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Der Nexus-Paukenschlag - Googles Phalanx gegen Apple

30.10.2012 - 19:13

Gestern wollte Google seine neuen Tablets und Smartphones auf einer großangelegten Pressekonferenz in New York vorstellen. Nur Wirbelsturm Sandy hatte etwas dagegen: Der Veranstaltungsort lag am Rande der Evakuierungszone und machte die geplante Präsentation unmöglich. Völlig überraschend blieb es anschließend einem einfachen Blogbeitrag vorbehalten, die kommenden Neuheiten in Googles Lineup vorzustellen.

Was äußerlich ziemlich unscheinbar ablief, entpuppt sich inhaltlich als Paukenschlag. Gleich drei neue Modelle aus der Nexus-Serie wirft Google in den nächsten zwei Wochen auf den Markt – allesamt mit Android 4.2, der aktuellsten Version des hauseigenen Betriebssystems. Und es scheint, als würde Google das Preis-Leistungsverhältnis im Tablet- und Smartphone-Sektor erneut durcheinanderwirbeln.

Google Nexus 4 – Preisbrecher und Konkurrenzschreck

Das neue Smartphone der Nexus-Reihe wird erneut von einem anderen Unternehmen gefertigt. Die Produktion bleibt jedoch in koreanischer Hand und wandert von Samsung zu LG. Mit den angekündigten Spezifikationen spielt das Google Nexus 4 in der obersten Liga.

Der Quad-Core-Prozessor und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sorgen für das nötige Tempo, während der – nicht erweiterbare – interne Speicher je nach Ausführung auf acht respektive 16 Gigabyte beziffert wird. Das 4,7-Zoll-Display kratzt mit seiner Auflösung von 1.280 x 786 Pixeln an der Qualität des iPhone 5. Auch die Akkukapazität ist mit 2.100 mAh großzügig bemessen.

Der Preis des Nexus 4 dürfte für die Konkurrenz der blanke Horror sein: 299 Euro für die Variante mit acht Gigabyte Speicher und 349 Euro für die 16-Gigabyte-Version sind eine massive Kampfansage, die sogar Apple das Fürchten lehren könnte. Aktuelle Smartphone-Angebote mit ähnlich großem Leistungsspektrum sind meist deutlich teurer.

Google Nexus 10 – das iPad im Visier

Die Produktion des aktuellen Nexus-Smartphones gibt Samsung ab und stellt im Gegenzug ein neues Google-Tablet her. Der große Bruder des Nexus 7 geht auf direkten Konfrontationskurs zu Apples neuem iPad. Mit 2.560 x 1.600 Pixeln bietet der 10-Zoll-Bildschirm eine nochmals höhere Auflösung als das ohnehin schon brillante Retina-Display des iPad.

Trotz der beeindruckenden Eckdaten bleibt das Google Nexus 10 einmal mehr unter den Preisen der Konkurrenz: Die WiFi-only-Varianten mit 16 oder 32 Gigabyte internem Speicher sind für 399 beziehungsweise 499 Euro erhältlich – und damit jeweils 100 Euro günstiger als die vergleichbaren iPad-Konfigurationen.

Google Nexus 7 – größerer Speicher, gleicher Preis

Auch vom bereits sehr erfolgreichen Nexus 7 kann Google nicht die Finger lassen: Das von Asus produzierte Tablet mit einer Bildschirmdiagonale von sieben Zoll erfährt eine Speicheraufwertung. Google streicht das bisherige Einsteigermodell mit acht Gigabyte Speicher aus dem Programm und ergänzt das Lineup im Gegenzug um eine Version mit 32 Gigabyte Kapazität.

Die Preise bleiben jedoch gleich: Das 16-Gigabyte-Modell ist nun für 199 Euro erhältlich, 32 Gigabyte gibt es für 249 Euro. Damit reagiert Google auf die Konkurrenz von Amazon - der Kindle Fire HD hatte bislang als einziges 7-Zoll-Tablet in dieser Preisklasse mehr Speicherkapazität zu bieten. Ab Mitte November kommt eine Variante mit Mobilfunkmodul hinzu und schließt für 299 Euro die letzte verbleibende Lücke.

(tki)

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