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Rasen-Rettung: So bewässern Sie Ihren Garten richtig

17.07.2013 - 20:00

Der Sommer ist für viele Hobbygärtner eine Zeit des Bangens - wird der Rasen die wochenlange Hitze-Tortur lebendig überstehen? Oder bleibt zum Herbstanfang nur Brachland übrig, das der Wüste Gobi alle Ehre macht? Wer jedoch panisch zum Wasserschlauch greift und den Garten in eine Seenplatte verwandelt, schadet den empfindlichen Grashalmen meist mehr, als ihnen zu helfen.

Eine kontrollierte und sorgfältig geplante Bewässerung zur rechten Zeit kann hingegen Wunder wirken – schließlich braucht der Rasen auch bei längeren Dürrezeiten ausreichend Wasser. Mit den folgenden fünf Tipps übersteht der Garten jeden noch so heißen Sommer.

1. Geometriestunde – der passende Regner

Schon beim Kauf der benötigten Ausrüstung können Gartenbesitzer folgenschwere Fehler begehen. Je nach Bauart des Regners erreichen die Wasserstrahlen nur eine bestimmte Fläche in jeweils festgelegten Formen. Hat der Garten jedoch eine andere Ausrichtung, dringt das Wasser nicht bis in die Ecken der Rasenfläche vor und lässt diese unerbittlich austrocknen. Profiteure können stattdessen Gehwege und Straßen sein, die eine feuchte Abkühlung nicht unbedingt nötig hätten.

Die Entscheidung für den passenden Regner ist daher elementar: Ein Kreisregner bewässert in einem bestimmten Radius nach außen, der sich durch den Wasserdruck wählen lässt. Regner mit rechteckigem Layout kommen mit den meisten Gärten zurecht und decken die Rasenfläche in der Regel vollständig ab. Wer flexibel bleiben möchte, greift zu einem Multifunktionsregner, bei dem sich unterschiedliche Sprühbilder je nach Bedarf einstellen lassen.

2. Frühwarnsystem – rechtzeitig bewässern

„Das geht noch ein paar Tage ohne“ – mit solchen Aussagen haben viele Hobbygärtner bereits verloren. Denn ist der Boden erst einmal ausgetrocknet, hilft jede noch so gründliche Bewässerung nichts mehr. Das Wasser bleibt in diesem Fall einfach an der Oberfläche stehen und kann den Boden nicht mehr durchdringen. Sobald sich die Grashalme also der stabilen Seitenlage annähern, ist es höchste Zeit für eine Ladung Wasser.

Zudem empfiehlt es sich, mit dem Rasenmäher vorher nicht allzu stark durchzugreifen und das Gras lieber etwas länger stehen zu lassen. Kürzere Halme trocknen schneller aus und benötigen eine umso häufigere Bewässerung. Viele aktuelle Rasenmäher bieten dafür eine manuelle Einstellung der Schnitthöhe.

3. Swimming Pool – die richtige Wassermenge

Je mehr Wasser, desto besser – ein weiterer Irrglaube, der schon manchem Rasen geschadet hat. Steht der Garten nach Einsatz des Regners komplett unter Wasser, kann das Gras darunter schimmeln und abfaulen. Dennoch ist ein einzelner, ausgiebiger Bewässerungsvorgang deutlich gesünder für den Boden als mehrere kleinere: Landen etwa zehn Liter auf einem Quadratmeter, dann gelangt das Wasser gerade einmal zehn Zentimeter tief in den Boden. Deshalb sollte der Regner mindestens 30 Liter je Quadratmeter verteilen.

 4. Feuerteufel – der richtige Zeitpunkt

Viele Gartenbesitzer wollen dem Rasen etwas Gutes tun, indem sie ihn zur Mittagszeit in der prallen Sonne „abkühlen“. Doch in Wirklichkeit versetzen sie dem Gras damit den Todesstoß. Bei starker Sonneneinstrahlung verdunstet ein großer Teil des Wassers, bevor es überhaupt auf den Boden trifft. Kommen schließlich doch ein paar Tropfen an, wirken sie jedoch wie eine Lupe und verstärken die Strahlen der Sonne nur umso mehr – der Rasen verbrennt.

5. Naturverbundenheit – das richtige Wasser

Wer seinen Garten mit dem bestmöglichen Wasser versorgen möchte, der sollte bereits im Frühjahr eine Regentonne aufstellen. Das gesammelte Regenwasser wird vom Rasen wesentlich besser aufgenommen als das meist kalkhaltige und harte Wasser aus der Leitung. Zudem schont diese Variante den Geldbeutel und ist dadurch doppelt lohnenswert.

(tki)

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