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Zu viel Gas gegeben - Schadenersatz nach Unfall um die Hälfte gekürzt

04.09.2013 - 20:00

Motorradfahrer leben gefährlich. Gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern wie Auto- oder Lkw-Fahrern sind sie auf ihren Maschinen sehr ungeschützt. Unfälle enden oftmals mit schweren Verletzungen oder sogar dem Tod . Daher müssen Autofahrer gegenüber den zweirädrigen Kontrahenten auf der Straße Vor- und Rücksicht walten lassen. Denn als "stärkere" Verkehrsteilnehmer haben sie nach Unfällen meist eine Mitschuld zu tragen.

Doch auch Motorradfahrer dürfen nicht fahren, wie es ihnen passt. Verunglückte Raser auf zwei Rädern haben spätestens vor Gericht schlechte Karten. So auch vor dem Oberlandesgericht Köln. Hier wurde unlängst ein Fall verhandelt, bei dem ein Motorradfahrer auf die Zahlung von Schadenersatzforderungen und Schmerzensgeld pochte, die ihm seiner Ansicht nach in Folge eines Zusammenpralls mit einem Autofahrer zustanden.

Autofahrer übersieht Biker - Zusammenstoß mit Folgen

Was war geschehen? Der Biker war auf einer Straße nach eigener Aussage mit maximal 65 km/h unterwegs gewesen, als es zum  Unfall mit dem Autofahrer kam. Der Wagen war von einem Parkplatz auf die Straße eingebogen, der Fahrer hatte dabei den Biker übersehen.

 

Unstrittig war vor Gericht, dass der Autofahrer dadurch seine Sorgfaltspflicht verletzt hatte. Es ging demnach nur noch um die Schuldverteilung. Hier musste der Zweiradfahrer eine Schlappe hinnehmen. Da die Höchstgeschwindigkeit an der Stelle zum Zeitpunkt des Unfalls wegen Dreharbeiten auf 30 km/h begrenzt gewesen war, musste sich der Biker den Unfall samt Folgen aufgrund seiner nicht angepassten Geschwindigkeit zur Hälfte selbst ankreiden lassen. Folglich bekam er auch nur die Hälfte der geforderten Summe zugesprochen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Autofahrers  kam für die Schäden des Bikers auf.

(srh)

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