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LCD, Plasma, LED - diese Technik steckt im Fernseher

17.11.2012 - 13:00

Die aktuelle Fernseher-Generation hat vieles gemeinsam: Die Geräte sind flach, hochauflösend und bieten immer größere Bildschirmdiagonalen. Was sich jedoch hinter dem Panel abspielt, bleibt meist im Verborgenen. Das Innenleben von Flachbildfernsehern basiert auf sehr unterschiedlichen Technologien mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen.

Während die Entscheidung noch vor einiger Zeit nur zwischen LCD und Plasma fallen musste, ist die Konstellation mittlerweile deutlich komplexer geworden: Mit LED-Fernsehern hat ein dritter Spieler den Etablierten ihren Rang abgelaufen, ist aber streng genommen gar keine eigenständige Bauart.

LCD – Flüssigkristalle im Einsatz

Fernseher mit LC-Displays nehmen derzeit einen Großteil des TV-Markts ein. Die namengebenden Flüssigkristalle lassen je nach Ausrichtung nur entsprechend polarisiertes Licht durch und steuern dadurch den Bildeindruck, der auf dem Panel erscheint. Beleuchtet werden die Kristalle durch Leuchtstoffröhren auf der Rückseite der Beschichtung.

Besonders in den mittleren Größenklassen zwischen 32 und 47 Zoll sind LCD-Fernseher deutlich in der Überzahl. In diesen Dimensionen ist das Preis-Leistungsverhältnis nahezu optimal – sparsame Fernsehzuschauer kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie anspruchsvolle Kinofans. Noch größere Bildschirmdiagonalen treiben den Preis dagegen deutlich in die Höhe.

LED – der Sonderfall

Eigentlich ist der LED-Fernseher in dieser Reihe fehl am Platz. Er gleicht in weiten Teilen den LCD-Modellen und greift auf dieselben grundlegenden Technologien zurück. Der Unterschied liegt vielmehr in der Hintergrundbeleuchtung: Die Flüssigkristalle im Display werden von kleinen Leuchtdioden (LEDs) angestrahlt, die je nach Bauart entweder an den vier Ecken des Displays oder gleichmäßig auf der gesamten Fläche platziert sind.

Durch den Wegfall der Leuchtstoffröhren verbrauchen LED-Fernseher deutlich weniger Strom und haben sich mittlerweile gegen die bisherigen LC-Displays durchgesetzt. Ein weiterer Vorteil ist die lange Lebensdauer von LEDs, die den Fernseher deutlich länger funktionsfähig erhält.

Plasma – für die Härtefälle

Im Vergleich zur LCD-Riege ist das Angebot an Plasma-Fernsehern eher überschaubar. Die aktuelle Generation tummelt sich vorwiegend in den Klassen ab 50 Zoll. In dieser Größenordnung spielt Plasma seine Stärken aus: Mit natürlichen Farben und plastischen Bildern liefert der Bildschirm eine realistische, gleichmäßig ausgeleuchtete Darstellung. Das Bild entsteht mit Hilfe von Gas, das in kleinen Kammern durch Ionisierung zu Plasma wird. Eine Leuchtstoffbeschichtung erzeugt anschließend die jeweiligen Farben.

Das altbekannte Vorurteil, Plasma-Fernseher würden mehr Strom verbrauchen als LCD-Modelle, ist zu großen Teilen korrekt. In Ausnahmefällen kann der Stromverbrauch doppelt so hoch liegen wie bei aktuellen LED-Modellen. Im Gegenzug sind Plasma-Fernseher im Preisvergleich meist günstiger als LED-Displays der gleichen Größe. Kombiniert mit der natürlichen Bildwirkung sind sie besonders für Heimkino-Fans interessant, die eine große Bildschirmdiagonale mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.

(tki)

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