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Urteil: Schadenersatzansprüche gegen Reitlehrer abgewiesen

07.06.2013 - 14:00

Reiten ist nach wie vor ein angesagtes Hobby von Jung und Alt. Um es auszuüben, benötigt man jedoch nicht nur ein Pferd, sondern auch einen Stall und viel Platz. Dieser Leidenschaft zu frönen ist daher sehr zeit- und kostenintensiv. Zudem will der Umgang mit Pferden geübt sein. Sich einfach auf ein Pferd zu setzen und wild drauf los zu reiten, ist nicht möglich. Man muss sich mit dem Pferd vertraut machen und erst einmal lernen, es zu reiten. Hierfür gibt es Reitlehrer, die ihre Kompetenzen und ihr Wissen rund um Pferde anbieten und jeden, der die Voraussetzungen mitbringt, das Reiten lehren. In Hessen hat eine Finanzbeamtin von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Während einer Reitstunde kam sie unglücklich zu Fall und brach sich dabei einen Lendenwirbel. Daraufhin verklagte das Land Hessen, bei dem die Beamtin angestellt ist, den Reitlehrer auf Schadenersatz. Der Beklagte sollte dem Land die angefallenen Arztkosten und die Lohnfortzahlungen für die erkrankte Mitarbeiterin zurückerstatten. Der Unfall habe sich nur ereignet, weil der Lehrer den Trabrundlauf seiner Schülerin nicht abgebrochen hatte, obwohl seine Frau eine Stute und ihr Fohlen durch die Halle zum Ausgangstor geleitet hatte. Daraufhin habe das Pferd plötzlich die Richtung geändert, um den beiden Tieren zu folgen.

Durch die Richtungsänderung stürzte die Frau vom Pferd und verletzte sich. Das Landgericht wies die Klage ab. Dagegen legte Hessen beim Oberlandesgericht Berufung ein. Doch auch das Oberlandesgericht Frankfurt am Main wies die Schadenersatzansprüche zurück. Das Gericht gab dem Kläger zwar recht, dass der Reitlehrer den Ritt seiner Schülerin hätte unterbrechen oder verlangsamen müssen - jedoch bestehe kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Sturz und der Pflichtverletzung. Denn die Unfallprüfung habe ergeben, dass das Pferd erst dann die Richtung wechselte, als das Ausgangstor bereits geschlossen war.

Versicherungsschutz für Reitlehrer

Wäre das Tor noch offen gewesen, als sich der Unfall ereignete, hätte der Reitlehrer wahrscheinlich für den entstanden Schaden haften müssen. Er hätte den Ritt stoppen oder seine zumindest Schülerin auffordern müssen, langsamer zu reiten. Pferde sind Flucht- und Herdentiere, daher sind sie nie vollends berechenbar. Ein Unfall ereignet sich schneller, als einem lieb ist und kann unter Umständen sehr teuer werden.

Hätte die Frau beispielsweise einen dauerhaften Schaden davongetragen oder wäre berufsunfähig geworden, hätte das für den Reitlehrer ohne passenden Versicherungsschutz den finanziellen Ruin bedeuten können. Daher sollten sich Reitlehrer stets mittels einer Berufshaftpflichtversicherung absichern. Sollten sie zugleich Pferdebesitzer sein, ist der Abschluss einer Reiterhaftpflichtversicherung dringend zu empfehlen, um sich gegen Schadenersatzansprüche von Dritten abzusichern. Wichtig dabei ist, die Versicherungssumme ausreichend hoch zu wählen. Zu empfehlen ist eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro.

Reithaftpflichtversicherung deckt Vermögens-, Sach- und Personenschäden

Eine Pferdehaftpflichtversicherung deckt nicht nur Vermögens-, Sach- und Personenschäden ab, die Dritten entstehen, sondern übernimmt meist im Falle von umstrittenen Schuldzuweisungen auch Prozesskosten, um Schadenersatzansprüche vor Gericht abzuwehren. Sollte der Reitlehrer aus Hessen zugleich auch Eigentümer des Pferdes gewesen sein und über eine Pferdehaftpflichtversicherung verfügt haben, die Fremdreiter einschließt, hat ihn die Sache nur Zeit und Nerven, jedoch kein Geld gekostet.

Wer seine Nerven und seinen Geldbeutel schonen möchte, der sollte bei CHECK24 Pferdehaftpflichtversicherungen vergleichen. Der Versicherungsvergleich ist kinderleicht, kostenlos und unverbindlich. Schnell Entschlossene können umgehend per Online-Verfahren eine Police abschließen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich ein Angebot per Post oder E-Mail zuschicken zu lassen. Auch dies ist nicht verbindlich und mit keinerlei Kosten verbunden.

(mtr)

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