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Ökostromanbieter entdecken Elektromobilität für sich

06.05.2014 - 10:00

Der Siegeszug des Ökostroms überträgt sich immer stärker auch auf den Markt für Elektroautos. Dadurch profitieren Ökostromanbieter von der Ausbreitung von Elektromobilität in Deutschland. Durch eine Zusammenarbeit können beide Branchen Synergieeffekte nutzen. Der Ökostromanbieter WEMAG AG zeigt, wie die Zusammenarbeit die Energiewende in Deutschland voranbringen kann. Ein Ziel dabei: Elektroautos als Speicher für Ökostrom nutzbar zu machen.

Die WEMAG AG übernimmt dafür die Mehrheit an Karabag Elektroauto GmbH, einem der führenden Hersteller von Elektroautos. Caspar Baumgart, der kaufmännische Vorstand der WEMAG AG, begründet die Entscheidung damit, dass der Ökostromanbieter bislang als einziges Unternehmen Elektromobilität als strategisches Geschäftsfeld nutze. Sowohl die Entwicklung als auch die Akzeptanz von Elektromobilität sollen in Deutschland vorangetrieben werden. Zudem könnten die angebotenen Elektroautos in Verbindung mit der Versorgung von selbst erzeugtem Strom – etwa über eine eigene kleine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach -  bereits jetzt im Verbrauch deutlich günstiger seien als vergleichbare Benziner. Ziel sei es, die Preise noch weiter zu senken und so das Elektroauto für die Masse der Kunden begehrlicher zu machen.

Elektroautos als mobile Stromspeicher

Laut Finanzvorstand Baumgart beabsichtigt der Ökostromanbieter WEMAG die Weiterentwicklung der Speichertechnologien. Elektroautos besäßen schließlich ein hohes Potenzial, als mobile Stromspeicher die Netze zu entlasten. Ähnlich funktioniert es bereits beim sogenannten ReeVolt!-Programm von WEMAG, bei dem Speicher im Haushalt den Solarstrom der eigenen Photovoltaikanlage sammeln sollen. Der Ökostromanbieter wolle daher das Potenzial dieser Technik konsequent nutzen und ausbauen und so die Entwicklung von Elektroautos aktiv vorantreiben, so Baumgart weiter.

Solarstrom für Elektroautos nutzen

Künftig soll die Verbindung von Elektromobil-Akkus mit der Stromversorgung privater Haushalte möglich sein. Ein wichtiger Aspekt der Energiewende ist schließlich, nachhaltig erzeugten Strom schnell und unkompliziert speichern zu können, da sich Wind und Sonne nicht einfach bei Bedarf aktivieren oder bei Überschüssen abschalten lassen. Die Situation erinnere ein wenig an Nachtspeicheröfen, erklärt Raymond See, Entwicklungsleiter der WEMAG. Dort hatte man billige Energie über Nacht "geparkt" und tagsüber dann in Form von Wärme in Anspruch genommen.

Den gleichen Zweck könnten auch Elektroautos erfüllen, denn sie könnten den Strom speichern, der beispielsweise durch Photovoltaik auf dem eigenen Hausdach gewonnen wurde. Für den Stromkunden sei das günstiger, als die gewonnene Energie einfach ins Netz einzuspeisen, nur um ihn später wieder vom Netzbetreiber zurückzukaufen. Zudem würden dadurch auch die Netze selbst entlastet werden. Damit wäre die Entwicklung eine praktische Lösung für eine der wichtigsten Herausforderungen der Energiewende: die möglichst verlustarme Speicherung von Ökostrom.

(rfi)

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