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Ökostrom Wechselwoche: Umweltverbände rufen zum Anbieterwechsel auf

16.09.2011 - 16:50

Ein halbes Jahr nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima ruft ein Zusammenschluss von 23 Umweltorganisationen eine Ökostrom-Wechselwoche aus. Das Bündnis "Atomausstieg selber machen" will Verbraucher vom 17. bis 24. September dazu bewegen, im Privaten den Atomausstieg bereits jetzt zu vollenden. Parallel zum Auftakt der Wechselwoche sollen am 17. und 18. September Demonstrationen gegen Atomanlagen in Belgien, Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland stattfinden.

Die Initiatoren der Aktionswoche bemängeln, dass vor allem die großen Energiekonzerne den Atomausstieg nach Kräften verzögerten. Zudem verfolgten diese Versorger mit ihren Kohlemeilern ein klimafeindliches Geschäftsmodell, so Florian Noto, Koordinator von Atomausstieg selber machen. Der Ökostromanteil liege bei den Konzernen weit unter dem bundesweiten Durchschnitt. Mit Infoständen, Flugblättern und Stromwechselparties wollen die Aktivisten für ihr Anliegen werben.

Breites Angebot an Ökostromtarifen

Umweltschonend erzeugten, kernkraftfreien Strom haben mittlerweile fast alle Versorger im Angebot - vom Discount-Segment bis hin zu Stadtwerken und spezialisierten Öko-Anbietern. Das Aktionsbündnis empfiehlt insbesondere Anbieter, die nicht auch gleichzeitig Kohle- oder Atomstrom neben Ökostrom verkaufen. Um einen nachhaltigen Umweltnutzen zu erzielen, sollten Verbraucher zumindest darauf achten, dass ihr Stromlieferant den Ausbau der erneuerbaren Energien fördert und somit langfristig "schmutzige" Kraftwerke ersetzt.

Durch einen Ökostrom Vergleich im Internet können Stromkunden bequem von zu Hause aus und in wenigen Minuten klären, welche Anbieter sie zu welchen Preisen mit Ökostrom versorgen können. Durch die Auswahl der Option "nachhaltiger Ökostrom" werden nur noch Tarife in den Vergleich einbezogen, deren Anbieter zum Ausbau der erneuerbaren Energien beitragen. Die Nutzung des Ökostromrechners ist kostenlos und unverbindlich, auf Wunsch kann der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter gleich online in Auftrag gegeben werden.

Demonstrationen vor europäischen Atomreaktoren

Gleichzeitig planen die Atomkraft-Gegner am Wochenende Demonstrationen vor Kernkraftwerken in mehreren europäischen Ländern, unter anderem vor dem umstrittenen französischen AKW Cattenom nahe der Grenze zu Deutschland und Luxemburg. Auch vor den Meilern bei Fessenheim im Elsass, am geplanten französischen Endlager in Bure, vor der Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau und vor den drei belgischen AKWs bei Tihange soll demonstriert werden.

(mb)

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