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Fotografieren an Silvester - so gelingen die heiklen Feuerwerksbilder

28.12.2012 - 13:00

Das Feuerwerk zum Jahreswechsel ist ein wahres Paradies für Hobbyfotografen. Die Farbenpracht in verschiedensten Bildern und Formen bietet spannende Motive am laufenden Band. Allerdings verlangen die komplizierten Lichtverhältnisse nach akribischer Vorbereitung, damit der Neujahrstag nicht mit einer Enttäuschung beginnt.

Wer beim Feuerwerk auf Schnappschüsse setzt, sitzt hinterher vor einer Ansammlung unbrauchbarer Fotos, die entweder unscharf, verrauscht oder überbelichtet ausfallen. Dabei lassen sich mit etwas Planung traumhafte Aufnahmen produzieren.

Die richtigen Einstellungen

Der erste Schritt sollte es sein, die Automatik der Kamera zu deaktivieren. Unter den speziellen Lichtverhältnissen spielen die Sensoren verrückt und machen es unmöglich, die passenden Einstellungen automatisch vorzunehmen. Allgemeingültige Werte für jede Feuerwerk-Situation gibt es nicht – vielmehr sollte sich der Fotograf langsam an die optimalen Einstellungen herantasten. Zum Start empfiehlt sich ein Blendenwert von acht, bei einer Belichtungszeit von bis zu vier Sekunden.

Auch der Autofokus ist mit den ungewöhnlichen Gegebenheiten überfordert: Die Kamera fokussiert dabei ununterbrochen auf andere Objekte und erreicht nie die passende Einstellung. Stattdessen funktioniert eine manuelle Einstellung auf unendliche Tiefe meist am besten.

Dunkelheit verlangt beim Fotografieren nach hohen ISO-Werten – dieser Irrglaube ruiniert wohl die meisten Silvesterfotos. Denn die Helligkeit beim Feuerwerk ist deutlich höher, als es zunächst den Anschein hat. Niedrige Lichtempfindlichkeitswerte verhindern ein zu starkes Bildrauschen, sorgen aber dennoch für ausreichende Helligkeit, damit die farbenfrohen Bilder gut zur Geltung kommen.

Einige hochwertige Kompaktkameras verfügen zudem über einen speziellen Feuerwerks-Modus, der automatisch die passenden Einstellungen vornimmt. Das Ergebnis schwankt je nach Modell zwischen solide und katastrophal.

Die richtige Ausrüstung

Einfach die Kamera gen Himmel halten und abdrücken: Für gelungene Feuerwerksfotos ist das keine besonders kluge Idee. Kein Bildstabilisator dieser Welt kann unter derart heiklen Lichtverhältnissen ordnungsgemäß arbeiten – entsprechend unscharf fallen die Aufnahmen letztlich aus.

Ein Stativ ist deshalb Pflicht, um die Kamera während der längeren Belichtungszeit so ruhig wie möglich zu halten. Der Aufbau sollte auf einer möglichst ebenen Fläche platziert werden, damit sich die Aufnahmen nicht in Schieflage begeben.

Wer gerade kein Stativ zur Hand hat, kann alternativ mit den örtlichen Gegebenheiten experimentieren: Brüstungen, Mauern oder breitere Geländer bieten oft genug Platz, um die Kamera sicher zu platzieren. Die Auswahl des Bildausschnitts gestaltet sich dann zwar etwas schwieriger als mit Stativ, die Ergebnisse können sich aber trotzdem sehen lassen.

Der richtige Standort

Wer sich keine Gedanken um die Positionierung macht und sich einfach an den nächstbesten Platz stellt, hat meist schon verloren. Eine Straßenlaterne in unmittelbarer Nähe kann den gesamten Bildeindruck zerstören. Besonders die Rauchschwaden, die beim Zünden der Raketen entstehen, machen die Feuerwerkseffekte dahinter unkenntlich, sobald sie angestrahlt werden.

Im Idealfall sollte die Umgebung komplett dunkel und der Standort möglichst weit vom Startplatz der Feuerwerkskörper entfernt sein. Dadurch lässt sich auch verhindern, dass sich außer Kontrolle geratene Körperteile versehentlich ins Bild verirren. Im Zweifel lohnt sich ein Standortwechsel nach einigen Fotos, um die verschiedenen Blickwinkel möglichst gut auszunutzen.

(tki)

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