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Herbst-Highlights, Teil 2: Neue Digitalkameras von Panasonic, Olympus, Fujifilm und Co.

19.10.2016 - 15:00

Im ersten Teil unseres Kamera-Überblicks stellten wir Ihnen die Photokina-Neuheiten von Canon, Nikon und Sony vor. Welche Digitalkameras Panasonic, Olympus und Fujifilm vorstellten, auf welchen Markt sich Luxus-Hersteller Leica wagt und womit ein Newcomer in den Kölner Messehallen für Aufsehen sorgte, erfahren Sie im zweiten Teil unseres Digitalkamera-Specials.
 

Panasonic: Weiterentwicklungen und ein spannender Ausblick

Panasonic Lumix DMC-G81
Die spiegellose Systemkamera Lumix DMC-G81 positioniert Panasonic in der Mittelklasse. (Bild: Panasonic)
Den Nachfolger der ersten Bridgekamera mit 4K-Videofunktion, der Lumix DMC-FZ1000, gab es am Stand von Panasonic zu sehen. Die 1.250 Euro teure Panasonic Lumix DMC-FZ2000 besitzt erneut einen 1-Zoll-Sensor mit 20,1 Megapixel Auflösung. Neu ist das 20-fach Zoom-Objektiv mit einem KB-Brennweitenbereich von 24 bis 480 Millimetern und einer Lichtstärke von f/2,8 bis 4,5.

Mit der Lumix DMC-LX15 bringt Panasonic eine Edelkompaktkamera für rund 700 Euro auf den Markt. Der Bildsensor ist identisch mit dem der FZ2000, ebenso gleichen sich die 4K-Videofunktionen und der Hybrid-Autofokus mit 49 Messpunkten. Ein elektronischer Sucher fehlt der LX15, ebenso verfügt sie über keinen Blitzschuh.

Im Segment der spiegellosen Systemkameras (DSLM) entwickelt Panasonic die Lumix DMC-G70 aus dem vergangenen Jahr weiter zur Lumix DMC-G81. Die Neue besitzt nun einen eingebauten Bildstabilisator auf Sensor-Basis und arbeitet zusammen mit optisch stabilisierten Objektiven, um einen hybriden 5-Achsen-Verwackelungsschutz zu gewährleisten.
 
Panasonic Lumix DMC-GH5 Teaser
Die GH5 soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen und in 6K-Auflösung filmen können. (Bild: Panasonic)

Last but not least gab Panasonic einen ersten Ausblick auf die Lumix DMC-GH5. Der Nachfolger der vor allem bei Videografen beliebten 4K-Systemkamera Lumix DMC-GH4 soll mit ihrem 18-Megapixel-Sensor 6K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen können. Das Erscheinungsdatum liegt Panasonic zufolge „im ersten Halbjahr 2017“.
 

Olympus: Neues Spitzenmodell für Filmer

Olympus OM-D E-M1 Mark II
Mit dem Top-Modell OM-D E-M1 Mark II richtet sich Olympus auch an anspruchsvolle Filmer. (Bild: Olympus)
Neben Panasonic nutzt auch Olympus den herstellerübergreifenden Objektiv- und Zubehör-Standard Micro Four Thirds. Mit der OM-D E-M1 Mark II stellten die Japaner die Neuauflage ihres Spitzenmodells auf der Photokina vor. Der Bildsensor mit 20 Megapixel Auflösung soll dem Hersteller zufolge einen größeren Dynamikumfang liefern und hat als Neuheit einen zackigen Phasendetektions-Autofokus mit 121 Kreuzsensoren integriert.

Der Sensor-Chip ist zudem auf fünf Achsen stabilisiert, um mit optisch balancierten Objektiven einen effektiven Hybrid-Bildstabilisator zu bilden. Die Olympus OM-D E-M1 Mark II zeichnet Videos nun in 4K-Auflösung (DCI und UHD) auf. Zusammen mit dem Mikrofoneingang, der 3,5-mm-Klinkenbuchse und dem zweiten SD-Kartenschacht richtet sich Olympus mit seinem Spitzenmodell an ambitionierte Filmer. Die gegen Umwelteinflüsse geschützte OM-D E-M1 Mark II soll laut Olympus noch dieses Jahr verkauft werden. Das genaue Datum und der Preis sind bisher unbekannt.
 

