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Nach Unfall: Motorradversicherung muss Einsatz der Feuerwehr bezahlen

04.03.2013 - 21:00

Motorradunfälle müssen für Fahrer und Maschine nicht immer böse enden. Mit Glück geht es für beide lediglich von der Straße in den benachbarten Acker oder ein leichter Auffahrunfall im städtischen Stopp-and-Go-Betrieb fordert ein neues Scheinwerferglas. Alles halb so wild. Doch meist rücken vorsichtshalber dennoch Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr an – sicher ist sicher. Und die wollen ihren Einsatz bezahlt wissen.

Dafür kommt in aller Regel die eigene Motorrad-Haftpflichtversicherung auf. Und das ist auch gut so. Denn die anfallenden Gebühren können sich schnell summieren. Nicht immer ist der Versicherer jedoch gewillt, die Kosten widerspruchslos hinzunehmen.

So war es auch nach einem Rollerunfall, bei dem der Rollerfahrer an einer roten Ampel einen Auffahrunfall verursacht hatte. Die Feuerwehr rückte an, um die Straße von den Überbleibseln der Karambolage zu säubern. Im konkreten Fall dauerte der Einsatz der Feuerwehr-Mannen vor Ort ganze 14 Minuten.

Einschließlich der An-und Abfahrt berechnete die Feuerwehr der betroffenen Versicherungsgesellschaft 161 Euro. Zuviel, protestierte die Assekuranz. Sie wollte maximal die Hälfte der Summe übernehmen. Die Sache landete schließlich vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht. Hier unterlag die Motorradversicherung und musste die volle Summe bezahlen.

Allerdings erkannten die Richter an, dass die Feuerwehr mit einer unangemessen starken Besatzung zu dem leichten Unfall angerückt war. Weitere 176 Euro, die die Helfer für vier weitere Einsatzkräfte in Rechnung gestellt hatten, mussten die Versicherung nach dem Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts nicht bezahlen.

(srh)

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