0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Erster OLED-Fernseher von LG - teure Zukunft?

02.05.2013 - 20:00

Es sollte die große Wachablösung werden: Von Branchenkennern schon seit 2010 als die größte Neuerung neben der 4K-Auflösung gefeiert, ließen OLED-Fernseher bis heute auf sich warten. Seit Anfang Januar verkauft LG nun den weltweit ersten, serienreifen OLED-Fernseher über seine Läden in Korea - nun soll das technische Wunderwerk in Kürze auch in Deutschland verfügbar sein.

Das Highlight hört auf den Namen LG 55EM9700 und verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 55 Zoll – das entspricht knapp 140 Zentimetern. Beim Blick auf das Preisschild dürften dem geneigten Heimkino-Fan jedoch die Nackenhaare zu Berge stehen: Schwindelerregende 10.000 Euro möchte LG für das OLED-Debüt haben.

Diese Technik steckt in einem OLED-Panel

Ganz so teuer wie die ersten 4K-Fernseher – Sony verlangt für seinen 84-Zoll-Giganten rund 25.000 Euro – ist der OLED-Spaß zwar nicht, doch der Preis bleibt trotzdem mehr als sportlich. Sollte also der durchschnittliche Fernsehzuschauer solche Unsummen für einen neuen Fernseher ausgeben? Vermutlich nicht. Doch für Technikfans auf der Suche nach neuen Höchstleistungen bieten OLED-Fernseher ein Highlight nach dem anderen.

Eine organic light emitting diode (OLED) besteht aus organischen, halbleitenden Materialien. Während aktuelle LED-Fernseher anorganische Leuchtdioden als Hintergrundbeleuchtung benötigen, um die Flüssigkristallschicht farbig strahlen zu lassen, leuchten OLEDs selbst farbig. Die flexiblen Einsatzmöglichkeiten reichen von einem komplett biegsamen Display bis hin zu hauchdünnem, elektronischem Papier.

Darum ist OLED besser als LED

Verschwindend geringe vier Millimeter ist der LG 55EM9700 tief – das hebt den Begriff Flachbildfernseher auf ein ganz neues Level. Doch auch die Bildqualität profitiert von den OLEDs: Die farbig leuchtenden Dioden arbeiten deutlich sparsamer als ihre LED-Kollegen und liefern gleichzeitig ein farbneutraleres Bild. Besonders für Großfamilien interessant: Die Darstellung eines OLED-Displays ist wesentlich weniger vom Blickwinkel abhängig als die eines LED-Fernsehers. Zudem sind die organischen Leuchtdioden so lichtstark, dass sich das Bild auch in heller Umgebung aus jeder Richtung perfekt ablesen lässt.

Und die Nachteile? Eigentlich bleibt nur die vergleichsweise geringe Lebensdauer einer OLED, die gerade in Anbetracht des stattlichen Preises noch größere Probleme bereiten könnte. Seltsam auch, dass es die eine große Innovation - das OLED-Panel – noch nicht zusammen mit der anderen gibt: Der LG 55EM9700 bietet keine 4K-Auflösung, sondern stellt die Inhalte weiterhin in Full-HD dar. Dass sich OLED-Fernseher künftig durchsetzen werden, scheint sicher – das eine oder andere Jahr dürfte allerdings noch ins Land ziehen, bevor die Preise in erträglichere Regionen fallen.

(tki)

Weitere Artikel: