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Smartphone-Trends 2014 - biegsame Wunderheiler und schlaue Uhren

10.01.2014 - 20:00

Spätestens mit der Consumer Electronics Show (CES) ist auch dem letzten Technik-Fan klar, dass ein neues Jahr begonnen hat. Anfang Januar versammelt sich ein Großteil der namhaften Elektronik-Hersteller in Las Vegas, um die hauseigenen neuen Highlights zu präsentieren – vom Smartphone-Flaggschiff bis zum größten Gadget-Unfug, den die Welt je gesehen hat.

Einige interessante Trends für 2014 haben die großen Smartphone-Hersteller auf der CES vorgestellt, andere haben bereits in den vergangen Monaten ihren Weg in die Online-Shops der Nation gefunden. CHECK24 stellt einige der spannendsten und kuriosesten Entwicklungen vor.

Selbstheilendes Smartphone in Kurvenlage

Wer das LG G Flex zum ersten Mal in den Händen hält, dürfte sich verwundert die Augen reiben. Nein, es handelt sich dabei nicht um einen Produktionsfehler. Das Smartphone macht seinem Namen alle Ehre – die bogenförmige Krümmung ist von den koreanischen Entwicklern so gewollt. Laut LG soll die neue Bauform die Gesprächsqualität verbessern, da Mikrofon und Lautsprecher durch die Biegung näher am Mund und am Ohr sitzen.

Das klingt zunächst logisch – ob die Wirkung jedoch tatsächlich wahrnehmbar ist, darf bezweifelt werden. Allerdings ist das Display nicht nur gebogen, sondern auch flexibel: So lässt sich das LG G Flex leicht verdrehen, ohne dass der Bildschirm dadurch Schaden nimmt. Solange der Nutzer also nicht versucht, aus dem Smartphone eine Luftballon-Figur zu drehen, hält es alltäglichen Belastungen problemlos Stand.

Noch kurioser mutet die größte Innovation des LG G Flex an: Laut Hersteller soll das Smartphone über „Selbstheilungskräfte“ verfügen. Eine Pressemitteilung der Koreaner vergleicht das G Flex mit der Comicfigur Wolverine aus X-Men – eine ebenso kreative wie seltsame Marketing-Idee. Dabei hat die neue Technik durchaus Potenzial: Die Rückseite des Geräts ist mit einer Schutzschicht überzogen, die sich ihre ursprüngliche Form „merken“ kann. Kriegt das Smartphone nun Kratzer ab, fällt das Schutzmaterial wieder in die Ausgangsform zurück und lässt die Beschädigungen verschwinden. Wer das Telefon jedoch zu sehr malträtiert, dem kann selbst das Wolverine-Smartphone nicht mehr helfen.

Größenwahn ohne Grenzen

Bereits 2013 hat sich das sogenannte Phablet als neue Geräteklasse etabliert: Die Modelle sind mit ihren Displays ab fünf Zoll aufwärts eigentlich zu groß, um noch als Smartphone durchzugehen, für ein vollwertiges Tablet jedoch zu klein. Für 2014 haben mehrere Hersteller bereits neue Phablets angekündigt, die mit Bildschirmdiagonalen zwischen sechs und 6,5 Zoll immer neue Größenrekorde aufstellen.

Ob solche Monster-Smartphones noch alltagstauglich sind, ist weitgehend Geschmackssache. Jeder Nutzer muss 2014 mehr denn je die Entscheidung zwischen Größe und Handlichkeit treffen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2013 gingen Samsung und HTC dazu über, die kompakteren Versionen ihrer Flaggschiffe Galaxy S4 und One als „Mini“ zu bezeichnen – bei einer Bildschirmdiagonale von immer noch beachtlichen 4,3 Zoll. Für die aktuelle Smartphone-Generation dürfte sich die Definition von "klein" auch 2014 weiter nach oben verschieben.

Uhren mit Hirn

Die Idee einer intelligenten Uhr, die mehr bietet als eine gewöhnliche Armbanduhr, geistert schon seit Jahren durch die Technikwelt. Doch erst im Laufe des vergangenen Jahres veröffentlichten Samsung und Sony die ersten ernstzunehmenden Kandidaten. Mit Android-Betriebssystem und einigen Apps übernimmt die Uhr einen Teil der Aufgaben, die sonst dem Smartphone zufallen würden. Per Bluetooth mit dem Telefon gekoppelt, zeigt die Smartwatch auch E-Mails, Kurznachrichten oder Updates aus sozialen Netzwerken an. Dennoch stellt sich immer wieder die Frage: Braucht man das?

Die Aura der Überflüssigkeit dürfte die Smartwatch auch 2014 nicht loswerden – allerdings arbeiten die Hersteller weiterhin daran, die Uhren mit zusätzlichen Funktionen auszustatten und noch smarter zu machen. Sollten sich die neuen Modelle auch direkt zum Telefonieren eignen und die Kinderkrankheiten abschütteln, könnte die Smartwatch für hartgesottene Gadget-Fans eine Alternative zum Smartphone werden. Bei Preisen zwischen 150 und 300 Euro ist eine Erweiterung jedoch bitter nötig, damit sich die Investion künftig lohnt.

(tki)

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