorgestellte Level soll zwar nicht im fertigen Spiel auftauchen, die Marschrichtung jedoch ist klar: Es geht wieder in Richtung Horror, weg von der Action-Schiene.
 
Zelda Open World
Die Welt im neuen Zelda ist riesig und komplett frei erkundbar.
(Bild: Nintendo)

Bei Nintendo wagt man sich mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild für Wii U in Open-World-Gefilde, in denen der Spieler nicht mehr länger bei der Hand gehalten wird und selbst entscheiden kann, was er tun möchte und wo es als nächstes hingeht. Einhundert Dungeons warten darauf, vom Spieler erkundet zu werden; frische Lebensenergie gibt es nicht mehr durch herumliegende Herzen, sondern durchs Verspeisen von Äpfeln, Pilzen und Selbstgekochtem.
 

Open World

Der Trend zu großen Welten mit freien Entscheidungsmöglichkeiten hält ungebrochen an. Das bereits angesprochene God of War beispielsweise wird ebenfalls in einer Open World stattfinden. In Ghost Recon: Wildlands bewegt sich die namensgebende Spezialeinheit durch elf Gebiete Boliviens, um Stützpunkte eines Kartells auszuschalten. Mit diversen Fahrzeugen geht es zur nächsten Mission, die weitläufige Umgebung erlaubt ein freies Vorgehen während einer Mission. Dabei bilden die Stützpunkte quasi die einzelnen Levels.

So ähnlich geht auch Days Gone (exklusiv für Xbox One und Windows 10) vor. In einer von Zombie-ähnlichen Kreaturen bevölkerten, frei erkundbaren Welt brettert man auf seinem Motorrad über die Straßen und sucht Ersatzteile und anderes zum Überleben. Bestimmte Areale hetzen Monsterhorden auf den Spieler und sind so aufgebaut, dass er über verschiedene Wege Reißaus nehmen und sich dem Ansturm erwehren kann.

In Watchdogs 2 übernimmt der Spieler erneut die Rolle eines Hackers und richtet im umfangreich vernetzten San Francisco Unheil an. So lässt er fremde Handys als Ablenkungsmaßnahme klingeln, schaltet Verfolger mit einem gehackten Auto aus oder öffnet verschlossene Türen mithilfe der elektronischen Türschlösser.
 

Virtual Reality

Sony PlaystationVR
PlayStation VR steht für bessere Immersion in Spielwelten. (Bild: Sony)
Mit einer Reihe von interessanten Ankündigungen wurde im Laufe der E3 die Virtual-Reality-Brille PlayStation VR von Sony schmackhaft gemacht. So wird es für das 399 Euro teure Headset ein VR-Spiel aus der Batman-Reihe geben, das wohl im Arkham-Universum angesiedelt sein soll.

In einer speziellen VR-Mission für Star Wars Battlefront fliegt der Spieler einen X-Wing. Final Fantasy XV lässt uns in einer speziell für PlayStation VR designten Mission als Pistolenschütze auf ein Riesenmonster ballern, während der Rest des Teams den Nahkampf übernimmt.

Der Publisher Bethesda ließ Pressevertreter das neue Doom in virtueller Realität austesten, Fallout 4 soll komplett mit PlayStation VR spielbar werden. Das kommende Resident Evil 7 soll ebenfalls seine volle Wirkung in Virtual Reality entfalten.

Um noch mehr Knarren gehts in Serious Sam VR: Erneut rennen dem Spieler von allen Seiten Massen an Gegnern entgegen, die dieser mit gut gezielten Treffern ins Jenseits schicken muss. Das Spiel erscheint allerdings erst einmal nur für die Oculus Rift.
 

Filmreif

Virtual Reality soll die Spieler noch tiefer in Spiele eintauchen lassen. Einen etwas anderen Ansatz verfolgen hingegen Games, die dies über filmreife Inszenierungen erreichen möchten. Das bereits erwähnte God of War, aber auch Horizon: Zero Dawn tun dies, indem die Welten lebendiger werden und auf die Aktionen des Spielers reagieren.

Die Roboter-Dinosaurier aus Horizon jagen sich dann auch mal gegenseitig, die Charaktere gehen auf Ereignisse ein und sprechen ihre Gedanken laut aus oder unterhalten sich mit anderen Figuren. Auf diese Weise erfährt der Spieler auch von der nächsten Aufgabe.

Ein Film zum Selberspielen wird Detroit: Become Human. Darin übernimmt der Spieler die Rollen diverser Androiden, jede Entscheidung in der Geschichte beeinflusst deren Verlauf und Ereignisse. Die Wahlmöglichkeiten werden dabei unter anderem davon abhängig sein, wie präzise ein Tatort untersucht wurde.

Mit The Walking Dead: Season 3 kehren die Zombies auf den Fernseher zurück. Auch hier müssen Entscheidungen getroffen werden, die Einflüsse auf den weiteren Spielverlauf haben.
 

Zombies

Dead Rising 4 Zombie Selfie
Auch in der Zombie-Apokalypse sind Selfies trendy. (Bild: Microsoft, Capcom)
Die Untoten treten aber nicht nur in der neuen Spiele-Staffel von The Walking Dead auf. Bereits erwähnt wurde Days Gone, das den Spieler mit Massen von Gegnern konfrontiert. Das tut auch Dead Rising 4, allerdings geht es darin deutlich fröhlicher zur Sache.

Mit allerlei selbstgebauten und kuriosen Waffen kämpft man sich darin durch Horden von Untoten. Eine feuerspeiende Triceratops-Maske ist genauso mit dabei wie eine Armbrust, die Zuckerstangen verschießt.

In State of Decay 2 wird es dann wieder ernst. Als Überlebender muss sich der Spieler Zombies erwehren und mithilfe von gefundenen Gegenständen und Ressourcen alles daransetzen, zu überleben. Doch er ist nicht allein, denn andere Figuren schließen sich an, jede mit eigenen Fähigkeiten und Bedürfnissen.

Wer stirbt, ist für die Gemeinschaft für immer verloren. Ein Basis-Bau vertieft die strategischen Möglichkeiten, um sich vor den Untoten zu schützen, im Vier-Spieler-Koop überwacht jeder Spieler seine eigene Gruppe von Überlebenden. Ein sehr interessanter Genre-Mix aus Survival-, Strategie- und Management-Elementen. Zombies inklusive.
 

Fazit

Die E3 2016 war vollgepackt mit neuen Spielen und frischen Gameplay-Szenen aus bereits bekannten Titeln. Auf der Software-Seite konnte die Messe daher vollständig überzeugen. An der Hardware-Front sah es leider nicht so rosig aus, da sich lediglich Microsoft traute, neue Konsolen anzukündigen. Mit der Xbox One S erwartet uns ab diesem August eine kleinere Microsoft-Konsole mit Ultra-HD-Laufwerk. Die Xbox Scorpio (geplanter Release Weihnachten 2017) soll die leistungsstärkste Spielekonsole überhaupt werden und sich für Gaming in 4K-Auflösung eignen. Sony und Nintendo dagegen ließen sich mit ihren neuen Konsolen leider nicht in Los Angeles blicken.
 
(pha)

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