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Die besten Outdoor-Kompaktkameras: Urlaubsfotos am Strand

07.07.2014 - 12:05

Pünktlich zum Sommer boomt der Verkauf von Digitalkameras - schließlich möchten viele Hobbyfotografen ihre Reise mit Erinnerungsfotos festhalten. Doch häufig enthalten die Impressionen aus dem Urlaub kaum Bilder von der schönen Zeit am Strand - und das aus gutem Grund: Viele Urlauber lassen ihre Kamera zur Sicherheit lieber im Hotelzimmer. Ist die Kamera einmal im Meer versenkt, auf einem Stein zerschellt oder in den Sand gefallen, dann ist das gute Stück meist nicht mehr zu retten.

Doch seit einigen Monaten reagieren die großen Kamera-Hersteller verstärkt auf dieses Problem: Sogenannte Outdoor-Kompaktkameras sind besonders robust gebaut, um auch die widrigsten Umwelteinflüsse unbeschadet zu überstehen. Bei der Auswahl ist jedoch Vorsicht geboten – denn die Widerstandsfähigkeit geht oft zulasten der Bildqualität.

Iron Man – Kameras aus Stahl

Gegen Wasser und Sand geschützt: Die Panasonic Lumix DMC-FT5. (Bild: Panasonic)
Trotz der vielen verschiedenen Modelle, die der Markt mittlerweile zu bieten hat, funktioniert der Schutz gegen Umwelteinflüsse bei allen Outdoor-Kompaktkameras ähnlich. Die meisten Geräte sind mit einem Rahmen aus Kunststoff oder Gummi umgeben, der verhindern soll, dass der Bildschirm oder das Gehäuse beim Sturz splittern. Das funktioniert erstaunlich gut: In einem aktuellen Test von Stiftung Warentest fielen die Kameras aus einem Meter Höhe dreimal auf einen Betonboden. Trotz unterschiedlicher Aufprallwinkel überstanden die Testkandidaten diese Tortur mit wenigen Kratzern und waren anschließend noch voll funktionstüchtig.

Ähnliches gilt für den Kontakt mit Wasser: Outdoor-Kompaktkameras müssen komplett wasserdicht verarbeitet sein und auch beim Schnorcheln eine gute Figur machen. Eine Glasscheibe über der Linse sorgt dafür, dass die Optik unter Wasser trotzdem klare Bilder liefert – quasi eine Schwimmbrille für die Kamera. Wie tief das Gerät gefahrlos abtauchen kann, ist bei jedem Hersteller unterschiedlich. Am weitesten abwärts geht es mit der Canon Powershot D30, dem Drittplatzierten bei Stiftung Warentest. Doch auch die anderen Modelle gaben sich keine Blöße und funktionierten auch nach dem Tauchgang noch einwandfrei.

Flash – Blitz gegen Bildqualität

Doch die Widerstandsfähigkeit hat ihren Preis – und das nicht nur finanziell. Die Bildqualität leidet bei den meisten Modellen unter dem kleinen Sensor, den kompakten Ausmaßen und nicht zuletzt der harten Schale. Bei guten Lichtverhältnissen erzielen Outdoor-Kompaktkameras ordentliche Ergebnisse, etwa direkt unter der Wasseroberfläche beim Schnorcheln.

Doch sobald das Umgebungslicht nachlässt, ist es mit der Herrlichkeit vorbei: Starkes Bildrauschen und Detailverlust sorgen für wenig Spaß beim Betrachten der Fotos. Wer nun instinktiv den Blitz zuschaltet, der verschlimmbessert die Situation sogar noch: Die meisten Outdoor-Kompaktkameras belichten nahe Objekte mit Blitz gnadenlos über, während ferne Motive gar nicht erst erreicht werden. Laut Stiftung Warentest verfügt lediglich der Testsieger Nikon Coolpix AW120 über einen guten Blitz.

Auch die Bildqualität selbst lässt bei vielen Modellen zu wünschen übrig. Neben dem Testsieger empfanden die Warentester nur die Panasonic Lumix DMC-FT5 im Sehtest für gut. Wer also gute Bilder und ein robustes Gehäuse benötigt, der muss verhältnismäßig tief in die Tasche greifen: Die beiden Spitzenreiter kosten derzeit knapp 300 Euro. Der Haken: Für diesen Preis erhalten Hobbyfotografen bereits eine deutlich hochwertige Kompaktkamera mit größerem Sensor und besserer Bildqualität. Die ist dann allerdings nicht wasserdicht. Wer die Kamera hingegen unbedingt am Strand und unter Wasser einsetzen möchte, der kommt um ein robustes Ourdoor-Modell dennoch nicht herum.

(tki)

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