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Kurioses Smartphone-Zubehör - ein Telefon auf Abwegen

10.02.2014 - 18:00

Es gibt nur wenige Dinge, die ein aktuelles Smartphone noch nicht kann. Kaffee kochen gehört dazu, und auch das lästige Bügeln nimmt es dem Nutzer bisher noch nicht ab. Doch die Heerscharen an Apps und Sonderausstattung könnte größer kaum sein - und was sich mit den Mini-Programmen nicht abdecken lässt, das übernehmen Zubehör-Produkte.

Immer wieder kommen die Hersteller dieser Welt mit neuen Gadgets um die Ecke, auf die alle Smartphone-Nutzer seit jeher gewartet haben – oder auch nicht. Manchen liegt eine sinnvolle Idee zugrunde, während andere an Kuriosität kaum zu überbieten sind. CHECK24 stellt einige der ungewöhnlichsten Zusatzgeräte vor.

Dr. Smartphone – Fieber messen auf Distanz

Wenn die Krankheit zuschlägt, ist das Internet für viele Nutzer die erste Anlaufstelle. Doch die Selbstmedikation aufgrund von Informationen aus dem Netz ist gefährlich, eine fachlich fundierte Einschätzung vom Arzt lässt sich dadurch nicht ersetzen. Auch die Zubehör-Hersteller wollen bisher nicht so weit gehen, einen „Dr. Smartphone“ zu entwickeln – doch grundlegende medizinische Funktionen lassen sich mit dem richtigen Gadget durchaus abdecken.

So etwa das Medisana Thermodock: Das kleine Smartphone-Thermometer wird einfach an den Docking-Anschluss eines iPhones angekoppelt. Anschließend misst das Modul die Temperatur an Flüssigkeiten und Oberflächen durch Infrarot-Strahlen – laut Anbieter funktioniert das auch mit der Körpertemperatur. Der Nutzer soll das Handy-Thermometer dafür rund fünf Zentimeter vor die Stirn halten. Das Problem: Die Temperatur weicht dort in der Regel von der eigentlichen Kerntemperatur ab, eine wirklich aussagekräftige Messung ist nur schwer möglich. Für rund 40 Euro ein nettes Gimmick, das jedoch nur bedingt als Fieberthermometer geeignet ist.

Mini-Fernseher – keine Sendung mehr verpassen

In Zeiten von Livestreams der Fernsehsender und anderen kostenpflichtigen Streaming-Angeboten lassen sich hochwertige Smartphones problemlos in ein kleines Kino für unterwegs verwandeln. Der Haken: Die dauerhaft aktivierte Internetverbindung frisst sich meist schneller durch das Datenvolumen der mobilen Internet-Flatrate, als es dem Nutzer lieb sein kann. Danach gibt's dank Drosselung nur noch Diashows – Fernsehspaß will dann kaum noch aufkommen.

Mit einem kleinen, aber feinen Zubehörteil lässt sich dieses Problem gänzlich umgehen: Der Elgato Eye TV W (ca. 70 Euro) ist ein hosentaschentauglicher DVB-T-Empfänger für Smartphones und Tablets. Das schwarze Kästchen ist kaum größer als eine Streichholzschachtel, lediglich die Antenne ragt oben heraus. Die Einrichtung ist auf iPad und iPhone wie auf den unterstützten Android-Geräten denkbar einfach: Das Eye TV baut selbst ein WLAN auf, mit dem sich das Smartphone über die hauseigene App verbindet – und schon kann der Fernsehgenuss beginnen, ohne weitere Kosten für mobiles Internet.

Pflanzenwächter – grüner Daumen zum Mitnehmen

Mit diesen Gadgets wird es nun endgültig kurios: Der Parrot Flower Power (ca. 50 Euro) ist das ideale Zubehör für technikaffine Hobbygärtner. Auf den ersten Blick sieht das seltsam anmutende Gerät aus wie ein Ast, der aus dem Blumentopf ragt. Eigentlich beherbergt das Gehäuse jedoch einen Bluetooth-Sensor, der die geliebte Zimmerpflanze auf Schritt und Tritt überwacht.

Mit der entsprechenden App kann der Nutzer alle wichtigen Daten in der Umgebung seines grünen Freundes prüfen: Der Sensor misst die Feuchtigkeit der Erde, die Helligkeit, die Temperatur und sogar die Düngerkonzentration. Fällt ein bestimmter Wert aus dem Rahmen, schlägt das Smartphone sofort Alarm. Warum sich jedoch ausgerechnet das eigene Handy um das Wohlergehen der Pflanzen kümmern muss, bleibt offen – man könnte ja auch einfach hin und wieder selbst nachsehen.

Alarmanlage – der Smartphone-Wachhund

Wesentlich sinnvoller erscheinen da spezielle Alarm-Module wie das Philips Inrange (ca. 40 Euro). Das kleine Kästchen wird dabei per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt und dadurch aktiviert. Entfernen sich die Geräte zu weit voneinander, geben beide einen fiesen Warnton von sich, der genug Lärm macht, um die gesamte Umgebung zu alarmieren. Mit etwas Glück lässt sich der Diebstahl dadurch bereits verhindern, wenn der Langfinger durch die plötzliche Aufmerksamkeit nachhaltig verschreckt wird.

Windmesser – viel Wirbel um den Kopfhöreranschluss

Dagegen ist das Vaavud Windmeter ein eher windiges Gadget – im wahrsten Sinne des Wortes. Das leuchtend rote Plastik-Anhängsel wird in den Kopfhöreranschluss des Smartphones gesteckt. Wer die zugehörige App herunterlädt und das Telefon anschließend in die Luft hält, dem zeigt der Bildschirm sofort die aktuelle Windgeschwindigkeit an. Bleibt der Windmesser länger im Einsatz, lässt sich auch ein Zeitverlauf darstellen, ebenso wie die maximale und die durchschnittliche Geschwindigkeit. Das mag für Drachenflieger und andere, sehr spezielle Zielgruppen interessant sein, den normalen Nutzer dürfte das rund 45 Euro teure Gerät jedoch kaum vom Hocker reißen.

(tki)

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