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Beamer-Technik erklärt - so funktioniert die Heimkino-Projektion

16.05.2013 - 20:00

Im Fernseher-Segment ist der Größenwahn ausgebrochen: Die aktuellen Modelle werden von Generation zu Generation immer größer, Bildschirmdiagonalen von bis zu 80 Zoll sind keine Seltenheit mehr. Aber trotzdem bleiben selbst beeindruckende Hollywood-Blockbuster stets im Rahmen des Fernsehers „eingesperrt“ – echtes Kinofeeling kommt im Wohnzimmer erst mit einem Beamer auf. Nur auf einer großflächigen Leinwand kann sich die Film-Magie richtig entfalten.

Doch auch wenn sich die aktuellen Heimkino-Beamer äußerlich kaum voneinander unterscheiden – ihr Innenleben basiert auf sehr unterschiedlichen Projektions-Verfahren mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen. CHECK24 erklärt die drei gängigen Technologien im Vergleich.

DLP-Beamer – Spieglein, Spieglein…

Liegt das Hauptaugenmerk beim Kauf eines neuen Beamers auf dem Preisschild, fällt die Wahl meist auf einen Beamer mit DLP-Technik. Das sogenannte Digital-Light-Processing-Verfahren arbeitet mit einem oder mehreren Chips, auf denen eine Vielzahl von Mikrospiegeln angebracht ist. Je nach eingestelltem Winkel der Spiegel wird das ankommende Licht reflektiert – oder eben nicht. Ein drehbares Rad mit Filtern sorgt für die Farbgebung.

Durch dieses Verfahren erzielen DLP-Beamer flüssige Bewegungsabläufe und ein sattes Schwarz, da sich das Licht komplett abschotten lässt. Die Kehrseite der Medaille ist der unter Heimkino-Fans gefürchtete Regenbogeneffekt: Durch das drehende Rad können für den Betrachter Farbverläufe im Bild sichtbar werden, ähnlich einem Regenbogen. Zwar fällt dieses Manko nur bei genauem Hinsehen auf, kann aber den Filmgenuss etwas schmälern. Dennoch sind DLP-Beamer gerade preislich interessant: Das Schnäppchen BenQ W700 etwa kostet aktuell nur 460 Euro.

LCD-Beamer – Over the Rainbow

Eine Stufe hochwertiger, aber auch teurer sind Beamer mit LCD-Technik. Wie die meisten aktuellen Fernseher arbeiten diese Projektoren mit Flüssigkristall-Displays – eines für jede der Grundfarben Rot, Grün und Blau. Werden die Kristalle durchleuchtet, passen sie die Helligkeit des Lichts an den gewünschten Bildeindruck an.

Über den Regenbogeneffekt sind diese Beamer längst hinaus und liefern dem Heimkino-Fan meist kräftige und natürlich-strahlende Farben. Lediglich die Schwarzwerte der LCD-Beamer sind nicht ganz optimal, da sich die Flüssigkristallschicht nicht vollständig abdichten lässt. Dadurch wirken dunkle Szenen oft blass und weniger plastisch. Aktuell bieten Projektoren mit LCD-Technologie das beste Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt – der Bestseller Epson EH-TW6000W etwa ist ab 1.600 Euro erhältlich.

SXRD-Beamer – The Next Generation

Die modernste Technik für eine optimale Darstellungsqualität ist derzeit in SXRD-Beamern verbaut. Diese Modelle verbinden das Beste aus zwei Welten und setzen auf die Flüssigkristallschicht eines LCD-Beamers, kombiniert mit den Spiegeln der DLP-Geräte. Das Ergebnis sind hervorragende Kontraste und starke Farben ohne den Anflug eines Regenbogeneffekts.

Ganz ohne Schwächen kommt jedoch auch der SXRD-Beamer nicht aus: Viele Modelle leiden unter der relativ trägen Reaktionszeit der Flüssigkristalle, was zu unschönen Nachzieheffekten führen kann. Bei der aktuellen SXRD-Generation konnten die Hersteller dieses Risiko jedoch minimieren. Dadurch liefert dieses Projektions-Verfahren aktuell die besten Ergebnisse, hat allerdings seinen Preis: So kosten Spitzenmodelle wie der Sony VPL-HW50ES im Angebot auf CHECK24 Shopping meist über 2.000 Euro.

(tki)

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