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E-Book-Reader: Last-Minute-Geschenk für Leseratten

18.12.2012 - 21:00

Wer seine Weihnachtsgeschenke online kauft, spart sich den Gang in die völlig überfüllten Einkaufszentren und Fußgängerzonen. Viel Zeit bleibt jedoch nicht mehr: Die großen Online-Händler garantieren nur noch für wenige Tage, dass die Lieferung noch pünktlich für Heiligabend eintrifft. Wenn die Ideen ausgehen, greifen viele auf den Klassiker zurück und verschenken Bücher – das ist zwar nachvollziehbar, aber langweilig. Eine Alternative zum gedruckten Buch sind die immer beliebteren E-Book-Reader.

Eifrige Leseratten stehen meist recht schnell vor einem Platzproblem: Das Bücherregal reicht bereits bis unter die Decke, aber trotzdem kommt immer neuer Lesestoff dazu. Ein E-Book-Reader bietet auf kleinstem Raum Platz für über 1.000 Bücher und ist als mobile Bibliothek immer dabei. Jedoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den gängigen Readern, die sich auf die Bücherauswahl und den Lesekomfort auswirken.

E-Ink – elektronische Tinte fürs Auge

Rein äußerlich sieht ein E-Book-Reader aus wie ein schlichtes Tablet, basiert aber auf einer komplett anderen Displaytechnik. Der sogenannte E-Ink-Bildschirm arbeitet mit elektronischer Tinte, die verschiedene Graustufen auf annähernd weißem Hintergrund darstellt.

Der Vorteil: Im Vergleich zu klassischen LCDs ist beim Lesen keine Hintergrundbeleuchtung nötig. Dadurch ermüden die Augen auch nach längerer Zeit nicht – zudem bleibt das Display selbst bei starkem Sonnenlicht gut lesbar. Wem das Standard-Schriftbild zu klein ist, der kann den Text nach Wunsch vergrößern und auf die eigenen Gewohnheiten abstimmen.

In dunklerer Umgebung ist zum angenehmen Lesen jedoch eine Lampe nötig. Spezielle Leuchten können dafür direkt am Reader befestigt werden und beleuchten nur das Gerät, nicht den restlichen Raum. Einige aktuelle E-Book-Reader verfügen trotz E-Ink-Bildschirm über eine Hintergrundbeleuchtung, die sich bei Bedarf zuschalten lässt.

Formate – Lesefreiheit oder Amazon-Käfig?

Mit der Wahl eines E-Book-Readers entscheidet sich der Leser automatisch für die Bezugsquellen, über welche der Download neuer E-Books möglich ist. Den geringsten Einschränkungen unterliegt das weit verbreitete ePub-Format. Ein Großteil aller E-Book-Shops hat sich auf dieses Format geeinigt und bietet dafür eine nahezu unbegrenzte Auswahl von aktuellen Bestsellern oder Klassikern.

Die beliebten Kindle-Reader des Versandriesen Amazon arbeiten wesentlich restriktiver: Neue E-Books kann der Leser nur aus dem Kindle-Store beziehen, die Zusammenarbeit mit anderen Quellen verweigert der Reader.

Die besten E-Book-Reader

Allen Einschränkungen zum Trotz ist der Kindle von Amazon nach wie vor einer der beliebtesten E-Book-Reader. Die aktuellste Version – der Kindle Paperwhite 3G – ist mit einer Hintergrundbeleuchtung und einem Mobilfunkmodul ausgestattet. Damit wählt sich der Reader ohne zusätzliche Kosten in den Kindle-Store ein, unabhängig vom Standort. Wer ohnehin häufig bei Amazon einkauft und sich an der Begrenzung nicht stört, erhält mit dem 189 Euro teuren Kindle Paperwhite 3G einen der besten Reader auf dem Markt.

Ein gutes Stück günstiger ist der aktuelle Testsieger bei Computer Bild: Der Reader mit dem eher seltsam anmutenden Namen Kobo Glo verfügt ebenfalls über eine Hintergrundbeleuchtung und lässt sich per Touchscreen komfortabel bedienen. Zudem unterstützt er das ePub-Format und ist dem Vorzeige-Reader von Amazon auch bei der Akkulaufzeit voraus.

(tki)

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