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Urteil: Nach Pferdetritt nicht automatisch Schadensersatz

26.04.2013 - 12:30

Setzt sich ein Pferdetrainer bewusst der Gefahr aus, die von dem ihm anvertrauten Pferd ausgeht und wird er dabei durch das Pferd verletzt, ist der Besitzer des Tieres nicht schadensersatzpflichtig. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz hervor, welches unlängst veröffentlicht wurde.

Im konkreten Fall sollte eine Pferdetrainerin einen Grauschimmel trainieren. Während des Ausladens aus einem Hänger wurde sie vom Pferd getreten, ihr rechtes Knie wurde verletzt. Daraufhin forderte sie vom Pferdebesitzer Schadensersatz – doch dieser verweigerte die Zahlung. Seine Argumentation: Die Pferdetrainerin habe bewusst die Tiergefahr in Kauf genommen, da sie alleine mit dem Ausladen des Pferdes begann, ohne auf die Hilfe anderer zu warten.

Die Geschädigte zog gegen den Pferdehalter vor Gericht ─ das Oberlandesgericht Koblenz entschied allerdings gegen sie. Die Begründung des Gerichts: Zwar habe sich durch den Pferdetritt tatsächlich eine typische Tiergefahr realisiert. Jedoch habe sie sich diesem Risiko durch ihren Alleingang bewusst ausgesetzt.

Eigengefährdung setzt Tierhalterhaftung außer Gefecht

Diese Eigengefährdung der Trainerin habe die gesetzlich festgeschriebene Tierhalterhaftung zurücktreten lassen. Somit habe sie keinerlei Anspruch auf Schadensersatz gegenüber dem Pferdehalter.

Da Pferdebesitzer aber grundsätzlich per Gesetz für alle vom Pferd verursachten Schäden haften und das Verhalten dieser Fluchttiere letztendlich unberechenbar bleibt, empfiehlt sich der Abschluss einer Pferdehalterhaftpflicht. Denn Schäden, die das Pferd an Menschen oder Gegenständen anrichten kann, können ansonsten schnell teuer werden.

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(kro)

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