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Earth Hour 2012: Licht aus, Klimaschutz an!

30.03.2012 - 11:09

Am kommenden Samstag ist es wieder so weit: Es ist Earth Hour. Rund um den Erdball werden die Teilnehmer eine Stunde lang ihre elektrischen Lichter ausschalten. Damit wollen sie für den Klimaschutz werben. Der World Wildlife Fund (WWF), der die Earth Hour organisiert, spricht von der größten globalen Umweltschutzaktion aller Zeiten. Ihr Nutzen ist allerdings minimal.

Punkt 20.30 Uhr sollen am 31. März von Flensburg bis Sonthofen wieder die Lichter ausgehen. 60 Minuten für den Klimaschutz - so wirbt der WWF für den ökologisch angehauchten Blackout. Privatleute und Betriebe beteiligen sich ebenso wie Städte und Kirchen, die für eine Stunde die Beleuchtung ihrer Gebäude und Denkmäler abschalten wollen. Punkt 21.30 Uhr werden dann die Glühbirnen, Neonröhren und LEDs wieder eingeschaltet.

Ein Event ohne nachhaltige Wirkung

In der Zwischenzeit sind vielerorts Earth Hour Parties geplant - nette Events mit Unplugged-Musik bei Kerzenschein. Gleichzeitig dürfen sich die Teilnehmer freuen, Teil einer riesigen globalen Umweltschutzbewegung zu sein und etwas für den Klimaschutz zu unternehmen. Nach der Earth Hour ist es allerdings vorbei mit dem Sparen. Gar nicht so wenige Teilnehmer werden sich als Umweltschützer fühlen - und sich auf der Heimfahrt in ihren spritfressenden Geländewagen setzen.

Eine nachhaltige Wirkung für die Umwelt lässt sich so leider nicht erzielen. Wegen 60 Minuten "Licht aus" geht keines der unflexiblen und schmutzigen Kohlekraftwerke vom Netz. Schon eher ein vergleichsweise sauberes Gaskraftwerk. Oder der gesparte Strom landet in einem Pumpspeicher. Schlecht ist die Earth Hour dennoch nicht: Sie schafft ein Bewusstsein für die Notwendigkeit, Strom zu sparen.

Echter Klimaschutz: Energie sparen und nachhaltiger Ökostrom

Wer aber wirklich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will, muss seinen Stromkonsum dauerhaft reduzieren. Zum Beispiel durch den Verzicht auf Standby-Betrieb, mit LED-Lampen oder indem nicht benötigte Geräte konsequent ausgeschaltet werden. Beim Kauf von Neugeräten zeigt ein Blick auf das Energielabel, ob es sich um einen Stromfresser oder ein Sparwunder handelt - das seinen höheren Kaufpreis meist schnell wieder hereinholt und auf Dauer sogar günstiger kommt als das Billigmodell.

Auch ein nachhaltiger Ökostromtarif, der zu einem Ausbau der regenerativen Stromerzeugung beiträgt, unterstützt den Klimaschutz. Zu erkennen sind derartige Angebote an Gütesiegeln wie "Grüner Strom" und "ok-power" oder am Umweltengagement der Anbieter. Ein Ökostromvergleich lohnt sich: Derartige Tarife sind inzwischen oft sogar günstiger als der schmutzige Strom der Grundversorgung zu haben. Auf diese Weise bleibt nach der Earth Hour nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch ein Nutzen für Umwelt und Klima.

(mb)

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