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Ultra-HD, Super-AMOLED, Curved – Orientierung im Display-Dschungel

21.08.2014 - 12:06

Wer sich derzeit für einen neuen Fernseher, ein Smartphone oder ein Tablet entscheiden möchte, dürfte sich beim Kauf wie in einem anderen Land vorkommen: Aktuelle Modelle tragen seltsam-kryptische Namen wie „Curved-OLED-Ultra-HD-TV“ – dabei sollte doch „einfach nur ein Fernseher“ her? Letztlich sehen die spektakulär benannten Geräte eigentlich ganz normal aus. Warum dann die umständlichen Bezeichnungen?

Was zunächst nach einer Werbemasche der Hersteller klingt, ihre Produkte einfach so ausgefallen wie möglich zu benennen, ist letztlich nur in den wenigsten Fällen reines Marketing. Jede Technologie hat ihre eigenen Besonderheiten, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen sollten. CHECK24 erklärt, was es mit der Codesprache in der Display-Welt auf sich hat.

Ultra-HD und 4K – die neue Brillanz

Mittlerweile haben sich alle Besitzer von Fernsehern, Notebooks und Tablets an den Full-HD-Standard gewöhnt. Die überwiegende Mehrheit der neuen Modelle löst mit den üblichen 1.920x1.080 Pixeln auf – genug für die Wiedergabe von Blu-ray-Discs in nativer Auflösung und mit perfekter Bildschärfe. Doch es geht mittlerweile noch besser: Aktuelle Ultra-HD-Fernseher verfügen über eine Auflösung von 3.840x2.160 Pixeln und zeigen damit viermal so viele Bildpunkte an wie ein Full-HD-Fernseher.

Zwar mangelt es weiterhin an Bildmaterial für derart hohe Auflösungen – aber dennoch ist damit zu rechnen, dass sich die neue Technik in den nächsten Jahren langsam aber sicher durchsetzen wird. Die Begrifflichkeiten können allerdings nach wie vor verwirrend sein: Bereits seit einigen Jahren sprechen Fachmedien von 4K – und meinen damit die oben genannte Displayauflösung. Letztlich stehen Ultra-HD und 4K für das gleiche Format, wobei Ersteres die offizielle Gerätebezeichnung darstellt und letzteres die Pixelanzahl definiert.

Super-AMOLED, Retina und Co. – die Hersteller-Werbetrommel

Neben diesen branchenweit standardisierten Begrifflichkeiten kommt jeder Hersteller mit eigenen Bezeichnungen um die Ecke – eine spektakulärer als die andere. Doch nicht immer handelt es sich dabei wirklich um eine neue und einzigartige Technologie. Das beste Beispiel ist Apples Retina-Display, das in den meisten iPhones und iPads verbaut ist. Mit dem Begriff möchte Apple deutlich machen, dass es dem menschlichen Auge bei normalem Betrachtungsabstand nicht mehr möglich ist, einzelne Pixel auf dem Display zu erkennen.

Streng genommen ist das Retina-Display jedoch ein klassischer LCD mit IPS-Technologie, wie es auch bei einer Vielzahl anderer Hersteller zum Einsatz kommt. IPS-Bildschirme liefern ein besonders scharfes Bild mit weitem Betrachtungswinkel, setzen aber trotzdem auf die Flüssigkristalltechnik. Dadurch bleibt Retina ein schicker, werbewirksamer Name, der jedoch technisch gesehen nicht viel aussagt.

Anders bei den Super-AMOLED-Displays des koreanischen Konkurrenten Samsung: Diese setzen sich aus sogenannten organischen Leuchtdioden (OLEDs) zusammen und werden von einer aktiven Sensormatrix angesteuert. Viele aktuelle Smartphones mit dieser Displaytechnik unterscheiden sich von LCDs durch die Anordnung und Beschaffenheit ihrer Bildpunkte: Dabei sind die grünen, roten und blauen Subpixel, die zusammen einen Bildpunkt ergeben, unterschiedlich groß. Das Ergebnis ist meist eine leuchtendere arbdarstellung als bei klassischen LCDs. Zudem sind OLED-Displays deutlich weniger vom Betrachtungswinkel des Nutzers abhängig.

Curved-Displays – der Bildschirm in Kurvenlage

Der jüngste Trend in der Fernseher-Welt ist das sogenannte Curved-Design. Letztlich handelt es sich dabei um einen herkömmlichen Flachbildschirm, der allerdings nach innen gewölbt ist. Das mag auf den ersten Blick seltsam wirken, die Idee dahinter ist jedoch ebenso einfach wie interessant: Die TV-Hersteller wollen mit dem Curved-Design den Aufbau einer Kinoleinwand nachahmen. Auch diese ist leicht gewölbt, was dem Betrachter allerdings durch die Größe kaum auffällt.

Das Ziel: Durch die gebogene Bauform sollen die gezeigten Bilder noch plastischer wirken, was besonders der räumlichen Darstellung von 3D-Fernsehern zugutekommt. Mit Preisen von 1.300 bis 8.000 Euro sind die ersten Curved-Fernseher derzeit allerdings noch zu teuer, um sich flächendeckend durchzusetzen. Zudem ist der tatsächliche Mehrwert der gebogenen Oberfläche gegenüber klassischen Flachbildfernsehern weiterhin umstritten – bleibt abzuwarten, wie sich die Technik weiterentwickelt.

(tki)

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