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Grillen auf dem Balkon - die besten Geräte ohne Rauch

03.06.2015 - 17:24

Steak und Würstl vom Balkon – das heimische Grillspezialitäten-Restaurant hat längst wieder geöffnet. Wer unbesorgt grillen und dem Ärger der Nachbarn entgehen möchte, der informiert sich am besten schon vorher zur Gesetzeslage und den passenden Grillarten.

Wenn es nach Google ginge, können wir demnächst mit dem Smartphone gesundes von ungesundem Essen unterscheiden. Die App Im2Calories soll mithilfe pixelgenauer Analyse und einer Datenbank Ihr Gericht haarklein „durchscannen“. Für echte Grillfans käme das einem Frevel gleich! Auf dem Rost achtet niemand auf Kalorien, denn erst das Fett macht den richtigen Geschmack. Und trotzdem kann der Essensspaß auf dem Balkon schnell ein jähes Ende nehmen: Dichte Rauchschwaden reizen nicht nur den eigenen Hals, sondern auch die Nachbarn.

Was Sie wissen müssen

Grundsätzlich ist Grillen auf dem Balkon erlaubt. Punkt. Sogar mit Holzkohle. Punkt. Doch nun das große „ABER“: Es ist nämlich nicht erlaubt, wenn es in Mietvertrag oder Hausordnung ausdrücklich verboten ist. Besonders häufig ist hier die Rede von Holzkohlegrills. Denn bei dieser Variante ist offenes Feuer im Spiel – und damit die Rauchentwicklung am größten, was nicht nur dem Balkon, sondern auch der Nachbarschaftsliebe schaden kann. Und wenn ein Verbot im Vertrag besteht, dann helfen weder Beschwerde noch ein Anruf beim Mieterschutzbund. Viele Nachbarstreitigkeiten zum Thema Grillen sind erst vor Gericht geregelt worden und es gibt eine Menge an verschiedenen Urteilen. Meist werden dann eine bestimmte Anzahl von Grillabenden im Jahr oder feste Grillzeiten festgelegt, meist auch die Art des Grillgeräts.

Doch soweit muss es nicht kommen: Sprechen Sie sich mit Ihren Nachbarn und dem Vermieter ab und finden Sie eine Lösung, mit der alle leben können. Elektrogrills oder die Vorab-Anmeldung eines Grillabends sind nur zwei Kompromiss-Vorschläge, die Nerven und Gerichtskosten vermeiden können. Es ist wie so oft: Redebereitschaft räumt Missverständnisse aus dem Weg und führt in den meisten Fällen zu akzeptablen Lösungen. Auf diese Weise muss sich niemand „schwarz“ ärgern.

Welcher Grill eignet sich?

Das offene Feuer und die enorme Rauchentwicklung sind die zwei größten Hindernisse für Holzkohle-Fans. Wer partout nicht auf das Raucharoma verzichten möchte, dem seien ein paar heiße Tipps ans Herz gelegt. Aluschalen oder Alufolie verhindern etwa, dass Fett, Wasser oder Marinade auf die heißen Kohlen tropfen – das bedeutet: weniger Qualm und Dampf. Den Rauch beim Anheizen der Kohle kann ein spezieller Anheizkamin verringern. Und damit man nicht ständig den schwarzen Schwaden ausgesetzt ist, empfiehlt sich ein Grill mit einem Deckel.
Holzkohlegrillen ganz ohne Rauch - mit dem LotusGrill. (Bild: LotusGrill GmbH)

Holzkohle ohne Rauch

Eine Innovation unter den Holzkohlegrills ist der rauchfreie LotusGrill. Dieser ist extra für die Verwendung auf dem Balkon konzipiert und vereint Elektro mit Raucharoma. Der farbenfrohe Tischgrill ist in vier Minuten einsatzbereit und Flüssigkeiten haben keine Chance, auf die Kohlen zu tropfen. Das Fleisch wird im Endeffekt indirekt von der heißen Glut gegrillt. Die Luftversorgung der Kohle läuft batteriebetrieben, während sich die Temperatur kann über einen Schalter stufenlos regeln lässt. Eine tolle, fast rauchfreie Alternative, die mit rund 129 Euro aber nicht gerade günstig ist.

Gas mit viel Platz

Gasgrills eigen sich nur bedingt für den Balkon, da sie mit ihrer Größe und den Gasflaschen gut und gerne die halbe Nutzfläche einnehmen können. Außerdem müssen Sie für ein ordentliches Gerät eine Menge Geld in die Hand nehmen. Allerdings sind auch kleinere Geräte erhältlich, wie etwa der Kugelgrill Delta 480 von Outdoorchef. Mit einer Tiefe und Breite von jeweils 70 cm und einem Durchmesser von 45 cm passt der zweirädrige Geselle auf die meisten Balkone und brutzelt mehr als passable Ergebnisse auf Ihren Teller.
Der Preis des Severin PG 8523 ist kaum zu schlagen. (Bild: Severin)

Elektro mit Stil

Die sicherste und auch günstigste Alternative, um einem Nachbarschaftsstreit zu entgehen, ist der Elektrogrill. Er ist praktisch, sauber, einfach und sicher. Entweder sitzt das Heizelement über einer Schale mit Wasser und unter einem Rost oder es ist in eine Grillplatte integriert – in beiden Fällen ist eine Rauchentwicklung nicht vorhanden. Die erste Variante kommt dem eigentlichen Grillen – abgesehen vom Wasser – schon sehr nahe, die zweite erinnert eher an eine Outdoor-Grillpfanne. Die Grillergebnisse sind aber nahezu gleich. Vom Preis-Leistungsverhältnis her gesehen, sind die Modelle von Severin kaum zu toppen: Der Elektrogrill PG 8523 etwa bietet ein fest stehendes Gestell und einen Rost mit einer Größe von 37x23cm für knappe 50 Euro! Für ein bisschen mehr als das Doppelte erhalten Sie mit dem Kugelgrill Steba VG 250 ein wirklich robustes Modell inklusive hochwertiger Grillplatte mit Antihaftbeschichtung und Deckel.

Abstriche muss der Gourmet jedoch beim Elektrogrill in geschmacklicher Hinsicht machen: Die Temperatur ist nicht hoch genug, um das Fleisch richtig scharf anzubraten und das Grillaroma fehlt schlichtweg. Trotzdem macht das Grillen aus der Steckdose immer noch Spaß, geht schnell und die Reinigung ist mehr als komfortabel. Und denken Sie daran: Lieber Elektrogrillen als überhaupt nicht grillen!

(awi)

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