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Budgetklasse: Günstige Tablets und ihre Kompromisse

10.11.2012 - 13:00

Der Preissturz im Tablet-Markt hat in den vergangenen Monaten rapide zugenommen. Die Zeiten, in denen Nutzer mindestens 500 Euro für ein ordentliches Tablet hinblättern mussten, sind spätestens seit der Offensive von Google und Amazon vorbei. Nexus 7 und Kindle Fire HD starten aktuell bei 199 Euro und liefern gleichzeitig eine Leistungsfähigkeit, die mit deutlich teureren Modellen problemlos mithalten kann. Doch es geht noch günstiger.

Die Budgetmarken Intenso und Trekstor bieten mittlerweile Tablets für Kampfpreise zwischen 80 und 120 Euro – und liegen damit nochmals deutlich unter den Google- und Amazon-Tablets. Um dieses Preisniveau zu erreichen, mussten die Hersteller jedoch großzügig den Rotstift ansetzen. CHECK24 zeigt, mit welchen Einschränkungen Sie bei den Billig-Tablets rechnen müssen.

Arbeiten, Surfen und Spielen im Schneckentempo

Am deutlichsten machen sich die Sparmaßnahmen bei der Leistung bemerkbar. Webseiten und Menüs werden weniger flüssig dargestellt als auf hochwertigeren Tablets. Auch beim Spielen kann die schwache Rechenleistung schnell störend werden, wenn etwa die Angry Birds nur als Diashow über den Bildschirm ruckeln.

Das Problem: Während aktuelle Android-Tablets über einen Prozessor mit vier Rechenkernen verfügen und ein entsprechend hohes Tempo an den Tag legen, muss die Budgetklasse mit einem einzigen Kern auskommen. Das bremst die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich aus – je mehr Inhalte auf dem Bildschirm dargestellt werden sollen, umso mehr gerät das Tablet ins Stocken.

Pixelzählung leichtgemacht

Das Display ist meist die teuerste Komponente in der Produktion. Wer ein besonders günstiges Tablet herstellen möchte, muss zwangsläufig am Bildschirm sparen. Für den Nutzer bedeutet das meist eine geringere Auflösung und Helligkeit.

Während Google beim Nexus 7 eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln auf einem 7-Zoll-Display unterbringt, sind es bei den Sparvarianten lediglich 800 x 480 Bildpunkte. Dadurch erscheint das Bild grobkörniger und weniger scharf.

Chronische App-Armut

Ebenso schwer wiegen die Einschränkungen bei den verfügbaren Apps: Viele der günstigen Tablets sind nicht von Google zertifiziert und haben dadurch keinen Zugriff auf Google Play. Das Angebot in den alternativen App-Bibliotheken ist dagegen um Längen schwächer, was die Vielseitigkeit des Tablets massiv einschränkt.

Sparen am falschen Ende: teurer ist besser

Nicht zuletzt leidet auch die Verarbeitung unter dem günstigen Preis. Es muss zwar nicht immer Aluminium sein, doch auch bei der Qualität des Plastikgehäuses müssen die Hersteller meist sparen. Letztlich spricht nicht viel für die Billig-Tablets um 100 Euro. Der Aufpreis für andere günstige Tablets im Preisvergleich auf CHECK24 sind in jedem Fall gut investiert und sorgen dafür, dass der Spaß am Tablet auch erhalten bleibt.

(tki)

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