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Neue E-Book-Reader für den Herbst 2016

21.10.2016 - 14:41

Der Markt für E-Books braucht neue Impulse – meint der Digitalverband Bitkom. Seit drei Jahren ist der Anteil der E-Book-Leser nahezu konstant. Während die die Branche noch an neuen Ideen tüftelt, stellen wir schon einmal die neuen E-Book-Reader für den Herbst vor. Denn mit einem guten Lesegerät macht das digitale Schmökern gleich noch mehr Spaß.

Der Neueinsteiger

Musik ist nicht genug, könnten sich die Aldi-Lenker gedacht haben und gehen nach dem Einstieg ins Musik-Streaming-Geschäft im vergangenen Jahr nun auch unter die Buchhändler. Mit Aldi Life eBooks stellt der Discounter eine Plattform für digitale Bücher bereit. Rund eine Million kostenpflichtige und kostenlose E-Books hat die Plattform im Angebot.

Und Aldi liefert das passende Lesegerät gleich mit. Seit diesem Donnerstag ist das Medion E6912 erhältlich. Es handelt es sich um ein Tablet mit 7-Zoll-Display, 8 GB internem Speicher und augenschonender Lesefunktion. Für Android und iOS ist die passende App zum Erwerb neuer Titel vorinstalliert. Das Tablet ist nicht auf die vom Discounter vertriebenen E-Books beschränkt. Auch digitale Bücher anderer Anbieter können über das Medion-Tablet gelesen werde – vorausgesetzt sie sind nicht mit einem Kopierschutz versehen. Android 6.0 Marshmallow ist als Betriebssystem vorinstalliert. Der Preis liegt zum Start bei überschaubaren 130 Euro.

Der Günstige

Tolino Page
Der Tolino Page ist mit Abstand das günstigste unter den neuen Modellen und ideal für Ab-und-zu-Leser. (Bild: Deutsche Telekom)
Wer einen einfachen E-Book-Reader sucht und auf Extras weitgehend verzichten kann, schaut sich am besten den Tolino Page an. Der neue Wurf der Tolino-Allianz kann bei den Funktionen zwar nicht mit dem Medion-Tablet mithalten, kostet dafür aber auch nur gut halb so viel (ca. 70 Euro). Die fehlende Beleuchtung und eine niedrige Displayauflösung von 800 x 600 Pixel macht der 6-Zoll-Reader durch sein geringes Gewicht und eine einfache Bedienung wett.

Der interne Speicher ist 4 Gigabyte groß, etwa die Hälfte davon ist frei verfügbar für digitale Bücher und andere Inhalte. Zudem bringt Tolino Page einen gratis Cloud-Speicher mit 25 Gigabyte mit. Eine WLAN-Schnittstelle mit gratis HotSpot-Zugang ist ebenfalls an Bord. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich das Gerät bestens für Ab-und-zu-Leser eignet. Für höhere Ansprüche hat Tolino die Modelle Shine 2 HD und Vision 3 HD im Sortiment, die bereits seit dem vergangenen Jahr auf dem Markt sind.

Der heiß Begehrte

Erste Testberichte betiteln ihn bereits als den perfekten E-Book-Reader und potentiellen „Kindle-Killer“: Vor wenigen Wochen ist der Kobo Aura One erschienen und erwärmt seitdem die Herzen von Testern und Nutzern gleichermaßen. Denn mit seinem niedrigen Gewicht, dem blaulichtreduzierten Nachtmodus und einem wasserdichten Gehäuse ist das Gerät eine Kampfansage an die Reader aus dem Hause Amazon. Vor allem das Display spricht für den Kobo Aura One. Mit 300 ppi und 1.872 x 1404 Pixeln hat es nicht nur eine ordentliche Auflösung, die Helligkeit passt sich zudem dynamisch an die Umgebung an.

Der satte Preis von 230 Euro lässt Käufer zumindest nicht zurückschrecken, war das Lesegerät doch bereits kurze Zeit nach Verkaufsstart weitgehend vergriffen. Mit 7,8 Zoll fällt das Display größer aus als bei der Konkurrenz. Bei E-Book-Readern sind 6 Zoll üblich. Die Frage ist, ob andere Hersteller angesichts der momentanen Beliebtheit vom Kobo Aura One nachziehen und die Bildschirmgröße ebenfalls erhöhen. Wer gern in der Badewanne liest und daher Wert auf ein wasserdichtes Gehäuse legt, könnte auch mit dem Tolino Vision 3 HD glücklich werden. Mit etwa 130 Euro ist dieses Modell zudem um einiges preisgünstiger.

Das Leichtgewicht

Amazon Kindle Oasis
Ein Teil der Akkuleistung sitzt in der Hülle. Dadurch spart der Kindle Oasis fast di Hälfte seines Gewichts. (Bild: Amazon)
An seiner dünnsten Stelle misst der Kindle Oasis gerade einmal 3,4 Millimeter. Zudem bringt der Amazon-Reader lediglich 131 Gramm auf die Waage und lässt sich daher bequem mit einer Hand bedienen. Zum Umblättern kann der Leser entweder eine physische Taste nutzen oder wie gewohnt auf den Touchscreen tippen. Mit 1.080 x 1.440 Pixel ist die Auflösung identisch zu den Modellen Kindle Voyage und dem aktuellen Kindle Paperwhite. Das 6-Zoll-Display hat somit eine Punktpixeldichte von 300 ppi und verfügt über eine integrierte Beleuchtung.

Das duale Akkuladesystem hingegen ist neu und erklärt das geringe Gewicht des E-Book-Readers: Denn ein Teil der Akkulaufzeit wurde in die Hülle ausgelagert. Gerät und Hülle wiegen zusammen 238 Gramm, also fast doppelt so viel wie der Reader allein. Die Hülle verfügt über keinen eigenen Micro-USB-Anschluss und lässt sich daher nur aufladen, wenn der Reader in ihr steckt. Dann wird zunächst das Gerät selbst und anschließend der Akku in der Hülle aufgeladen. Im Gegensatz zum Kobo Aura ist der Kindle Oasis nicht wasserdicht. Auch eine automatische Anpassung der Beleuchtung fehlt. Mit knapp 290 Euro schlägt der E-Book-Reader aus dem Hause Amazon jedoch mit einem deutlich höheren Preis zu Buche. Wer die Version mit Mobilfunk-Modul wählt, muss sogar rund 350 Euro auf den Tisch legen.

Fazit

Auf wirkliche Innovationen warten wir bei E-Book-Readern in diesem Herbst vergeblich. Trotzdem haben die neuen Modelle durchaus ihren Reiz. Mit dem wasserdichten Kobo Aura One kann man zum Beispiel problemlos in der Badewanne lesen. Mit dem Medion E6912 hat Aldi eine schöne Alternative geschaffen für alle, die sich nicht zwischen E-Book-Rader und Tablet-PC entscheiden können. Zudem gibt es mit dem Tolino Page auch einen günstigen Reader ohne Schnickschnack.

(aha)

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