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Herbst-Highlights, Teil 1: Die neuen Digitalkameras von Canon, Nikon und Sony

14.10.2016 - 09:43

Im September fand in Köln wieder die Photokina statt, die größte Messe rund um Fotografie. Der Trend zu höherwertigen Fotoapparaten geht weiter und auch 360-Grad-Kameras für Virtual-Reality-Aufnahmen waren erneut zu sehen. Im ersten Teil unseres Messe-Reports zeigen wir Ihnen die spannendsten Neuvorstellungen von Canon, Nikon und Sony. Sie erfahren außerdem, welcher Kamerahersteller in den Drohnenmarkt einsteigt.

Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom fotografieren in Deutschland mehr Menschen mit dem Smartphone als mit einer Digitalkamera. Kein Wunder, denn die Kameras von Samsung Galaxy S7, Apple iPhone 7 und Co. sind durchaus im Stande, eine bessere Bildqualität als so manche Kompaktkamera zu liefern. Daher: Wenn schon eine Digitalkamera, dann aber richtig (gut).

So entscheiden sich Verbraucher oft gleich für eine hochwertigere System- oder Spiegelreflexkamera. Sie soll gegenüber der Immer-dabei-Knipse im Smartphone vor allem auf Reisen oder besonderen Anlässen eine bessere Bildqualität und mehr Möglichkeiten bieten.
 

Canon: Modellpflege im Profibereich, Spiegellose endlich mit Sucher

Canon überarbeitet seine Profi-Spiegelreflex EOS 5D Mark III. Der neue Vollformat-Sensor der EOS 5D Mark IV löst nun mit 30,1 Megapixeln auf. Zudem ist der Bildwandler mit der Dual Pixel CMOS-Autofokus-Technologie bestückt, die durch integrierte Phasendetektion selbst mit hochgeklapptem Spiegel im Live-View-Modus schnell und präzise scharfstellen kann. Canon verlangt für die EOS 5D Mark IV gut 4.000 Euro.
 
Canon EOS M5 Systemkamera
Der elektronische Sucher verpasst der spiegellosen Systemkamera Canon EOS M5 einen Höcker (Bild: Canon)

Die spiegellosen Systemkameras der EOS-M-Reihe schien Canon stets etwas stiefmütterlich zu behandeln. So konnte etwa die Canon EOS M3 technisch nie wirklich mit der direkten Konkurrenz von Sony oder Panasonic mithalten. Die Canon EOS M5 soll dies nun ändern: Die wichtigste Neuerung ist der integrierte OLED-Sucher, mit dem die Motivkontrolle besser klappt als mit dem – nun schwenkbaren – Touch-Display.

Auf dem von der EOS 80D übernommenen APS-C-Sensor mit 24 Megapixeln Auflösung und Dual-Pixel-Autofokus sitzen 45 Phasenvergleichs-Messfelder, die die Scharfstellung endlich auf DSLR-Niveau beschleunigen sollen. Die Canon EOS M5 kommt im November auf den Markt und soll rund 1.130 Euro kosten.
 

Nikon: Neues Einsteigermodell und Actioncam-Trio

Als Nachfolgerin der Einsteiger-Spiegelreflexkamera Nikon D3300 stellten die Japaner in Köln die Nikon D3400 vor. Es handelt sich hierbei eher um eine behutsame Modellpflege: Lediglich die drahtlose Datenübertragung per SnapBridge und eine längere Akkulebensdauer sind dazu gekommen. Dafür fällt jedoch der Anschluss für ein externes Mikrofon weg. Die D3400 kostet ohne Objektiv 500 Euro.

Spannender ist da Nikons Premiere im Segment der Action-Kameras. Der Hersteller startet mit gleich drei Modellen: der KeyMission 360, KeyMission 170 und KeyMission 80. Die erstgenannte besitzt zwei ultraweitwinklige Objektive (8,7 mm KB, f/2) und kann somit 360-Grad-Bilder mit bis zu 30 Megapixeln oder Rundum-Videos in 4K-Auflösung aufzeichnen. Die KeyMission 170 ist eine konventionelle Action-Cam mit namensgebendem 170-Grad-Bildwinkel und 4K-Videoaufzeichnung. Rein optisch erinnert die KeyMission 80 eher an ein Diktiergerät. Sie besitzt zwei autonom filmende Objektive mit 80 beziehungsweise 90 Grad Bildwinkel. Beide Kameras zeichnen Videos in Full-HD-Auflösung auf.
 
Nikon KeyMission Action-Cams
Nikon betritt mit der KeyMission 80, 360 und 170 (v.l.n.r.) das Actioncam-Segment.

Alle KeyMission-Kameras sind stoß- und frostfest, gegen Staub geschützt, wasserdicht (1 bis 30 Meter) sowie mit WLAN und Bluetooth ausgestattet. Preislich geht es bei der KeyMission 80 für 300 Euro los, die KeyMission 170 kostet bereits 400 Euro und die KeyMission 360 saftige 500 Euro. Der Verkaufsstart ist für November anvisiert.
 

Sony: Der A-Mount lebt, neue 4K-Actioncams und kleine Updates

Sony Alpha 99 Spiegelreflexkamera
Sony bringt mit der Alpha 99 II wieder eine neue Spiegelreflexkamera mit A-Mount-Bajonett auf den Markt. (Bild: Sony)
Auch bei Sony gab es auf der Photokina neue Action-Cams zu sehen. Die Sony FDR-X3000R besitzt nun einen optischen Bildstabilisator und soll bei Schwachlicht hochwertige 4K-Filme drehen. Die Sony HDR-AS300 dreht in Full-HD, ist ansonsten aber gleich ausgestattet. Die Sony FDR-X3000R kostet 430 Euro, die Sony HDR-AS300 340 Euro.

Sony präsentierte nach längerer Pause außerdem eine neue Vollformat-Spiegelreflexkamera mit A-Mount-Objektivanschluss. Die Sony Alpha 99 II setzt sich von ihrer Vorgängerin in Sachen Auflösung (42,2 Megapixel), erhöhter Lichtempfindlichkeit (maximal ISO 102.400) und 4K-Video ab. Zudem hat der Hersteller der Alpha 99 II einen schnelleren Hybrid-Autofokus mit 79 Kreuzsensoren und eine verbesserte Bildstabilisierung verpasst. Im November geht die Sony Alpha 99 II für rund 3.600 Euro in den Verkauf.
Sony Alpha 6500 Systemkamera
Die Sony Alpha 6500 zeichnet sich durch den integrierten Bildstabilisator aus. (Bild: Sony)




Auf einem eigenen Event im Oktober präsentierte Sony zusätzlich neue Digitalkameras. Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V ist bereits die fünfte Generation der Edelkompakten. Als auffälligste Neuerung ist der 1-Zoll-Bildsensor zu nennen; er besitzt nun 315 Phasendetektions-Punkte für eine schnelle Fokussierung. Die RX100 V kostet 1.200 Euro.

Bereits ein halbes Jahr nach der Alpha 6300 stellte Sony die Alpha 6500 vor. Die spiegellosen Systemkameras unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass die Sony Alpha 6500 einen integrierten Fünf-Achsen-Bildstabilisator und einen Touchscreen besitzt. Für dieses Ausstattungsplus verlangt Sony 1.700 Euro.
 

GoPro: Die neuen Helden heben ab

Der Action-Cam-Pionier GoPro streicht als Reaktion auf schwächelnde Absatzzahlen sein Sortiment weiter zusammen. Künftig wird es neben dem Einsteigermodell GoPro Hero Session lediglich zwei weitere Action-Kameras geben.

Der Nachfolger der Hero Session, die GoPro Hero5 Session, ist das neue Mittelklassemodell der US-Firma. Der kleine, schwarze Würfel nimmt nun Videos in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde auf und fotografiert mit zehn Megapixeln Auflösung. Neu ist die Sprachsteuerung, mit der der Nutzer freihändig Aufnahmen starten und währenddessen Fotos auslösen kann.

An der Spitze der Modellpalette thront die GoPro Hero5 Black. Auch sie zeichnet Videos in 4K-Auflösung auf, schießt mit zwölf Megapixeln jedoch schärfere Fotos. Die Hero5 Black lässt sich ebenfalls per Stimme bedienen. Die GoPro Hero5 Session und die Hero5 Black kosten 330 Euro beziehungsweise 430 Euro.
 
GoPro Karma mit Hero5 Black Action-Cam
Die neue GoPro-Actioncam Hero5 Black am Quadrocopter Karma montiert. (Bild: GoPro)

Mit dem Quadrocopter Karma ermöglicht GoPro nun Luftaufnahmen aus eigener Hand. Die Drohne nimmt Kameras der Hero5-Serie sowie die älteren Modelle Hero4 Black und Silver am Karma Grip auf, einer Aufhängung mit 3-Achsen-Stabilisierung. Abmontiert funktioniert die Haltevorrichtung auch als Handgriff mit aktivem Bewegungsausgleich. Das Fluggerät und die befestigte Action-Kamera steuert der „Pilot“ über eine Fernbedienung mit eingebautem 5-Zoll-Touchscreen. Die GoPro Karma ist ab Ende Oktober für 870 Euro erhältlich.
 
Im zweiten Teil unseres Messe-Rundgangs blicken wir auf die Herbst-Neuheiten von Panasonic, Olympus, Fujifilm und Leica. Außerdem verraten wir Ihnen, welcher Smartphone-Hersteller auf den Kameramarkt drängt.
 
(ksc)
 

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