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Fernseher-Bezeichnungen erklärt - das bedeuten die Codes der Hersteller

04.02.2013 - 16:33

UE40ES6300, 42LM760S, TX-L47WT50E: Diese mysteriösen Buchstaben- und Zahlenkolonnen könnten vieles sein, vom Raketen-Abschusscode bis zum todsicheren E-Mail-Passwort. Tatsächlich verbirgt sich hinter jeder dieser Bezeichnungen ein aktueller Fernseher – und jede Stelle hat eine wichtige Bedeutung. Die undurchsichtigen Produktnamen können jedoch schnell für Frust sorgen.

Wer beim Kauf eines neuen Fernsehers hilflos vor Myriaden von Ziffern und Buchstaben steht, ist hinterher beinahe froh, wenn das gewählte Modell auch das tut, was es soll. CHECK24 betätigt sich als Codeknacker und entschlüsselt die kryptischen Angaben der größten TV-Hersteller.

LG und Samsung – koreanische Kryptographie

Bei den aktuellen Fernsehern wie dem Spitzenmodell LG 42LM760S stehen die ersten beiden Ziffern für die Bildschirmdiagonale, im beispielhaften Fall 42 Zoll (umgerechnet ca. 107 Zentimeter). Die beiden folgenden Buchstaben geben den Gerätetyp an: LM steht für 3D-Fernseher mit LED-Display, LS für die Variante ohne 3D. Die Plasma-Modelle von LG werden mit den Codes PM oder PS gekennzeichnet. An der dreistelligen Zahl lässt sich die Aktualität des Fernsehers ablesen – je höher die Zahl, desto besser ist die Serie. Die letzte Ziffer ist ein Farbcode, wobei eine Null für die gängigste Gehäusefarbe Schwarz steht. Der letzte Buchstabe benennt die Empfangsmöglichkeiten: V oder S steht dabei für einen Triple-Tuner.

Ähnlich strukturiert geht es bei Samsung zu. Die Bezeichnung des beliebten Samsung UE40ES6300 besteht ebenfalls aus vier Teilen: Das Kürzel UE kennzeichnet dabei alle LED-Fernseher der Koreaner (PS für Plasma), danach folgt die Größenangabe in Zoll. Der zweite Buchstabencode gibt das Baujahr und die Form an – E steht für 2012, S für das besonders schmale Gehäuse. Mit den vier letzten Ziffern beschreibt Samsung die Leistungsfähigkeit des Fernsehers: Je höher die Zahl, desto besser das Gerät.

Sony und Panasonic – das Fernseher-Sudoku

Auch die japanischen Hersteller begeistern sich für das Spiel mit den Zahlen. Sonys Fernseher-Bezeichnungen beginnen stets mit den Buchstaben KDL. Der Sony KDL-40HX755 etwa verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 40 Zoll und gehört der HX7-Serie an. Die erste „5“ im Titel steht für das Baujahr 2012, die zweite für einen Triple-Tuner. Für Eingeweihte sehr einfach, für den normalen Fernsehzuschauer jedoch kaum zu entschlüsseln.

Etwas verständlicher geht es bei Panasonic zu. Das Kürzel TX, das die Japaner vor aktuelle Fernseher wie den Panasonic TX-L47WT50E stellen, bedeutet grundsätzlich nur, dass man es mit einem TV-Gerät zu tun hat. Auch die übrigen Bestandteile bleiben vergleichsweise übersichtlich: Der erste Buchstabe kennzeichnet die Displaytechnologie mit LED (L) oder Plasma (P). Aus der Buchstabenfolge nach der Bildschirmdiagonale steht das „T“ für 3D-Fähigkeit – fehlt es, ist der Fernseher nicht bereit für die dritte Dimension.

Philips und Toshiba – die Einfachen unter den Komplizierten

Die Entwickler von Philips folgen mit ihren Produktnamen dem gleichen Schema wie LG – Bildschirmdiagonale, Technologie, Serienbezeichnung, Tuner. Der einzige Unterschied: Die Serienkennung ist vierstellig, wobei die vierte Ziffer das Produktionsjahr nennt, etwa die 7 für das Jahr 2012. Ansonsten gilt die bisherige Faustregel: Je höher die Zahl, desto besser die Serie.

Im Vergleich zu den anderen Herstellern wirken die Typbezeichnungen von Toshiba beinahe übersichtlich. Beim 40-Zoll-Fernseher 40TL933G steht das TL für die Modellreihe – je später der Buchstabe im Alphabet steht, desto hochwertiger ist die Reihe. Aus der folgenden, dreistelligen Zahl ist vor allem die erste Ziffer wichtig: Sie bezeichnet das Jahr, eine 9 steht etwa für 2012. Das letzte G können Fernsehzuschauer in Deutschland meist ignorieren. Damit zeigt Toshiba lediglich, dass es sich um ein Gerät für den deutschen Markt handelt.

(tki)

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