Fujifilm: Retrolook und neues Mittelformatsystem

Fujifilm GFX 50 S
Eine Mittelformatkamera ohne Klappspiegel hat es vor der Fujifilm GFX 50 S nicht gegeben. (Bild: Fujifilm)
An Einsteiger richtet sich Fujifilm mit der X-A3. Die spiegellose Systemkamera im Messsucherkamera-Design besteht aus einem Aluminium-Chassis mit Kunstleder-Überzug –  ist also äußerlich ganz auf Retro getrimmt. Es steckt jedoch zeitgemäße Technik dahinter. Der Bildsensor im APS-C-Format löst mit 24 Megapixeln auf. Bis zu sechs Serienbilder in voller Auflösung pro Sekunde schafft sie in Folge und der Kontrast-Autofokus verspricht mit 77 Messfeldern flottes und präzises Scharfstellen. Die Fujifilm X-A3 ist bereit erhältlich und kostet 650 Euro.

Ganz neue Wege geht Fujifilm mit der GFX 50 S. Der Hersteller kündigt mit der GF-Kamera ein neues spiegelloses System neben der X-Reihe an. Herzstück der GFX 50 S ist der riesige Mittelformatsensor (43,8 mal 32,9 Millimeter) mit 51,4 Megapixeln. Der Chip soll besonders detailreiche Bilder liefern. Der optionale, schwenkbare elektronische Sucher im Camcorder-Stil ist abnehmbar. Zielgruppe der Fujifilm GFX 50 S ist klar das Profisegment, in dem auch die Mittelformat-Spiegelreflexkamera Pentax 645Z angesiedelt ist (ab 8.000 Euro). Entsprechend hoch könnte der Preis ausfallen, wenn die GFX 50 S im Laufe des kommenden Frühjahrs auf den Markt kommt.
 

Leica: Sofortbildkamera für gut betuchte Hipster

Fotografieren mit Sofortbildkameras scheint im Trend zu liegen. Das in der Vergangenheit vor allem von Polaroid dominierte Segment besetzt heute verstärkt Fujifilm mit seiner Instax-Reihe. Der deutsche Luxus-Fabrikant Leica springt mit auf den Zug und präsentierte auf der Photokina die – nomen est omen – Sofort.  
 
Leica Sofort
Die Leica Sofort ist in den Farben Weiß, Mint und Orange erhältlich. (Bild: Leica)

Die Kamera mit integriertem Fotodrucker besitzt ein Festbrennweiten-Objektiv mit 34 Millimeter (entsprechen Kleinbild) mit Lichtstärke f/12,7. Durch einen optischen Sucher mit Makro-Modus behält der Fotograf das Motiv im Blick und kann bei Bedarf den eingebauten Blitz aktivieren. Ein Spiegel auf der Vorderseite soll Selfies erleichtern. Mit verschiedenen Szenen-Voreinstellungen und Belichtungsprogrammen ergeben sich kreative Gestaltungsmöglichkeiten.

Ab November 2016 soll die Leica Sofort für 280 Euro in den Handel kommen. Passende Farbfilme kosten im Zehnerpack 12 Euro, Schwarz-Weiß-Filme 14 Euro.
 

Yi Technology M1: Die Preis-Sensation aus China?

Für eine Überraschung auf der Photokina sorgte Yi Technology mit der spiegellosen Systemkamera M1. Die Marke steht dem chinesischen Hersteller Xiaomi nahe, der in seiner Heimat eine Größe im Bereich Smartphones ist und mit seinen Wearables zunehmend auch in Europa ein Begriff ist.
 
Yi Technology M1
Die Yi Technology M1 versteht sich mit Objektiven aus dem Micro-Four-Thirds-System. (Bild: Yi Technology)
 

Die Yi Technology M1 sieht äußerlich aus wie eine Mischung aus der Sony Alpha 6000 und einer Leica T – nicht zuletzt aufgrund des kleinen, roten Marken-Logos. Kernstück der M1 ist ein Sony-Bildwandler mit 20 Megapixeln.

Das Besondere: Es handelt sich um einen Sensor im Micro-Four-Thirds-Format (MFT, 17,3 mal 13,0 Millimeter). Zusammen mit dem Objektivbajonett, ebenfalls nach MFT-Standard konstruiert, bietet sich somit von Anfang an eine breite Objektiv- und Zubehörpalette für die Yi Technology M1. Ein Standardzoom-Objektiv und eine lichtstarke Festbrennweite präsentierte Yi Technology zusammen mit der M1.

Die mit WLAN- und Bluetooth-Schnittstellen ausgestattete Systemkamera setzt voll auf die Verbindung mit dem Smartphone, an dem sich die Touchscreen-Bedienung der Kamera deutlich orientiert. Die M1 ist in den USA bereits für 500 US-Dollar (für das Kameragehäuse) erhältlich. Ein Deutschland-Start hat Yi Technology bisher noch nicht bestätigt.



(ksc)
 

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