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Das ist die neue PlayStation 4 Pro

04.11.2016 - 09:55

Die PlayStation 4 wird in diesem November 3 Jahre alt. Sony feiert den Geburtstag auf zweierlei Weise: Mit der PlayStation 4 Pro erscheint am 10. November eine technisch aufgewertete Konsole. Zudem veröffentlichte Sony vor kurzem die Virtual Reality-Brille (VR) PlayStation VR. Kein Zufall, denn das VR-Headset profitiert ganz essenziell von der zusätzlichen Power der neuen PS4.
 

Sony PlayStation 4 Pro
Die PlayStation 4 Pro legt um ein Stockwerk zu und ist damit größer als die Original-PS4. (Quelle: Sony)
 

Grafisch aufpolierte Spiele

Die größte und spannendste Neuerung der PlayStation 4 Pro ist mit Sicherheit der Grafikprozessor. Er ist nun etwa doppelt so stark wie in der ersten PlayStation 4 und der PlayStation 4 Slim. Dazu kommt ein leistungsstärkerer Prozessor. Mit dieser Kombination kann die PS4 Pro jetzt Spiele in 4K-Auflösung wiedergeben. Allerdings werden bisher die meisten Spiele auf Ultra-HD lediglich hochgerechnet.

Auch dann ist aber eine grafische Verbesserung sichtbar, unter anderem die Spiele Horizon: Zero Dawn, NBA 2K17, The Witness, The Elder Scrolls Online und Fallout 4 sehen deutlich besser aus als auf der Standard-PS4. Ob bereits erhältliche Spiele an die Pro angepasst werden, entscheiden die Entwickler, nicht alle Titel werden ein Grafik-Upgrade erhalten. In Zukunft erscheinende Titel müssen jedoch laut Sony grafische Verbesserungen für Pro-Besitzer enthalten.

Doch Auflösung ist nicht alles, je nach Game fügen die Entwickler weitere Details für eine noch realistischere Spielumgebung ein: Texturen überzeugen mit einer höheren Schärfe, Lichteffekte sind überarbeitet, das Spiel wirkt allgemein flüssiger und die Spielwelt erhält mehr Detailfülle. Während sich die 4K-Auflösung nur auf Fernsehern mit entsprechendem UHD-Display voll entfaltet, machen sich diese grafischen Schmankerl bereits auf Full-HD-TVs bemerkbar.
 

Der Spieler hat die Wahl

Full-HD und Ultra-HD im Vergleich
Ultra-HD bietet viermal so viele Pixel wie Full-HD bzw. achtmal so viele wie die Standard-HD-Auflösung. (Quelle: LG)
Teilweise kann der Spieler sogar aus verschiedenen Grafikeinstellungen wählen. Bei Rise of the Tomb Raider etwa hat er drei Optionen: Full-HD mit mehr Details sowie eine Bildfolgerate von 30 Bildern pro Sekunde (fps), Full-HD und 60 fps oder 4K-Auflösung mit 30 fps. So kann der Spieler entscheiden, ob ihm flüssiges Gameplay, eine detailliertere Spielwelt oder schärfere Texturen wichtiger sind.

Eine weitere grafische Neuerung stellt High-Dynamic Range (HDR) dar. Diese Technologie ermöglicht einen höheren Kontrast zwischen hellen und dunklen Bildelementen, sie frischt die Farben auf und sorgt insgesamt für ein lebendigeres Bild. Auch die HDR-Unterstützung muss explizit in ein Spiel eingebaut werden, ein gelungenes Beispiel hierfür ist etwa Uncharted 4. Sichtbar ist dies jedoch nur auf Fernsehern, die mit dem Standard HDR10 kompatibel sind.

Die volle Ultra-HD-Erfahrung bietet die PlayStation 4 Pro auch in Verbindung mit diversen Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon Instant Video, sofern sie 4K-Material im Sortiment haben. Die Pro kann Filme in nativem 4K streamen, also ohne die Auflösung hochrechnen zu müssen. Das Ergebnis sind Bilder in brillanter Qualität, auf denen auch die feinsten Details sichtbar sind. Auf ein 4K-Bluray-Laufwerk verzichtet Sony jedoch, sodass die PS4 Pro keine Ultra-HD-Blurays abspielen kann.
 

Verbesserte Virtual Reality

Sony PlayStation VR
Die Wahrscheinlichkeit für VR-Krankheit bei Nutzung der PlayStation VR wird auf der PlayStation 4 Pro reduziert. (Quelle: Sony)
Besitzer einer PlayStation VR kommen ebenfalls in den Genuss von grafisch noch ansprechenderen Spielen. Viele Virtual-Reality-Erlebnisse für die PlayStation-Konsole sollen auf der Pro höher aufgelöst sein und noch mehr Details bieten. Noch wichtiger dürfte jedoch sein, dass die Entwickler ihre Games mit einer flüssigeren Bildfolgerate ausstatten können, was die Wahrscheinlichkeit für die sogenannte VR-Krankheit verringert.

Dieses Symptom – auch als Motion Sickness bekannt – kann auftreten, wenn dem Gehirn in der virtuellen Realität Bewegungen vorgespielt werden, die der Körper jedoch nicht spüren kann. Diese Entkopplung zwischen gefühlter und realer Bewegung kann zu Schwindel-Anfällen und Übelkeit führen. Auf der PS4 Pro soll sich dies auf weniger Menschen auswirken.
 
 

Unsere Einschätzung

Mit der PlayStation 4 Pro eröffnet Sony keine neue Konsolen-Generation, sondern liefert „nur“ eine stärkere PS4 ab. Das Resultat kann sich aber sehen lassen: grafisch ansprechendere Spiele und der höhere praktische Nutzen an 4K-Fernsehern. Auch auf Full-HD-Fernsehern profitieren die Spiele von der technischen Stärke der Pro. Wer also weiterhin die optisch beeindruckendsten Konsolenspiele genießen möchte, kommt um die neueste PS4 nicht herum. Da alle Spiele weiterhin auf der normalen PlayStation 4 spielbar sein werden – genauso wie umgekehrt die alten PS4-Titel auf der Pro – ist ein Neukauf jedoch nicht zwingend nötig. Geht es um das beste Virtual Reality-Erlebnis mit der PlayStation VR, ist die Pro allerdings ebenfalls die erste Wahl.
 

(ph)

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