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Fotos an Weihnachten - Tipps für perfekte Bilder

17.12.2013 - 11:00

Alle Jahre wieder sind die Weihnachtstage schneller vorbei, als es manchem lieb ist. Mit der richtigen Digitalkamera lassen sich die schönen Momente jedoch in Bildern festhalten - also einfach munter draufhalten und sich über schöne Erinnerungsfotos freuen? Mitnichten. Denn die Lichtverhältnisse könnten mit Kerzen, Lichterketten und blitzendem Christbaumschmuck kaum schwieriger sein.

Wer seiner Kamera im Automatik-Modus völlig freie Hand lässt und einfach nur den Auslöser drückt, der muss sich am nächsten Tag auf eine große Enttäuschung einstellen: Der Familienvater wirkt mit rot leuchtenden Augen wie ein Abgesandter der Hölle, während die Großeltern mit der Umgebung zu einer homogenen Masse verschmelzen. Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar einfachen Grundregeln gelingen die Weihnachtsfotos jedoch spielend.

Die Wahl der Waffen Kamera

Wer sich für die falsche Digitalkamera entscheidet, steht von Beginn an auf verlorenem Posten. Das größte Problem: Mit den heiklen Lichtverhältnissen zwischen gleißend hellen Lichtern und dunkler Umgebung kommt der Automatik-Modus der meisten Kompaktkameras nicht zurecht.

In schwach beleuchteten Räumen wählt die Kamera zu empfindliche Werte – Kerzen oder Lichterketten erscheinen auf dem Foto dadurch stark überbelichtet. Stellt sich der Automatik-Sensor hingegen auf einen dieser Lichtpunkte ein, ist hinterher auf dem Bild außer tiefster Dunkelheit nichts mehr zu erkennen.

Viele aktuelle Kompaktkameras verfügen – wie auch die hochwertigeren Systemkameras – über einen manuellen Modus. Der Fotograf kann dabei sowohl die Blendenöffnung als auch die Belichtungszeit selbst einstellen und sich schrittweise an die optimalen Einstellungen herantasten.

Gestochen scharfe Aufnahmen sind allerdings auch dann nur mit einem Stativ möglich. Wer nicht über die Fähigkeit verfügt, seine Hand wie in Leichenstarre einzufrieren, ruiniert sich das Foto schon mit den kaum spürbaren Bewegungen beim Auslösen. Je länger die Belichtungszeit, desto unschärfer fallen die Bilder letztlich aus.

Das Auge des Betrachters

Mit dem richtigen Equipment ist es hauptsächlich eine Frage der Kreativität, das besondere Etwas aus den Fotos herauszukitzeln. Mit dem Blick für neue und spannende Perspektiven entstehen die besten Aufnahmen – da lohnt es sich umso mehr, sich für jedes Bild etwas mehr Zeit zu nehmen.

Einige Grundregeln erleichtern das Fotografieren jedoch ungemein. Die wichtigste: Der Blitz bleibt ausgeschaltet, komme was wolle. Zwar klingt es verlockend, den Raum kurzzeitig aufzuhellen – das Blitzlicht ruiniert jedoch nachhaltig die Lichtstimmung. Deshalb sollte der Fotograf besser auf längere Belichtungszeiten zurückgreifen. Ist gerade kein Stativ zur Hand, tut es zur Not auch ein Regal oder die Armlehne des Sessels, solange die Kamera eben aufliegt.

Wer allerdings versucht, die fehlende Helligkeit durch extrem hohe ISO-Werte zu kompensieren, beschreitet einen gefährlichen Weg. Zwar werden die Bilder durch die höhere Lichtempfindlichkeit aufgehellt, leiden jedoch meist auch unter deutlich stärkerem Bildrauschen. Zudem sind die Kerzenflammen und Lichter deutlich heller, als es zunächst scheint – an den betreffenden Stellen werden die Bilder dadurch überbelichtet. Daher sollte der Fotograf lieber niedrigere ISO-Werte ansetzen und das schwache Licht hauptsächlich mit Blende und Belichtungszeit ausgleichen.

(tki)

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